Man wirft Fury In The Slaughterhouse des öfteren vor, nichts wirklich Eigenes zu machen. Wenn sie sich aber mit einem Album unsterblich gemacht haben, dann mit "Mono". Die Intensität und Homogenität des Albums faszinieren auch nach Jahren immer wieder. Die Songs passen einfach perfekt zueinander, nichts ist austauschbar, und natürlich war es ein geschickter Schachzug, die CD in die beiden Seiten einer Vinyl-LP zu unterteilen. Dadurch wird "Mono" fast schon zu einem Konzeptalbum und die Reihenfolge der Songs zu einem Kunstgriff. Die Songs sind bis auf wenige Ausnahmen ("Money Rules", den vom LP-Konzept abgekoppelten "Bonustrack" "Money Junkie", und vielleicht noch "Waiting For Paradise") echte Perlen, und nicht umsonst sind einige davon zu Klassikern geworden: "Every Generation Got Its Own Disease", "Radio Orchid" oder "When I'm Dead And Gone". Aber auch unbekanntere Stücke wie "When God Goes Home", "Haunted Head And Heart" (bei dem Sänger Kai Wingenfelder die Leadvocals an seinen Bruder Thorsten abgibt) und "Friendly Fire" (mit herrlich blubberndem Keyboard) funkeln ganz wunderbar und brauchen sich nicht neben den Hits zu verstecken. Und wie für andere Fury-Alben gilt auch für "Mono", dass die Herren dann am schwächsten sind, wenn sie besonders dreckig sein wollen (hier sei nochmal auf "Money Rules" verwiesen) und am besten, wenn sie ihre melancholische Seite zeigen - und das tun sie hier gottseidank in den meisten Songs.