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Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung
 
 

Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung [Kindle Edition]

Philippe Claudel , Christiane Seiler
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Es ist die überaus bewegende und rührende Geschichte eines alten Mannes, der in Kriegswirren mit seiner Enkelin fest im Arm flieht und angstvoll sich einer neuen Welt nähert. Eine wunderbare Geschichte von Freundschaft und Heimweh, die leise in einem kleinen Buch erzählt wird und einen mit voller Wucht trifft.

Philippe Claudel ist noch mit seinem letzten Roman Die grauen Seelen bestens in Erinnerung, nun ein ganz ähnlich intensives, lange nachklingendes Buch über Flucht und Vertreibung, den Verlust von Heimat und Geborgenheit. „Der Tod hat ihm alles genommen. Er besitzt nichts mehr ... Er ist tausende Tage entfernt von einem Leben, das einst schön und glücklich war.“ Familie, Freunde, Haus, alles hat Monsieur Linh verloren, nur er und seine sechs Wochen alte Enkelin haben überlebt. Nur für sie flieht er, für sein „ein und alles“. „Jeder Tag hat einen Morgen. Immer kehrt das Licht zurück, immer folgt ein neuer Tag. Einmal wirst du Mutter sein.“ Das alte Lied seiner Familie singt er gefühlvoll und beschwörend, voller Hoffnung immer wieder der Kleinen vor.

Dann irgendwann, lernt Monsieur Linh Monsieur Bark kennen, die beiden verstehen sich nicht, sprechen unterschiedliche Sprachen, fühlen aber durch Gesten und Mimik eine wachsende freundschaftliche Verbundenheit. Sie erzählen von früher, vertrauen sich Erinnerungen an. „Ich kenne ihre Heimat,“ gesteht Monsieur Bark. „Ich war damals zwanzig. Man hat mir damals ein Gewehr in die Hand gedrückt, als ich fast noch ein Kind war .... Verzeihen Sie mir.“ Eine erschütternde Szene, in der der Andere arglos seinen Freund anschaut, voller Dankbarkeit für menschliche Nähe.

Viel zu schnell hat man es gelesen, das kleine Buch: Große Gefühle, die ganz tief im Inneren bleiben, je leiser Claudel erzählt, umso stärker melden sie sich zu Wort: Traurigkeit, Wehmut und Heimweh, die wie ein Stachel festsitzen, ein Schmerz, der nicht aufhören mag und gleichzeitig auch Mut und fast ein bisschen Hoffnung. „Er hat Hungersnöte und Kriege überstanden. Er hat das Meer überquert. Er ist unbesiegbar.“ Eines Tages aber wird die Freundschaft der beiden Männer jäh unterbrochen. --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Freundschaft unter FremdenIn seiner Heimat hat Monsieur Linh nach einem Bombenangriff alles verloren. Er flieht mit seiner kleinen Enkeltochter in ein fremdes Land, in eine kalte, verregnete Stadt. Mit anderen Flüchtlingen wohnt er in einem Heim, wo er sich einsam und verloren fühlt. Da lernt er auf einem Spaziergang den dicklichen Monsieur Bark kennen. Monsieur Bark redet und redet, obwohl Monsieur Linh ihn gar nicht verstehen kann. Ohne Worte erzählen sich die beiden Männer von Glück, Sehnsucht und Hoffnung – und teilen ein trauriges Geheimnis. «Eine herzergreifende Fabel über Exil, Einsamkeit und Freundschaft.» (Freundin) «Claudel ist ein begnadeter Stimmungsmaler.» (NZZ)«Ein kleines Wunder! Ein subtiler, gefühlvoller Roman, große Kunst eines Schriftstellers auf der Höhe seines Schaffens.» (Livres Hebdo)«Ein hochtalentierter Autor … Philippe Claudel ist ein Prosa-Poet, von dem man … unbedingt mehr lesen möchte.» (FAZ)«Philippe Claudel gehört zu den eindrucksvollsten Stimmen, die in den letzten Jahren aus Frankreich zu uns gedrungen sind.» (Die Welt)«Claudel ist ein fesselnder Erzähler, seine Sprache von nahezu klassischer Einfachheit und punktgenauer Nüchternheit.» (Deutschlandradio Kultur)«Stilsicher, mit genauer Beobachtung und nüchterner Sprache skizziert Philippe Claudel Seelenzustände, Stimmungen, Atmosphäre – eine feinsinnige Geschichte. Claudel ist ein Meister des Minimalismus.» (NDR Info)

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Philippe Claudel
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christine
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bekenne: die Liste meiner Lieblingsbücher hat sich um eines erweitert. "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" ging mir unter die Haut und hat mir zugleich wunderbare Lesestunden beschert!!

Für mich ist es ein Buch, dass ich nicht vergessen werde. Wo soll ich anfangen? Die Geschichte ist grob umrissen folgende: ein alter Mann, als einzige seiner Familie haben er und seine noch kleine Enkeltochter die gewalttätigen Auseinandersetzungen überlebt, wandert per Schiff nach Europa aus. Im Gepäck hat er ein wenig heimatliche Erde und ein verblasstes Foto. Nach Wochen der Überfahrt kommen die Emigranten schließlich im kalten, nebligen Europa an und werden dort zunächst in einem Heim für Emigranten untergebracht. Alles ist fremd für den Neuankömmling: die Gerüche, die Landschaft, die Mentalität der Menschen, einfach alles...oftmals denkt er wehmütig zurück an sein Leben daheim, er ist nur glücklich, dass er seine kleine Enkeltochter bei sich hat. Sie gibt ihm die Kraft weiterzuleben da er für sie sorgen muss.

