Neue Begleitband, eigenes Plattenlabel, und die erste Veröffentlichung nach Überwindung seiner Alkoholprobleme - nicht nur in dieser Hinsicht stellt "Money and Cigarettes" einen Umbruch in Claptons Gesamtwerk dar. Orientierte sich das '81er Vorgänger-Album "Another Ticket" noch stilistisch stark am 70er-Sound, lassen sich bei bei diesem Werk erstmals die 80er-Klänge heraushören - allerdings im positiven Sinne. Die Produktion ist geradliniger, der Sound zeitgemäß, jedoch insgesamt noch nicht so überproduziert wie bei den Platten, die Mitte der 80er folgen sollten.
Mit sechs Eigenkompositionen ist auch diese Quote nach Clapton'schen Maßstäben sehr ansehnlich; insbesondere mit "Man in Love", "Slow Down Linda" und "The Shape You're In" sind gleich drei wirklich gute Songs dabei. Für die Blues-Fans der Clapton'schen Anhängerschaft sind freilich die Cover von Sleepy John Estes ("Everybody Oughta Make a Change"), Albert King ("Crosscut Saw") und Johnny Otis ("Crazy Country Hop") Alben-Highlights. Unterm Strich ein solides Album, zwar ohne herausragende Klassiker, aber aber trotzdem (oder gerade deshalb?) immmer noch hörbar. Muss man nicht haben, kann man aber.