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Dieser nachdenklich stimmende, harmonische Film mit vielen amüsanten und melancholischen Momenten ruft zu Toleranz und einer optimistischen Lebenseinstellung auf. Sein Gelingen verdankt er der großartigen schauspielerischen Leistung beider Hauptdarsteller. Omar Sharif scheint die Rolle des türkischen Lebensmittelverkäufes auf den Leib geschrieben zu sein. Glaubhaft mimt er den lebensweisen alten Mann, aus dessen Augen Güte und Herzenswärme sprechen.
Leider geht der Film mit einem verkitschten Moment zu Ende, das meiner Meinung nach überflüssig ist und die Qualität der erzählten Geschichte ein wenig schmälert. Trotzdem: Absolut sehenswert!
Momo ist ein Junge, der nicht mehr sein will, als er ist, nämlich ein Junge. Sein Vater ist Anwalt und Jude. Momo wird immer rüber zum Araber geschickt und muss immer wieder den Kühlschrank auffrischen, damit er seinen Vater am Ende des Tages satt kriegt.
Nach der Zeit findet Momo immer mehr gefallen am weiblichen Geschlecht. Er lebt auch im richtigen Bezirk in Paris dafür. Überall stehen die Prostituierten und warten auf einen Freier.
Sein Vater verlangt von Momo, dass er alles aufschreibt, was er ausgibt. Das kommt ihm nicht gerade gut, denn durch seine Besuche bei jenen Frauen in seiner Straße hat er wenig Geld, muss aber viel einkaufen.
Er beschließt zu klauen, beim Araber, MONSIEUR IBRAHIM, aber dem scheint das nichts zu machen, und so entwickelt sich dann diese enge Freundschaft zwischen einem kleinen Juden und einem erfahrenen, lebensfrohen Muslimen.
Dieser Film ist einfach herzzerreisend, und er zeigt, dass es auch anders geht. Man muss nicht immer irgendwelche Stuntszenen in einen Film einbauen oder einfach irgendwelche langweiligen, immer wiederkehrenden Themen nehmen, sondern einmal das essenzielle beschreiben, nämlich das Leben.
Es ist für jeden was dabei, vom Gelehrten, der den Sinn des Lebens schon sieht bis hin zum Durchschnittsbürger, der nicht verstehen kann, wie es solch Begegnungen noch gibt.
Ich finde es schade, dass es nicht viel mehr solcher Filme gibt, es sollten sich ein paar große Regisseure ein Beispiel daran nehmen, wie einfach es sein kann mit Menschlichkeit das Mensch-Sein zu erleichtern.
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