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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die dunkle Bedrohung !!!, 2. Juni 2009
Pechschwarze Wolken ziehen auf und verdunkeln den Himmel. Die munter tirilierenden Vögel verstummen jäh in ihrem friedlichen Singsang, ehe sie panisch aufgeschreckt werden. Die unbehagliche Stille, nur ein Trugschluss? Ein lautes Donnergrollen schlägt auf die Erde nieder, lässt alle Wände und morschen Gemäuer unter kläglichem Ächzen erschüttern. Sie sind auf dem Vormarsch, die musikalischen Vorboten der Apokalypse.
Die umbarherzige Sound-Walze SUNN O))) gibt sich erneut die Ehre, um alle positiven Gefühle wie Liebe, Hoffnung und Glaube innerhalb 54 Minuten restlos auszuradieren. Aufgepasst, die beiden "Southern Lord"-Priester Stephen O'Mailey und Greg Anderson haben endlich wieder ihre dunklen Mönchskutten aus dem Kleiderschrank geholt, und bitten auf "Monoliths & dimensions" alle schmerzresistenten Drone-Jünger zum Tanz. Bereits Vorgänger-Alben wie "White 1" , "White 2" , "Black 1" oder das nicht minder geniale "Altar" (eine Kollaboration mit den japanischen Dröhn-Freaks BORIS) waren beeindruckende Werke von beängstigender Intensität. Minimalistisch, zäh, nervenzerfetzend und für nichtsahnende Einmalhörer kaum zu ertragen. Natürlich ist auch "Monoliths & dimensions" nichts für schwache Gemüter. SUNN O))) haben auf den 4 brandneuen Songs jedoch das Kunststück fertiggebracht, ihrem typisch negativen Drone-Sound etwas variabler zu gestalten, was den Hörgenuss doppelt interessant macht. Aber der Reihe nach...
Der hypnotische Opener "Agartha" ist an Monotonie kaum zu überbieten und verlangt dem Hörer bereits zu Beginn alles ab. Über allem regiert natürlich die dröhnende Bass/Gitarren-Wand der Herren O'Mailey und Anderson, welche dem Band-Motto "Maximum volume yields maximum results" eine wahre Bedeutung beimisst. Am Mikrofon haben sich SUNN O))) niemand geringeren als Attila Csihar (MAYHEM) in die Band geholt, der seine Sache wirklich mit tadelloser Bravour meistert. Mit seinem bedrohlichen Sprechgesang läutet er den Drone-Gottesdienst ein, wobei aber neuerdings auch klassische Instrumente in den Sound-Brei mit "eingewoben" werden. Piano, Geige und Klarinette verfehlen ihre Wirkung natürlich keinesfalls und sägen verdammt dissonant aus den Boxen. Und bevor dieser 17minütige Drone-Koloss den willenlosen Hörer unweigerlich ins Nirwana schickt, drehen SUNN O))) den Lautstärkepegel unerwartet runter...und lassen den Song mit seicht rauschendem Wasser ausklingen. Ein starker Beginn !!!
Auch das nachfolgende "Big church" hat natürlich Überlänge und wartet überraschenderweise mit einem sirenenartigen Frauen-Chor (stilecht mit Alt und Sopran) auf. Auch hier kommen Drone-untypische Instrumente wie Trompete und Orgel zum Einsatz, die an der richtigen Stelle für bedrohliches Unbehagen sorgen, und dem Hörer den Angstschweiß gleich literweise aus den Poren rinnen lassen. Gleiches gilt für das nachfolgende "Hunting & gathering (Cydonia)", welches wiederum durch einen Männer-Chor und ungeahnt symphonische Arrangements "aufgepeppt" wird. Die Atmosphäre ist bist zum Zerbersten gespannt...und sobald man die Augen schließt befällt einen das Gefühl, als befände man sich auf einer römischen Galeere, auf der ausgemergelte Sklaven durch geißelnde Peitschenhiebe zum Rudern verbannt werden. Monoton, qualvoll und dennoch mitreißend !!! Die größte Überraschung von "Monoliths & dimensions" haben sich SUNN O))) jedoch zweifellos für das abschließende "Alice" aufgehoben, welches eigentlich garnicht so recht zur musikalischen Grundrichtung dieser Band passen will. Auf diesem rein intstrumental gehaltenen 16-Minüter lassen es Greg Anderson und Stephen O'Mailey vergleichsweise "wohlklingend" angehen, um durch die Hinzunahme von Harfe, Alt-Flöte, Geige, Klarinette, Saxophon und Hörnern eine beeindruckende Soundtrack-Atmosphäre zu schaffen. Trotz allgegenwärtiger Drone-Schlagseite erinnern SUNNO ))) hier teilweise tatsächlich an Postrock-Könige wie GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR oder JESU. Wie ein mächtiges, groß aufspielendes Orchester, dessen Töne eine reinigende Wirkung auf den Hörer ausüben. Fantastisch !!!
