Ich bin nicht mehr eure Tochter", die wahre Lebensgeschichte der Monika B. ist ein erschütternder Bericht über eine Frau, die vom frühestem Kindsalter an sexuell missbraucht wird. Zunächst vergeht sich ihr Großvater an ihr, später ihr Vater und ihre beiden Brüder. Ihre Mutter verkauft sie als Sexsklavin, perverse Sexpraktiken sind in dem jungen Leben der Monika B. an der Tagesordnung.
Ich habe auf dem Sektor Missbrauch und Gewalt in der Familie schon einiges gelesen, aber das Schicksal der Monika B. hat mich sehr mitgenommen. Ich musste das Buch teilweise weglegen, weil es einfach nur grausam war. Immer wieder stellte ich mir fassungslos die Frage, wie Menschen ihrem eigenen Fleisch und Blut so etwas antun können.
Offen schreibt Monika B. von ihrem Bedürfnis, einfach nur geliebt zu werden. Doch ihre Eltern zeigen ihr immer wieder, wie nutzlos und dumm sie ist. Sie wird von ihren Eltern die Alte" genannt. Die Alte" hat wiedermal versagt, sie kann nichts. Ständig ist Monika fürchterlichen Demütigungen ausgesetzt. Die sexuellen Übergriffe ihres Vaters machen sie glauben, dass dies die Liebe ist, nach der sie sich sehnt. Sie liebt ihren Vater. Erst ihr jüngerer Bruder Georg macht ihr klar, dass dieses Verhalten nicht normal" ist. Er will ihr helfen aus dem Sumpf von Gewalt und Missbrauch rauszukommen. Versuche, sich Verwandten zu öffnen, scheitern kläglich. Monika wird als Lügnerin dargestellt. Der Vater, der Monika mittlerweile im Alter von 15 Jahren schwängert und sie zur Abtreibung zwingt, wird immer skrupelloser in seinem Tun. Monika wird an fremde Männer weitergereicht und immer und immer wieder auf schändlichste missbraucht. Die Mutter, selber Opfer von sexuellem Missbrauch, deckt das Tun des Vaters und missbraucht auch ihre Söhne. Gleichzeitig schafft der Vater, die Fassade der heilen Familie aufrecht zu erhalten. Niemand ahnt oder vielleicht will es auch niemand sehen, was hinter der Fassade für Grausamkeiten ablaufen.
Erst nach dem Freitod ihres Bruders Georg, der die ganze Situation nicht mehr aushalten kann, wird Monika klar, das sie handeln muss... Sie zeigt ihren Vater an.
Selbst nachdem ihr Vater ins Gefängnis kommt, fängt für Monika B. die schwierige und aufwühlende Zeit der Aufarbeitung an. Sie muss leben lernen. Ein Leben ohne Angst, Gewalt und Missbrauch.
Der Lebensbericht der Monika B. hat mich sehr betroffen gemacht. Missbrauch in der eigenen Familie ist und war immer ein Thema, heute wahrscheinlich aktueller denn je. Ich bewundere Monika B. für ihren Lebensmut, dass sie trotzdem weiterleben will und kann und ihr Martyrium aufarbeitet. Sie kämpft für ein normales" Leben. Ich wünsche ihr dafür alles Gute.