Ja, manchmal verhält sich Moses etwas unkonventionell. Er versucht erwachsen zu sein, seine Probleme als Erwachsener zu verabeiten. Er geht zu den Dirnen, verdrängt seine Mutter und diesen ominösen Bruder Popol, von dem in schwärmerischen Worten der Vater erzählt, ist ein kleiner Finanzier, auch wenn er dafür Monsieur Ibrahim beklauen muß...doch eigentlich ist er nur ein kleiner Junge, der sich allein fühlt und sich eine Familie wünscht. Die findet er in Monsieur Ibrahim. Lebensweisheiten und eine ihm ungekannte Leichtigkeit entspringen aus diesem "Araber" in der Rue Bleu. Moses findet das Glücklichsein wieder. Und als sich der Vater umbringt, adoptiert der Araber den jüdischen Jungen und irgendwie ist diese seltsame Konstellation (gerade heute)das Letzte, an die beide denken. Sie lieben sich einfach.
Es ist ein nettes Buch, keine großartige Literatur (auch wenn man manchmal zwischen den Zeilen erstaunliches entdeckt), aber ein leichtes Buch, das man einfach gelesen haben sollte. Schließlich sind schwere Schinken nicht unbedingt ein Markenzeichen für Klassiker.
Lassen sie sich einfach mal von so einem kleinen Büchlein wie diesem hier betören!