Im Laufe der Zeit traut er sich auch allmählich auf Entdeckungstour. Er geht also spazieren mit seiner Enkelin. Eines Tages macht er die Bekanntschaft eines Mannes bei einem seiner Spaziergänge im Park. Beide verbindet Einsamkeit und der Verlust liebgewonnener Menschen. Und obwohl der eine nicht die Sprache des anderen spricht entsteht ein stummes Einvernehmen und Vertrauen zueinander. Sie erfreuen sich an der Gesellschaft des anderen und Monsieur Linh lauscht den Erzählungen seines neuen Freundes. Obwohl er die Worte nicht versteht, so begreift er doch anhand der Intonation, dass dieser auch Kummer erlebt hat. Und so entsteht eine kostbare und wunderbare Freundschaft zwischen den beiden, die nicht befriedigender sein könnte selbst wenn sie verstehen könnten was der andere sagt. Doch das Glück einen Freund gefunden zu haben wird getrübt als Monsieur Linh erfährt, dass er aus dem Heim für Emigranten in ein Altenheim übersiedeln soll. Es zwingt ihm eine erneute Umstellung auf. Als er dort wohnt wird ihm klargemacht, dass er das Heim nicht mehr einfach verlassen darf. Er macht sich Sorgen wie er es anstellen soll jemals seinen Freund wieder zu treffen...

Das Ende ist ebenso überraschend wie erschütternd, obwohl mir schon manchmal etwas dämmerte.... Eine Geschichte geschrieben mit so viel Gefühl und Liebe für die Hauptfiguren!! Wer eher die leisen Töne liebt und auf Action verzichten kann wird dieses Buch sicher ebenso lieben! Wirklich wunderschön!!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Subtilität hoch drei 27. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Ein grosses Buch mit kleinem Umfang.
Sie werden diesen Roman, der nur 127 Seiten umfasst, nicht mehr weglegen können. Das Schicksal des Monsieur Linh ist unglaublich tiefgründig und ergreifend, so dass manch ein Leserauge nach erfolgter Lektüre feucht sein dürfte. Obwohl der Hintergrund des Buches aus historischer Sicht einige Jahrzehnte zurückliegt, sind durch Kriege verursachte Tragödien einzelner Menschen Schicksale absolut aktuell. Die Subtilität der Darstellung von Herrn Linhs unsinniger Entwurzelung von seiner geliebten Heimat infolge Kriegsgelüsten fremder Mächgte, ist meisterlich. Der Autor verdient höchste Anerkennung.
Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, riskieren Sie ein Abendessen oder einen anstehenden Termin zu verpassen, denn Sie werden sich nicht leicht von der einmal begonnenen Lektüre trennen können.

Marcel Burgauer, Zumikon, Schweiz
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zerbrechliches Glück 18. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Eine ganz stille und subtile Erzählung zweier alter einsamer Männer, die sich anfreunden, obwohl sie die Sprache des anderen nicht verstehen. Täglich wartet einer auf den anderen auf derselben Bank. Kaum dass sie sich gefunden haben, werden sie jedoch voneinander getrennt. Für immer?

Mit seinem ganz klaren einfachen und bestechend eindringlichen Stil erzeugt Philippe Claudel eine fesselnde melancholische Stimmung. Es bleibt einem kaum eine andere Wahl als das Buch in einem Atemzug durch zu lesen. Und am Ende ist man glücklich und traurig zugleich.
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Die neuesten Kundenrezensionen
wunderbar
ich möchte einfach für dieses außergewöhliche und wunderschöne buch noch 5 sterne abgeben, das hat es verdient. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Isabel Reckmann veröffentlicht
Hoffnung vs. Realität: und am Ende siegt....
Eine kurze Geschichte über Hoffnung, Kraft und Zähigkeit am Leben zu sein bzw. bleiben zu müssen. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Michael Richter veröffentlicht
Hoffnungsvolle Empfehlung
Ein Auge lacht vor Freude Freudentränen, das andere Auge weint vor Traurigkeit Trauertränen. Lachenweinen - ein magisches Wort für mich. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Binea veröffentlicht
Einfach klasse
Ich finde das Buch wirklich wunderbar. Ich habe es an einem Nachmittag gelesen weil es mich einfach nicht losgelassen hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2009 von G. Gäng
Wahre Freundschaft
Ein wundervolles Buch über wahre Freundschaft, das Leben, schlimme Schicksale, den Schmerz und die Angst vor der Fremde. Sehr berührend und einfühlsam! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2009 von Weinpflaume
'. denn die Hoffnung stirbt zuletzt......
Eines der schönsten, bewegenden und märchenhaftesten Bücher über die Thematik 'Exil'. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Februar 2009 von Nica Blajan
Ein leises, poetisches und gefühlvolles Meisterwerk ohne...
Dieses Buch bewegt! Die beiden Hauptdarsteller sind so gut gezeichnet, dass man sie klar vor sich sieht und kennenlernt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2009 von Xnedra
Rührend, herzzerreißend, traurig
Claudels kleines Büchlein über die Leiden eines alten Herrn, der sich nur mit ein paar Kleinigkeiten und seiner Tochter bepackt, aus seiner Heimat verabschieden muss, ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2008 von S. Straubing
Berührt sehr!!! Unbedingt lesen!
"Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" von Philippe Claudel ist ein sehr feinfühliges, leises Buch und doch musste ich auch oft schmunzeln. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2008 von Daniela Möhrke
Immer kehrt das Licht zurück.
Eine schmerzlich anrührende Geschichte. Monsieur Linh, ein alter Mann, ist gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Dort herrscht Krieg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Februar 2008 von bookmark
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