Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit diesem Kunstband ist es Vivian Russell gelungen, diese Lücke zum Verständnis von Leben und Werk Monets zu schließen. Ganz in der Tradition der Pleinairmalerei begab sich die britische Autorin und Fotografin an die Stätten seiner Malausflüge. Dort porträtierte sie mit der Kamera all jene Standorte, die sich in den Werken Monets wiederfinden: Antibes, Giverny, Étretat, Venedig und das norwegische Christiania sind nur einige der vielen Stationen, die sie in stimmungsvollen Fotografien festgehalten hat. In der Gegenüberstellung mit den motivgleichen Gemälden erschließt sich dem Betrachter der reizvolle Charakter dieser Orte ebenso wie die Schwierigkeiten, sie malerisch umzusetzen.
Vivian Russell hat anspruchsvolle Bilder mit einer ungewöhnlichen Biografie vereint: Nicht Lebensdaten sondern Orte dienen ihr als Etappen einer künstlerischen Entwicklung, in der sich Euphorie und Verzweiflung oftmals abrupt abwechselten. Dass dennoch niemals Hässliches in seine Kunst Einlass fand, lässt sich nur mit Monets grenzenloser Naturbegeisterung erklären: Diese ging so weit, dass er sich die Haare vom Friseur schneiden ließ, während er draußen an der Staffelei malte.
Briefe und Gemälde Monets werden von der Autorin mit eigenen Betrachtungen und visuellen Eindrücken zu einem impressionistischen Essay verwoben, zu einer lebendigen Hommage an den Maler und seine Landschaften, denen er Zeit seines Lebens eng verbunden war und die bis heute an seine Malerei erinnern. --Andreas Schultz
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Monet und seine Landschaften skizziert die wichtigsten Stationen des Künstlers als Paysagist: das Meer bei Ètretat mit seinen felsigen Klippen, das Tal der Creuse, die Zitronen- und Orangenhaine in Bordighera, Tulpenfelder in Holland, Getreideschober, Sonnenuntergänge in Norwegen, Ansichten von Venedig und Rouen und natürlich sein Garten in Giverny. Fasziniert von der Idee, Monets Motive aufzuspüren, machte sich die Autorin und Fotografin Vivian Russell mit ihrer Kamera auf die Suche nach den Schauplätzen und stellt in diesem Buch das gemalte Werk des Künstlers ihren Fotografien gegenüber. Der Betrachter kann unmittelbar die atmosphärische Umsetzung nachempfinden.
Neben einem fundierten Text über die Hintergründe von Monets Reisen, über die Beziehungen zu seinen Freunden, Förderern und Kunsthändlern wird das Buch ergänzt durch eine geschickte Auswahl der von ihm überlieferten Briefe, die er trotz seines unermüdlichen Schaffens täglich aus der Ferne an seine Familie schrieb. Diese Briefe offenbaren seine Ängste, Qualen und Mühsal; sie handeln von Erfolgen und Misserfolgen. Ihnen fehlen jedoch keineswegs die heiteren Momente, sei es durch amüsante Begegnungen oder skurrile Ereignisse. So vermitteln diese Dokumente ein ganz eigenes, sehr authentisches Porträt des Künstlers.