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Schulbücher & Lernhilfen
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Dieser Reclam-Fremdsprachentext ist meiner Meinung nach sehr gut für die Schule geeignet, aber auch für alle, die gerne mal wieder ihr Französisch ein wenig auffrischen wollen. Der Text ist sehr einfach geschrieben, zum Großteil aus der Sicht eines Elfjährigen, die wichtigsten Vokabeln sind auf der jeweiligen Buchseite übersetzt und teilweise erklärt. Auch ich, obwohl ich seit genau 6 Jahren keinen Satz Französisch gelesen (oder geredet) habe, musste - um den Inhalt zu verstehen - nur wenige Worte nachschlagen.
Das Buch entlarvt sich als sanfter Vermittler zwischen Religionen, ohne genauer auf deren Inhalte und Aussagen einzugehen. "Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran" möchte meiner Meinung nach u.a. vermitteln, dass es nicht wichtig ist, an was oder wen man glaubt - wichtig ist, dass man überhaupt irgend etwas glaubt und diesen Glauben nicht verliert. Einer der Lieblingssätze des Autors und im Endeffekt auch Momos Lieblingssatz ist wohl (die Aussage von Herrn Ibrahim): "Je sais ce qu'il y a dans mon Coran." Herr Ibrahims Verteidigung der Moscheen sieht z.B. so aus: "Un endroit qui sent le corps (Momo meinte es rieche in der Moschee nach Füßen) ce n'est pas assez bien pour toi? Parce que toi, tes pieds, ils ne sentent jamais? Un lieu prière qui sent l'homme, qui est fait pour les hommes, avec des hommes dedans, ca te dégoûte? (...) Moi, ce parfum de chaussettes, ca me rassure. Je me dis que je ne vaux pas mieux que mon voisin. Je me sens, je nous sens, donc je me sens déjà mieux!"
Von der Aussagekraft her gesehen, finde ich, dass dieses Buch auf dem gleichen Stand steht (auch wenn es ein anderer Aussage-Inhalt ist) wie z.B. Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" oder Jutta Bauers "Selma" - es ist eine Geschichte, die das Herz berührt.
Auch die sprachliche Leistung und der Ideenreichtum des Autors darf nicht unbeachtet bleiben. So ist eine der lustigsten und irgendwie auch interessantesten (denn klugen) Aussagen Herrn Ibrahims die folgende: "Lorsque tu veux savoir si tu es dans un endroit riche ou pauvre, tu regardes les poubelles. Si tu vois ni ordures ni poubelles, c'est très riche. Si tu vois des poubelles et pas d'ordures, c'est riche. Si tu vois des ordures à côté des poubelles, c'est ni riche ni pauvre: c'est touristique. Si tu vois les ordures sans les poubelles, c'est pauvre. Et si les gens habitent dans les ordures, c'est très pauvre."
Auf den Film zum Buch, der letztes Jahr in deutschen Kinos lief, bin ich sehr gespannt, denn bisher kam ich nicht in den Genuss, ihn zu sehen. Ich hoffe, er ist ebenso gelungen wie dieses kleine Werk von Éric-Emmanuel Schmitt.
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