Bitte schließen Sie die Augen und denken Sie an einen Surfer-Film. Stellen Sie sich Palmen, spärlich bekleidete Frauen und Sunnyboys vor, die den gold-gelben Sandstrand auf- und abflanieren. Denken Sie an die Sonne Hawaiis, an kühle Drinks und schwülstige, platte Liebeständeleien.
Haben Sie das Bild vor Augen? Gut, dann öffnen Sie die Augen wieder, verscheuchen Sie all diese Bilder und lesen Sie weiter. Denn all das bietet Monsterthursday nicht.
Norwegen bietet mit seiner Landschaft eine erfrischend neue und zudem optisch sehr reizvolle Kulisse für die Story, die von geradlinigen Geschichten hinlänglich bekannter Hollywoodstreifen abweicht. Der Humor in diesem Film kommt auf leisen Sohlen daher, der Plot entwickelt sich langsam und doch stetig. Untermalt von stimmungsvoller Musik agieren die Darsteller zurückhaltend und überzeugend. Sie stellen den typischen, manchmal ein wenig einfältigen Menschen von nebenan dar, der keine Heldentaten vollbringt und doch auf die eine oder andere Art versuchen muss, sein Ziel zu erreichen.
Auch wenn Monsterthursday ein Surfer-Drama ist, so spielt das Surfen nicht die Hauptrolle, sondern dient überwiegend als Mittel, um die Charaktere darzustellen und die Botschaft zu transportieren. Das Drama steht eindeutig im Vordergrund.
Technisch ist der Film überwiegend gut gelungen, obwohl die Bildqualität etwas besser sein könnte. Auch lassen sich die deutschen Untertitel in der Originalversion aus linzenzrechtlichen Gründen nicht abschalten.
Die mitgelieferten Extras fallen mit einem Musikvideo, einer Biografie und zwei Hintergrund-Videos sowie einer Trailershow recht üppig aus und werten den ohnehin guten Film noch einmal auf.
Fazit:
Monsterthursday ist ein stilles, optisch sehr ansprechendes Drama aus Norwegen, das auf breiter Linie zu überzeugen weiß.