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Der Film ist nicht einer der neuesten. Sein (Mein ;-) Suchtpotential ist jedoch unverändert hoch. Denn »Mondsüchtig« haftet ein Zauber der völligen Schwerelosigkeit an, die den Zuschauer über den Film hinaus begleitet. Nie langweilig oder langatmig, immer geistreich und bis in das letzte Detail fein gesponnen, mit intensiven Bildern, klug eingesetzten Farben und klasse Filmmusik, lässt sich dieses feine Schätzchen auch nach Jahren mit gleichbleibender Freude regelrecht sinnlich erfahren.
Die Schauspieler sind allesamt hervorragend, sie harmonieren in jeder Szene und agieren mit einer Spielfreude, die man sehen kann. Dabei werden einem die Personen mehr und mehr vertraut, man glaubt, sie irgendwie gut zu kennen und mag sie, wie man seine eigene Familie mag, mit all ihren Stärken und Schwächen. Am Ende des Films fühlt man sich leicht und beschwingt, getragen von einem wunderbaren Gefühl der Vertrautheit.
Die große Stärke des Films liegt in seiner Zeitlosigkeit. Es stimmt heute wie damals, setzt auf Elemente in Musik, Ausstattung und Wahl der Örtlichkeiten, die allesamt seit fast zwanzig Jahren gleichbleibend »echt« sind. Interessanterweise lässt sich das ebenso über die Schauspieler und die von ihnen dargestellen Charaktere sagen. Keine Figur des Films erscheint einem heute veraltet, alle könnten heute genauso leben und dargestellt werden. Und was die Schauspieler betrifft: Irgendwie ebenfalls zeitlos ...
Ein großer Wurf, geeignet für schöne und schlechte Tage, einsame und gemeinsame Stunden, und für alle, die sich auf Geschichten einlassen können, die von Alltag erzählen - und von Liebe und klugen Gedanken dazu.