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Der Mond ist eine herbe Geliebte.
 
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Der Mond ist eine herbe Geliebte. (Taschenbuch)

von Robert A. Heinlein (Autor)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 360 Seiten
  • Verlag: Lübbe (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404241916
  • ISBN-13: 978-3404241910
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,3 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 45.657 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Robert A. Heinlein erzählt die abenteuerliche Geschichte einer Strafkolonie auf dem Mond.


carpe.com

Kolonien, und wenn sie auch nur aus Sträflingen bestehen, haben die üble Angewohnheit, sich vom Mutterland zu lösen und unabhängig zu werden. So ging es England 1776, und nun geht es der Erde ähnlich.

Die Mondkolonisten sind es leid, beim Export ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse übervorteilt zu werden. Die ökonomischen Missverhältnisse führen auf dem Mond zur Forderung nach politischen Änderungen. Allerdings haben die "Loonies" wie sie sich selbst nennen, keine Chance, ihre Forderungen durchzusetzen. Sie verfügen über keinerlei Militär und keine Waffen. Aber auf dem Mond gibt es einen riesigen Computer, der ursprünglich dazu konzipiert war, die Versorgungsleitungen und die Frachtkatapulte zu steuern. Dieser Computer besitzt ein Bewusstsein. Er ist lebendig, und er ergreift Partei für die Separatisten. Es gelingt ihm, die Frachtkatapulte umzurüsten und als Waffe gegen die Erde einzusetzen. Nach und nach wird er "Adam Selene", der geheimnisumwitterte Führer der Revolution, den nie jemand persönlich zu Gesicht bekommt, der aber allgegenwärtig zu sein scheint. Trotz dieses mächtigen Verbündeten ist es noch immer nahezu aussichtslos, die große, in allen Belangen überlegene Erde herauszufordern. Dennoch scheint der Krieg für die Loonies mit einem Erfolg zu enden, obgleich ein Toter mehr als andere beweint wird.

Anmerkung: So eine Revolution scheint ja recht einfach zu sein -- nein im Ernst, Heinlein entwirft beispielhaft eine Revolution und ihre Entstehung; wie sie ablaufen könnte, und auch ablaufen sollte, aber in der Realität noch nie abgelaufen ist. Revolutionen pervertieren -- sie entfernen sich von ihren geistigen Wurzeln. De facto handelt es sich um die Entmachtung einer Klasse durch eine andere. Losgetreten wird das Ganze von einem Haufen Idealisten, die glauben, sie könnten die Ideale ihrer Lieblingsphilosophen auf die Realität übertragen. Das hat weder im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg funktioniert noch 15 Jahre später in Frankreich. Diese Idealisten müssen Realisten werden, um die Mächtigen zu stürzen. Und bekanntlich "frißt die Revolution ihre Kinder". In Frankreich ist dies am deutlichsten in der Zeit zwischen 1791 und 1793. Aber auch die Väter der amerikanischen Verfassung hatten wohl etwas anderes im Sinn als dem reinen Materialismus den Weg zu bereiten. Auf dem Mond hat es aber funktioniert. Auf der Erde müssen wir uns wohl damit abfinden, dass sich bei einer Revolution nur die Spieler, aber nie das Spiel ändert. Gutes Buch, leider zu schön um wahr zu sein. --Christian Plötz



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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Einer der besseren Romane Heinleins, 11. Oktober 2003

Wie das Buch auf Heinlein-Fans wirkt, kann ich nicht sagen, denn ich bin keiner - im Gegenteil. Dieses Buch aber las ich einigermaßen zügig durch und wollte es auch nur an einer Stelle in die Ecke schmeißen.

Heinlein erzählt die Geschichte einer Revolution in der Mondkolonie - Luna genannt - die halb Gefangenenexil, halb funktionierende Anarchie ist. Sie stellt Heinleins typische "ideale Gesellschaft" dar, die an der freien Entfaltung nur durch die Erdverwaltung gehindert wird. Die drei menschlichen Protagonisten bilden die Keimzelle der Revolution für die Unabhängigkeit Lunas. Der erwachte Stationscomputer Mycroft hilft ihnen, übernimmt sogar in Form der virtuellen Person Adam Selene den Vorsitz und berechnet laufend die Erfolgswahrscheinlichkeit. Die Revolution nimmt in Heinlein'scher Manier - teils erzählend, teils beschreibend - ihren Lauf. Natürlich darf auch Heinleins "rationale" Sexualmoral nicht fehlen. Der Hintergrund ist physikalische korrekte Hard Science Fiction.

