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Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung [Gebundene Ausgabe]

Philippe Claudel
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

21. Juli 2006
Monsieur Linh ist der Einzige, der weiß, dass er so heißt: alle anderen, die seinen Namen kannten, sind tot. Nur er und seine kleine Enkelin, gerade ein paar Wochen alt, haben den Bombenangriff auf ihr Heimatdorf überlebt. Monsieur Linh flieht und gelangt nach langer Reise in eine kalte, verregnete Stadt, deren Namen er nicht aussprechen kann. In dem Flüchtlingswohnheim fühlt er sich einsam und verloren. Kraft geben ihm nur sein kleines Mädchen und der dicke Monsieur Bark, den er auf einem seiner Spaziergänge durch die fremde Stadt kennen gelernt hat. Der eine versteht die Sprache des anderen nicht, doch sie erzählen sich ohne Worte von Glück, Trauer, Sehnsucht und Hoffnung - und teilen ein trauriges Geheimnis. Philippe Claudel erweist sich auch in seinem neuen Roman als ein Meister der Auslassung und der überraschenden Wendungen. Mit beeindruckender Raffinesse, in einer klaren, eindringlichen Sprache erzählt Claudel von der Intelligenz des Herzens.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Kindler; Auflage: 2 (21. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463404982
  • ISBN-13: 978-3463404981
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 586.349 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Es ist die überaus bewegende und rührende Geschichte eines alten Mannes, der in Kriegswirren mit seiner Enkelin fest im Arm flieht und angstvoll sich einer neuen Welt nähert. Eine wunderbare Geschichte von Freundschaft und Heimweh, die leise in einem kleinen Buch erzählt wird und einen mit voller Wucht trifft.

Philippe Claudel ist noch mit seinem letzten Roman Die grauen Seelen bestens in Erinnerung, nun ein ganz ähnlich intensives, lange nachklingendes Buch über Flucht und Vertreibung, den Verlust von Heimat und Geborgenheit. „Der Tod hat ihm alles genommen. Er besitzt nichts mehr ... Er ist tausende Tage entfernt von einem Leben, das einst schön und glücklich war.“ Familie, Freunde, Haus, alles hat Monsieur Linh verloren, nur er und seine sechs Wochen alte Enkelin haben überlebt. Nur für sie flieht er, für sein „ein und alles“. „Jeder Tag hat einen Morgen. Immer kehrt das Licht zurück, immer folgt ein neuer Tag. Einmal wirst du Mutter sein.“ Das alte Lied seiner Familie singt er gefühlvoll und beschwörend, voller Hoffnung immer wieder der Kleinen vor.

Dann irgendwann, lernt Monsieur Linh Monsieur Bark kennen, die beiden verstehen sich nicht, sprechen unterschiedliche Sprachen, fühlen aber durch Gesten und Mimik eine wachsende freundschaftliche Verbundenheit. Sie erzählen von früher, vertrauen sich Erinnerungen an. „Ich kenne ihre Heimat,“ gesteht Monsieur Bark. „Ich war damals zwanzig. Man hat mir damals ein Gewehr in die Hand gedrückt, als ich fast noch ein Kind war .... Verzeihen Sie mir.“ Eine erschütternde Szene, in der der Andere arglos seinen Freund anschaut, voller Dankbarkeit für menschliche Nähe.

Viel zu schnell hat man es gelesen, das kleine Buch: Große Gefühle, die ganz tief im Inneren bleiben, je leiser Claudel erzählt, umso stärker melden sie sich zu Wort: Traurigkeit, Wehmut und Heimweh, die wie ein Stachel festsitzen, ein Schmerz, der nicht aufhören mag und gleichzeitig auch Mut und fast ein bisschen Hoffnung. „Er hat Hungersnöte und Kriege überstanden. Er hat das Meer überquert. Er ist unbesiegbar.“ Eines Tages aber wird die Freundschaft der beiden Männer jäh unterbrochen. --Barbara Wegmann

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Philippe Claudel wurde 1962 in Dombasle in Lothringen geboren, wo er als Autor und Regisseur heute noch lebt. In Deutschland gelang ihm 2004 mit «Die grauen Seelen» der Durchbruch. Es folgten ein Erzählungsband und fünf weitere Romane, zuletzt «Brodecks Bericht». Claudels Bücher wurden von der Presse gefeiert und sind bislang in über 25 Sprachen übersetzt worden. 2008 lief auf der Berlinale sein Film «So viele Jahre liebe ich dich».

