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Dieser bemerkenswerte Film bringt einerseits Mitgefühl für Wuornos auf, verharmlost aber andererseits ihre brutalen Verbrechen in keinster Weise; Therons Darstellung porträtiert entsprechend die schreckliche Lebensgeschichte dieser Frau, ohne ihren Furcht einflößenden, starren Blick zu besänftigen. Das Resultat ist eine ebenso ergreifende wie erschütternde Schauspielleistung, deren physische wie psychische Transformation einzig mit der von Robert de Niro in Wie ein wilder Stier zu vergleichen ist. Die moralische und emotionale Komplexität des Films hätte es ohne diese denkwürdige Vorstellung schwer gehabt beim Publikum -- doch mit ihr wird Monster zu einem Film, der sich nachhaltig ins Gedächtnis brennt. --Bret Fetzer
Der Film basiert auf der wahren Geschichte der ersten amerikanischen Serienkillerin Aileen Wuornos, die dort in den Medien als eiskalte Killerin verschrien wurde. Patty Jenkins, die die andere Seite der Medallie zeigen wollte, hat sich mit diesem Vorhaben eine schwere Last aufgeladen. Wie soll man die Menschlichkeit einer Mörderin darstellen, ohne dabei ihre Taten zu verharmlosen ?
Nun im Großen und Ganzen gelingt es P. Jenkins diese schwierige Aufgabe zu meistern. Sie schafft es teilweise, die Geschichte mit der nötigen Distanz, ohne Klischees, zu erzählen. Doch wird dem kritischen Zuschauer auch nicht der dezente amerikanische Einfluss entgehen. Der Film suggeriert nur (pseudo)psychologische Erklärungen ohne dabei seine Thesen wirklich zu untermauern. So wird die Kindheit von Aileen Wuornos geradezu im Schnelldurchgang abgespeist, wobei diese gerade die Grundlage für den Versuch bildet, die Täterin auch als Opfer darzustellen. Und hat man letztendlich keine Beweise um seine Position zu untermauern, bedient man sich der Liebe. Mit Liebe lässt so ziemlich jegliche Art von Verhalten erklären, und erspart somit einem, die weitere Suche nach anderen Motiven. Damit hat Patty Jenkins der Geschichte teilweise ihre Komplexität genommen und sich so wieder dem amerikanischem Filmstandard angenähert. (Weshalb es einen Stern Abzug gibt.)
Auf jeden Fall ist die schauspielerische Leistung von Charlize Theron hervorzuheben, die hier eine Glanzleistung abgeliefert hat. Eine ebenfalls eindrucksvolle Leistung vollbringt Christina Ricci. Hut ab....
Fazit:
Am Hollywood Maßstab gemessen ein gewagter und schonungsloser Film. Ein Film der auf jedenfall einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, und sich somit auf keinen Fall für 'ne gemütliche Videorunde eignet.
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