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Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung Gebundene Ausgabe – 21. Juli 2006


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Kindler; Auflage: 2 (21. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463404982
  • ISBN-13: 978-3463404981
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 675.220 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Es ist die überaus bewegende und rührende Geschichte eines alten Mannes, der in Kriegswirren mit seiner Enkelin fest im Arm flieht und angstvoll sich einer neuen Welt nähert. Eine wunderbare Geschichte von Freundschaft und Heimweh, die leise in einem kleinen Buch erzählt wird und einen mit voller Wucht trifft.

Philippe Claudel ist noch mit seinem letzten Roman Die grauen Seelen bestens in Erinnerung, nun ein ganz ähnlich intensives, lange nachklingendes Buch über Flucht und Vertreibung, den Verlust von Heimat und Geborgenheit. „Der Tod hat ihm alles genommen. Er besitzt nichts mehr ... Er ist tausende Tage entfernt von einem Leben, das einst schön und glücklich war.“ Familie, Freunde, Haus, alles hat Monsieur Linh verloren, nur er und seine sechs Wochen alte Enkelin haben überlebt. Nur für sie flieht er, für sein „ein und alles“. „Jeder Tag hat einen Morgen. Immer kehrt das Licht zurück, immer folgt ein neuer Tag. Einmal wirst du Mutter sein.“ Das alte Lied seiner Familie singt er gefühlvoll und beschwörend, voller Hoffnung immer wieder der Kleinen vor.

Dann irgendwann, lernt Monsieur Linh Monsieur Bark kennen, die beiden verstehen sich nicht, sprechen unterschiedliche Sprachen, fühlen aber durch Gesten und Mimik eine wachsende freundschaftliche Verbundenheit. Sie erzählen von früher, vertrauen sich Erinnerungen an. „Ich kenne ihre Heimat,“ gesteht Monsieur Bark. „Ich war damals zwanzig. Man hat mir damals ein Gewehr in die Hand gedrückt, als ich fast noch ein Kind war .... Verzeihen Sie mir.“ Eine erschütternde Szene, in der der Andere arglos seinen Freund anschaut, voller Dankbarkeit für menschliche Nähe.

Viel zu schnell hat man es gelesen, das kleine Buch: Große Gefühle, die ganz tief im Inneren bleiben, je leiser Claudel erzählt, umso stärker melden sie sich zu Wort: Traurigkeit, Wehmut und Heimweh, die wie ein Stachel festsitzen, ein Schmerz, der nicht aufhören mag und gleichzeitig auch Mut und fast ein bisschen Hoffnung. „Er hat Hungersnöte und Kriege überstanden. Er hat das Meer überquert. Er ist unbesiegbar.“ Eines Tages aber wird die Freundschaft der beiden Männer jäh unterbrochen. --Barbara Wegmann

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Philippe Claudel wurde 1962 in Dombasle in Lothringen geboren, wo er als Autor und Regisseur heute noch lebt. In Deutschland gelang ihm 2004 mit «Die grauen Seelen» der Durchbruch. Es folgten ein Erzählungsband und sechs weitere Romane, zuletzt «Die Untersuchung». Claudels Bücher wurden von der Presse gefeiert und sind bislang in über 25 Sprachen übersetzt worden. 2008 lief auf der Berlinale sein Film «So viele Jahre liebe ich dich».

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christine am 27. Mai 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Ich bekenne: die Liste meiner Lieblingsbücher hat sich um eines erweitert. "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" ging mir unter die Haut und hat mir zugleich wunderbare Lesestunden beschert!!

Für mich ist es ein Buch, dass ich nicht vergessen werde. Wo soll ich anfangen? Die Geschichte ist grob umrissen folgende: ein alter Mann, als einzige seiner Familie haben er und seine noch kleine Enkeltochter die gewalttätigen Auseinandersetzungen überlebt, wandert per Schiff nach Europa aus. Im Gepäck hat er ein wenig heimatliche Erde und ein verblasstes Foto. Nach Wochen der Überfahrt kommen die Emigranten schließlich im kalten, nebligen Europa an und werden dort zunächst in einem Heim für Emigranten untergebracht. Alles ist fremd für den Neuankömmling: die Gerüche, die Landschaft, die Mentalität der Menschen, einfach alles...oftmals denkt er wehmütig zurück an sein Leben daheim, er ist nur glücklich, dass er seine kleine Enkeltochter bei sich hat. Sie gibt ihm die Kraft weiterzuleben da er für sie sorgen muss.

