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4.0 von 5 Sternen
Vermännlichung, Verweiblichung, 6. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: MonsterFrauen (Broschiert)
Godzilla und Frankenstein sind bekannte Filmmonster. Doch die Autorin ist anderen Monströsitäten auf der Spur. Der archaiischen Mutter in ALien, der monströsen Gebärmutter in Starshiptroopers oder der Hexe in Form der dominanten Karrierefrau. Rainer vertritt die These, dass diese weiblichen Monster nicht erschrecken, weil die Frau kastriert ist sondern weil sie kastrieren könnte. Mit vielen Beispielen wird gezeigt, dass im FIlm ein KAmpf stattfindet, der gesellschaftliche Realität spiegelt. Die Frau strebt nach mehr Autonomie, der Mann hat ANgst um seine Machtposition und verteidigt diese. Feminismus wird zur Angstvision. Ein Monster, das durch seine Gebärfähigkeit weiblich scheint, bedroht das westliche System und kann nur durch mutige Soldaten vernichtet werden. Häufig ist die Konstellation weißer Held, schwarzer Gehilfe und die unterstützende weiße Frau. Hollywoods Antwort auf Emanzipation liegt im MEssias (Matrix, Terminator) und einer Zähmung der Widerspenstigen. Rainer beschreibt diese "Zähmung", die schon im alten Raumschiff Enterprise stattfindet, doch dort mit einem Augenzwinkern. "Und du bist klug, was selten ist bei Frauen" sagt da ein Apoll. Interessant ist auch die These von der Verweiblichung von beliebten Serienfiguren aus Star Trek. Die unabhängige Dax in DSN heiratet und stirbt, als sie Kinder plant. Major Kira verliebt sich ebenso wie Seven of Nine aus Voyager. Das Buch macht klar, dass starke Frauen in das traditionelle System gepresst werden. Es ist leicht zu lesen und fordert durch seine Polemik zur Diskussion heraus.
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5.0 von 5 Sternen
Böses Nachschlagewerk für Sci-Fi-Filme, 29. November 2003
Rezension bezieht sich auf: MonsterFrauen (Broschiert)
"Mosterfrauen" nimmt Hollywoods Sci-Fi Megahits aufs Korn, und das scheinbar mit Genuss. Von Armageddon über Starship Troopers bis X-Men analysiert die Autorin diese Filme punkto Frauenbild. Sie konzentriert sich auf Gender, das ergibt zwei Kritikpunkte: Monsterfrauen ist ein Buch für ein Spezialpublikum, für Gender- und Sci-Fi Interessierte. Und da Hollywood nicht gerade frauenfreundlich ist, ist das Buch voller negativer Kritik. Ich verwende das Buch daher als Nachschlagewerk, läuft die Matrix, Star Wars oder Star Trek im TV, lese ich das betreffende Kapitel nach. Rainer seziert die Frauenrolle, starke Frauen entpuppen sich als Helferinnen des Systems, werden in die traditionelle Frauenrolle zurückgedrängt oder sterben. Neben der realen Filmfrau findet die Autorin in fast allen Sci-Fi FIlmen monströse Weiblichkeiten und belegt mit vielen Beispielen ihre These: Das Böse ist das ewig Weibliche in seiner Gestalt der archaischen Mutter, Hexe oder femme fatale. Die Beweislast ist erdrückend, doch das bedeutet nur, dass an Rainers These sehr viel dran ist. Nach der Lektüre ist der Blick geschult für Hollywoods Antifeminismus. Und manchmal hatte ich den Verdacht, dass die Autorin die vielen weiblichen Monster den guten männlichen Cowboys nicht nur vorzieht, sondern ihre Monster tatsächlich gern hat.
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