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und rührend! 27. Mai 2006
Von Christine
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bekenne: die Liste meiner Lieblingsbücher hat sich um eines erweitert. "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" ging mir unter die Haut und hat mir zugleich wunderbare Lesestunden beschert!!

Für mich ist es ein Buch, dass ich nicht vergessen werde. Wo soll ich anfangen? Die Geschichte ist grob umrissen folgende: ein alter Mann, als einzige seiner Familie haben er und seine noch kleine Enkeltochter die gewalttätigen Auseinandersetzungen überlebt, wandert per Schiff nach Europa aus. Im Gepäck hat er ein wenig heimatliche Erde und ein verblasstes Foto. Nach Wochen der Überfahrt kommen die Emigranten schließlich im kalten, nebligen Europa an und werden dort zunächst in einem Heim für Emigranten untergebracht. Alles ist fremd für den Neuankömmling: die Gerüche, die Landschaft, die Mentalität der Menschen, einfach alles...oftmals denkt er wehmütig zurück an sein Leben daheim, er ist nur glücklich, dass er seine kleine Enkeltochter bei sich hat. Sie gibt ihm die Kraft weiterzuleben da er für sie sorgen muss.

Im Laufe der Zeit traut er sich auch allmählich auf Entdeckungstour. Er geht also spazieren mit seiner Enkelin. Eines Tages macht er die Bekanntschaft eines Mannes bei einem seiner Spaziergänge im Park. Beide verbindet Einsamkeit und der Verlust liebgewonnener Menschen. Und obwohl der eine nicht die Sprache des anderen spricht entsteht ein stummes Einvernehmen und Vertrauen zueinander. Sie erfreuen sich an der Gesellschaft des anderen und Monsieur Linh lauscht den Erzählungen seines neuen Freundes. Obwohl er die Worte nicht versteht, so begreift er doch anhand der Intonation, dass dieser auch Kummer erlebt hat.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtilität hoch drei 27. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Ein grosses Buch mit kleinem Umfang.
Sie werden diesen Roman, der nur 127 Seiten umfasst, nicht mehr weglegen können. Das Schicksal des Monsieur Linh ist unglaublich tiefgründig und ergreifend, so dass manch ein Leserauge nach erfolgter Lektüre feucht sein dürfte. Obwohl der Hintergrund des Buches aus historischer Sicht einige Jahrzehnte zurückliegt, sind durch Kriege verursachte Tragödien einzelner Menschen Schicksale absolut aktuell. Die Subtilität der Darstellung von Herrn Linhs unsinniger Entwurzelung von seiner geliebten Heimat infolge Kriegsgelüsten fremder Mächgte, ist meisterlich. Der Autor verdient höchste Anerkennung.
Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, riskieren Sie ein Abendessen oder einen anstehenden Termin zu verpassen, denn Sie werden sich nicht leicht von der einmal begonnenen Lektüre trennen können.

Marcel Burgauer, Zumikon, Schweiz
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Philippe Claudel ist, nachdem ihm im vergangenen Jahr mit dem Roman "Die grauen Seelen" der literarische Durchbruch gelungen ist, mit seinem neuen Roman "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" nicht weniger geglückt als ein kleines Kunstwerk. In der Art und im Umfang erinnert es zeitweise an die Romane von Eric-Emmanuel Schmitt, jedenfalls transportiert es ähnlich viel Lebenskraft und Hoffnungsstärke.

Das Buch beginnt mit der Schilderung einer Szene auf einem Schiff. Es ist eines der zahllosen Flüchtlingsschiffe aus Vietnam und Indochina, die in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Jahrzehnten fürchterlicher Kriege und unbeschreiblicher Verwüstungen und Zerstörungen Tausende und Abertausende von sogenannten boat-people" in den asiatischen Meeren aufgriffen und ihnen in den Ländern Westeuropas und in den USA eine neuen Heimat zu geben suchten.

