Nachdem mich "Zuckermond" doch sehr enttäuscht hat, wollte ich den Folgeroman "Mondkuss" eigentlich gar nicht lesen, aber die Neugier hat gewonnen und ich habe es nicht bereut.
Der sensible Rafael war mir schon in "Zuckermond" lieber als der eigentliche Hauptakteur Leonard. Mir gefällt seine romantische Art (wobei mir manche Sätze, die er in diesem Buch von sich gibt ein bisschen zu kitschig sind, aber das ist ja auch geschmacksache) und die Art wie er um die elegante, kühle Marleen wirbt. Auch die anbahnende Liebesgeschichte der beiden ist realistisch dargestellt und die Bedenken die Marleen wegen des Altersunterschiedes hat, sind nachvollziehbar. Natürlich ist es fraglich, ob sich eine erfolgreiche Anwältin mit einem Edelstripper abgibt - aber ein bisschen Platz zum Träumen muss doch auch sein.
Die erotischen Szenen waren schön beschrieben (nicht zu derb) und nicht so abwegig wie bei "Zuckermond"".
Alles in allem ein gelungenes Werk, das seine vier Sterne verdient hat und ich jedem weiterempfehlen kann.