Gerade noch mal gutgegangen. Genau in dem Moment in dem sich Susan Murphy mit gekonnt weiblicher Intuition und einem arroganten Schnösel an Bräutigam in den edlen Hafen der Ehe begeben will, krachen ihr das Schicksal und ein verstrahlter Meteor dazwischen. Fünf Minuten und hundert gewachsene Meter später ist die Hochzeit Geschichte und sie Teil von Amerikas bestgehütetem Geheimnis: "Monsters". Eingesperrt, weggeschlossen und unter sich führen die superstarke Gigantika, ein genial verrückter insektoider Wissenschaftler, ein prähistorischer Fischmensch, ein ebenso unzerstörbarer wie hirnfreier Wackelpudding und ein gigantisch-riesiger Insektosaurus ein gelangweiltes Leben - zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als ein gewohnt die Weltherrschaft anstrebender Oberschurke in der Wiege der Zivilisation landet und zum Sturm auf die Erde bläst. Moooonsters - angetreten und auf in die Schlacht.
Obwohl dieses locker-flockige Filmchen titelgemäß für meinen Geschmack gar zu vorhersehbar war und mithin einige Längen aufwies, ist das Schönste an ihm, dass es immer und immer wieder noch einen drauf zu setzen wusste: ein Präsident, der die Aliens mit dem Star-Trek-Gruss begrüsst, ein Pilot, der sich beim Anflug auf den Feind ein rotes Kopfband umbindet oder eine gigantisch aufspielende Ex-Braut auf Alienjagd. Die Gags funktionieren, sind gelungen an dem jeweiligen Charakter ausgerichtet, und wenn sich vereinzelte politisch herrlich inkorrekte Gags ("Gebt den Aliens Green-Cards und lasst sie stolz darauf sein, Amerikaner zu werden.") dazwischen schleichen, ist den Lachmuskeln kein Ruhe mehr gegönnt. Dreamworks mag zwar kein Pixxar sein, aber mit seinen wundervoll animierten Charakteren und einer knallbunten und liebevoll gestalteten Welt muss es sich auch bei weitem nicht dahinter verstecken.
Fazit:
Unterhaltung für die ganze Familie - witzig, warmherzig und rasant. 3,5 Sterne.