Monsieur Linh ist einer von ihnen. Er ist ein alter Mann, der bei einem fürchterlichen Napalm-Angriff nicht nur sein Dorf und seine Heimat, sondern seine ganze Familie verloren hat. Nur seine kleine Enkeltochter Sang-diu ist ihm geblieben. Sie hat er gerettet und hält sie nun an der Reling des Schiffes stehend im Arm, das sie nach Frankreich bringen wird.

Dort lebt er zusammen mit anderen Flüchtlingsfamilien zunächst in einem kleinen Heim, wird mehr schlecht als recht versorgt, und wagt sich nach einiger Zeit nach draußen, wo er auf einer Parkbank einen Franzosen kennen lernt.

Monsieur Bark, ein ebenfalls schon in die Jahre gekommener, traurig aussehender Mann setzt sich neben ihn, beginnt ein Gespräch über das Wetter und stellt sich mit seinem Namen vor.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zerbrechliches Glück 18. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Eine ganz stille und subtile Erzählung zweier alter einsamer Männer, die sich anfreunden, obwohl sie die Sprache des anderen nicht verstehen. Täglich wartet einer auf den anderen auf derselben Bank. Kaum dass sie sich gefunden haben, werden sie jedoch voneinander getrennt. Für immer?

Mit seinem ganz klaren einfachen und bestechend eindringlichen Stil erzeugt Philippe Claudel eine fesselnde melancholische Stimmung. Es bleibt einem kaum eine andere Wahl als das Buch in einem Atemzug durch zu lesen. Und am Ende ist man glücklich und traurig zugleich.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Fein, zart, leise und sehr bewegend
Dieser Roman ist sofort auf meine Bestsellerliste gekommen, ich habe ihn auch weiterempfohlen an Freunde, und auch die waren tief bewegt von dieser leisen und zarten Geschichte. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Skep veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 5 goldene Sterne
Ein fantastisches Buch mit bildlicher Sprache. Ein Muss in jeder Hausbibliothek für LeserIn die keine Superhelden brauchen, in diesem Buch aber einen bekommen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Marika Klinder veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein kleines, großes Buch
Monsieur Linh singt leise, damit er seine Enkeltochter nicht aufweckt. Ganz fest presst er das kleine Bündel an sich, sie ist das Einzige, was ihm aus seiner alten Heimat... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von capkirki veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung
Wuede mir von Freunden empfohlen. Ein richtig gutes Buch ,dass man lesen will bis am Ende und dann gerade noch einmal. Habe geweint und gelacht.!!!!!!
Vor 9 Monaten von Denise Miniowitz veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Träne komm raus, du bist umzingelt!
Ich habe das Buch an einem Abend gelesen - und ich habe es gerne gelesen in der
Aussicht, es schnell durchzulesen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Bumpinger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen unbedingt lesen
Ich habe dieser Buch begonnen und nicht mehr aus der Hand gelegt.Es ist mir unter die Haut gegangen. Die Erzählweise ist fesselnd und das Thema berührt.
Vor 20 Monaten von ma-ri-lu veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Freundschaft ohne Worte
Das ist ein Buch das ich weiter schenken werde. Es ist so "leise und sanft" geschrieben. So schön.Ein Lob an Philippe Claudel, er schreibt wunderbar. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Leeyaprende1958 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen wunderbar
ich möchte einfach für dieses außergewöhliche und wunderschöne buch noch 5 sterne abgeben, das hat es verdient. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2011 von Isabel Reckmann
4.0 von 5 Sternen Hoffnung vs. Realität: und am Ende siegt....
Eine kurze Geschichte über Hoffnung, Kraft und Zähigkeit am Leben zu sein bzw. bleiben zu müssen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. November 2010 von Michael Richter
5.0 von 5 Sternen Hoffnungsvolle Empfehlung
Ein Auge lacht vor Freude Freudentränen, das andere Auge weint vor Traurigkeit Trauertränen. Lachenweinen - ein magisches Wort für mich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. September 2010 von Binea
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