Als Fazit kann man nur festhalten, dass SUNN O))) mit "Monoliths & dimensions" wirklich ein absolutes Mega-Werk gelungen ist, welches man sich am besten in voller Länge unter dem Kopfhörer antun sollte. Die Herren Musiker haben es tatsächlich geschafft, ihre undurchdringliche "Wall of sound" nochmals um einige Nuancen zu erweitern, und ihren typischen Stil an einigen Ecken und Enden "abzurunden". Dadurch ist "Monoliths & dimensions" sicherlich einfacher zu konsumieren als z.B. "Black 1". Doch das tollste daran ist...trotz einer gewissen hinzugewonnen Eingängigkeit sind SUNNO))) auch noch weiterhin anstrengender als 99% aller anderen Bands. Und das macht die Band einfach auch sooo wertvoll. Möge der Weltuntergang nun meinetwegen kommen...ich bin gewappnet. 5 Sterne, und keinen weniger !!!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterwegs im Schwarzen Loch., 22. Mai 2009
Alle meine Befürchtungen, dass SUNN ihren unvergleichlichen Sound verwässert haben könnten, haben sich zum Glück nicht erfüllt. Alles ist weiterhin schwärzer als schwarz.
Nur eines haben O'Malley und Anderson hier mit aller Konsequenz und Radikalität vorangetrieben: das Arbeiten an der klanglichen Transparenz und der musikalischen Verdichtung ihrer weiterhin pechschwarzen Texturen.
Was man hier also zu hören bekommt, übertrifft alles, was SUNN bereits veröffentlicht haben an Düsternis und Schwärze und bleierner Schwere (TRACK 1 mit einen grossartigen A. Csihar), gerade durch das manchmal sekundenlang einfallende Licht (der Frauenchor bei TRACK 2), oder die Bläsertexturen (TRACK 3), oder das Ende von TRACK 4 (mit dem Saxophonsolo von J.Priester). Ich möchte hier nicht allzu viel verraten, damit das Hören ein Abenteuer bleibt.
Fazit: Eine konsequente Weiterentwicklung des SUNN-Sounds ohne die geringste Verwässerung. Wer SUNN bis hierher gefolgt ist, wird sie weiter
lieben, denn diese Scheibe ist noch besser als die SUNN/BORIS-Collabo und BLACK ONE und das dürfte wohl reichen, um hier zuzuschlagen. Ein Klassiker.
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4.0 von 5 Sternen
Normalerweise nur ein 1- oder 5-Stern-Fall..., 27. Januar 2010
... pflege ich bei sunnO))) zu sagen. Sämtlichs Material ab White1 hat meines Erachtens 5 Sterne verdient.
Warum dann nur hier 4 Sterne? Gleich im Vorraus: Aghartha ist der Grund für den Punktabzug. Der Song baut kaum Spannung auf, Atilla wirkt nicht bedrohlich wie immer, sondern eher langweilig. Wäre der Song kürzer gehalten, wäre die volle Punktzahl drin gewesen... Dies ist der erste Song bei sunnO))), den ich in den meißten Fällen nach zehn Minuten skippe.
Okay, genug negative Kritik, ab jetzt wird das neue Werk verdammt gut. Big Church wartet mit Sopran/Alt-Chören auf und baut eine Spannung auf, dass man Gänsehaut bekommt, dazu die Trompeten und Ambiente- und sunnO)))-Elemente. Dieser Song hätte noch etliche Minuten länger gehen können. Atilla überzeugt zum Glück vollkommen.
Hunting & Gathering (Cydonia) und das letzte Stück Alice warten mit noch mehr Trompeten auf, ersteres zusätzlich mit einem grandiosen Atilla.
Keine lange Review, aber mehr Worte braucht man nicht über dieses großartige Stück Musik nicht zu verlieren. Außer, dass Song 1 leider durch Atilla verhunzt worden ist. Aber das bleibt Geschmackssache und ist bei dem starken restlichen Material FAST zu vernachlässigen.
Letzten Endes kann man dieses Album allen sunnO)))-Freunden blind empfehlen, da es wieder einen logischen Schritt nach vorne bedeutet (auch wenn sich viele schon nach black1 etwas anderes erhofft hatten als bei Oracle, Altar oder eben jetzt Monoliths & Dimensions)
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