Im Laufe der Zeit traut er sich auch allmählich auf Entdeckungstour. Er geht also spazieren mit seiner Enkelin. Eines Tages macht er die Bekanntschaft eines Mannes bei einem seiner Spaziergänge im Park. Beide verbindet Einsamkeit und der Verlust liebgewonnener Menschen. Und obwohl der eine nicht die Sprache des anderen spricht entsteht ein stummes Einvernehmen und Vertrauen zueinander. Sie erfreuen sich an der Gesellschaft des anderen und Monsieur Linh lauscht den Erzählungen seines neuen Freundes. Obwohl er die Worte nicht versteht, so begreift er doch anhand der Intonation, dass dieser auch Kummer erlebt hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Winfried Stanzick am 9. August 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Philippe Claudel ist, nachdem ihm im vergangenen Jahr mit dem Roman "Die grauen Seelen" der literarische Durchbruch gelungen ist, mit seinem neuen Roman "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" nicht weniger geglückt als ein kleines Kunstwerk. In der Art und im Umfang erinnert es zeitweise an die Romane von Eric-Emmanuel Schmitt, jedenfalls transportiert es ähnlich viel Lebenskraft und Hoffnungsstärke.

Das Buch beginnt mit der Schilderung einer Szene auf einem Schiff. Es ist eines der zahllosen Flüchtlingsschiffe aus Vietnam und Indochina, die in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Jahrzehnten fürchterlicher Kriege und unbeschreiblicher Verwüstungen und Zerstörungen Tausende und Abertausende von sogenannten boat-people" in den asiatischen Meeren aufgriffen und ihnen in den Ländern Westeuropas und in den USA eine neuen Heimat zu geben suchten.

Monsieur Linh ist einer von ihnen. Er ist ein alter Mann, der bei einem fürchterlichen Napalm-Angriff nicht nur sein Dorf und seine Heimat, sondern seine ganze Familie verloren hat. Nur seine kleine Enkeltochter Sang-diu ist ihm geblieben. Sie hat er gerettet und hält sie nun an der Reling des Schiffes stehend im Arm, das sie nach Frankreich bringen wird.

Dort lebt er zusammen mit anderen Flüchtlingsfamilien zunächst in einem kleinen Heim, wird mehr schlecht als recht versorgt, und wagt sich nach einiger Zeit nach draußen, wo er auf einer Parkbank einen Franzosen kennen lernt.

Monsieur Bark, ein ebenfalls schon in die Jahre gekommener, traurig aussehender Mann setzt sich neben ihn, beginnt ein Gespräch über das Wetter und stellt sich mit seinem Namen vor.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. A. Burgauer am 27. August 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Ein grosses Buch mit kleinem Umfang.
Sie werden diesen Roman, der nur 127 Seiten umfasst, nicht mehr weglegen können. Das Schicksal des Monsieur Linh ist unglaublich tiefgründig und ergreifend, so dass manch ein Leserauge nach erfolgter Lektüre feucht sein dürfte. Obwohl der Hintergrund des Buches aus historischer Sicht einige Jahrzehnte zurückliegt, sind durch Kriege verursachte Tragödien einzelner Menschen Schicksale absolut aktuell. Die Subtilität der Darstellung von Herrn Linhs unsinniger Entwurzelung von seiner geliebten Heimat infolge Kriegsgelüsten fremder Mächgte, ist meisterlich. Der Autor verdient höchste Anerkennung.
Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, riskieren Sie ein Abendessen oder einen anstehenden Termin zu verpassen, denn Sie werden sich nicht leicht von der einmal begonnenen Lektüre trennen können.

Marcel Burgauer, Zumikon, Schweiz
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nica Blajan am 9. Februar 2009
Format: Taschenbuch
Eines der schönsten, bewegenden und märchenhaftesten Bücher über die Thematik 'Exil'.
Gelesen habe ich es in weniger als vier Stunden, einerseits weil es in Großdruck veröffentlicht wurde aber andererseits auch und vor allem weil es unvergleichlich toll war.

Es geht um Monsieur Linh der von seinen Landsleuten im Flüchtlingslager scherzhaft nur 'Der Onkel' genannt wird und um seine schöne, kleine Enkeltochter Sang diu. Sie verlieren nach einem Bombenangriff all ihr Hab und Gut, ihre Familie & Freunde, die Erinnerung an eine ferne, glückliche und friedliche Zeit.

Nach einer Schiffsreise kommen sie nun endlich ins Exil an, fremdartige Menschen die einem nie in die Augen schauen und sich äußerst zielstrebig auf den Straßen bewegen, eine fremde Sprache und vor allem riecht es nach Nichts in dieser Stadt bis Monsieur Linh eines Tages bei einem Spaziergang den dicklichen, liebenswürdigen und warmherzigen Monsieur Bark begegnet.

Obwohl die zwei sich in der gesprochenen Sprache nicht verständigen können, passiert das unvorstellbare sie verständigen sich über die gefühlte Sprache, die weder Worte noch Sätze bedarf. Sie bedarf lediglich eines weit geöffneten Herzens für unsere Mitmenschen vor allem für diese die erstmals Fremde sind.

Da ich ebenfalls die Erfahrung einer Emigrantin gemacht habe empfand ich dieses kleine, unscheinbare Büchlein als sehr, sehr bewegend. Die Begegnung der beiden ist nicht nur für sie selbst Hoffnung spendend und tröstlich sondern auch und vor allem für andere Emigranten.
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