Meine Kritikpunkte gehen zum Glück ein wenig in der Story unter, aber hier sind sie:
- ein eher seltsames Frauenbild mit Pseudo-Emanzipation; was aber zum Teil auch der Entstehungszeit des Romans (1966) angerechnet werden kann.
- Der angebliche "realistische Pazifismus" eines Protagonisten, der eigentlich nur leicht verbrämter Militarismus ist.
- Der rigorose Sozialdarwinismus (wer einen Fehler macht, fliegt aus der Luftschleuse), gepaart mit absolutem Kapitalismus (man muss für alles bezahlen, deshalb sind Steuern überflüssig), der durch keinerlei sozialen Gedanken abgemildert wird.
Ergänzt wird das ganze durch einen Hass auf Intellektuelle und sonstige Abweichler.

Wer sich an diesen Kritikpunkten nicht stört oder Heinleins Philosophie zustimmt, kann sich an einer schönen Erzählung über den Beginn der Weltraumkolonisation, einer Revolution und natürlich das Bewußtsein eines frisch erwachten Computers, der seine Fähigkeiten entdeckt, erfreuen. Wer sich über die genannten Punkte aufregt, ist bei anderen Autoren besser aufgehoben (z.B. Asimov, Eschbach).

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Exzellente SF, 29. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Das Buch, das auch schon unter dem Titel "Revolte auf Luna" erschienen ist, kam erstmals 1966 auf den Markt und spielt etwa im Jahr 2075. Ähnlich wie früher Australien wurde der Mond zur Strafkolonie, die von den Vereinten Nationen ausgebeutet wurde. Als die Ressourcen des Mondes allmählich zu Ende gehen, kommt es zu einem Aufstand, der erst Aussichten auf Erfolg hat, als sich Mike, der Zentralcomputer der Verwaltung, auf die Seite der Aufständigen stellt. Das Buch gehört zu Heinleins Future History (Es kommen trotzdem (zum Glück:-) keine Howard-Familien vor) und gehört zu den schönsten Büchern, die ich von Heinlein aus dieser Epoche kenne. Auch wenn man nichts von intelligenten Computern hält, kann einem Mike durchaus sympathisch werden - auf alle Fälle sympathischer als alles, was an künstlicher Intelligenz in StarWars oder 2001 vorkommt. Auch nach über dreißig Jahren wirkt "Der Mond..." kaum angestaubt und ist immer noch wunderschön zu lesen. Nicht nur für Heinlein-Fans eine Empfehlung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nicht durchweg plausibel..., 22. Mai 2000
Von Ein Kunde
Der Roman gehört ja zu den "klassischen" Klassikern der SF und wird unentwegt gelobt und gepriesen. Nachvollziehbar ist das mit Blick auf Heinleins erzählerisches Talent - der Mann läßt ganz einfach keine Langeweile aufkommen, und das leicht melancholische Ende z.B. hat mir gut gefallen. Keine Frage, das Buch hat starke Passagen.

Andererseits macht es sich Heinlein bei der Konstruktion der Story ein wenig zu einfach: der Zentralcomputer von Luna kooperiert "einfach so" mit den Rebellen - und die Behörden merken nichts; der Anführer der Aufständischen ("Adam Selene") existiert nur als Bildschirmprojektion und ward leibhaftig nie gesehen - komischerweise interessiert sich auch niemand dafür; die Rebellen bewerfen vom Mond aus die Erde mit Felsbrocken und haben damit Erfolg - naja, wers glaubt...

Das sind in etwa die dicksten "Klöpse", die Heinlein dem Leser zumutet (deswegen nur ***). "Klassiker" bleibt er natürlich...:-) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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