Mit dem Erscheinen der 4. Edition gab es bei den D&D Spielern viel Aufsehen und Diskussion, Pathfinder hat dies noch verschlimmert, allerdings habe ich selten die Spielleiter Perspektive gehört und hier beginnt meine Rezension.
Bei der 3. bzw. 3.5 Edition war das Modifizieren bzw. Neugestalten von Monstern mit steigender Stufe ein großes Problem, wenn nicht sogar ein Ärgernis.
Für einen wichtigen Gegner oder einen Drachen habe ich z.T. eine halbe Stunde und länger gebraucht, für epische Endgegner konnte man durchaus auch eine Stunde einkalkulieren. Viele der Fähigkeiten, Zauber etc. brauchte man auch gar nicht, welcher Stufe 25 Magier setzt noch Magische Geschosse oder Melfs Säurepfeil ein?
Das Monsterhandbuch der 4. Edition hat sicherlich gewisse Schwächen, die sich auch auf legendären oder epischen Stufen zeigen (zuwenig verursachter Schaden und mangelnde Mittel, um mit diversen Effekten umzugehen, vor allem Schlaf, Beherrschung etc.), aber selbst diese Mängel sind keine große Herausforderung, weil sich praktisch jedes Monster innerhalb von weniger als 5min. abändern lassen kann.
Zum ersten Mal bietet sich Spielleitern die Möglichkeit tatsächlich ziemlich problemlos Monster aus dem Handbuch zu nehmen und sofort einzusetzen, gerade Drachen erforderten früher mehrere Tabellen, das Monsterhandbuch bietet für eine große Anzahl an Monstern (die übrigens gut ausgewählt wurden, auch wenn man letztlich auf die englischen Monsterhandbücher 2 und 3 angewiesen ist), einen kompakten Block mit allen nötigen Werten.
Mit der 4. Edition brauche ich mir als Spielleiter keine großen Sorgen um Monster zu machen, die sind in kurzer Zeit zusammengestellt und die Zeitersparnis läßt sich problemlos ins Abenteuer stecken.
Der Schwerpunkt liegt bei heroischen oder legendären Monstern, aber auch epische Kampagnen lassen sich gut unterstützten, aber je höher die Gruppe, desto häufiger muß der Schaden der Monster angepaßt werden, was aber keine große Zauberrei ist.
Im Buch werden fast immer verschiedene Varianten vorgestellt, also nicht nur ein Ork, sondern ein Berserker, ein Schamane, ein Lakai etc.