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Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 05.12.2003
Alexandra Kedves hält sich mit ihrem Urteil über die neuen Kurzgeschichten des "israelischen Szenehirsches" und "weisen Clowns von Tel Aviv" zurück, möchte ihn nicht so richtig loben, kann sich aber dem Charme des jungen Bestsellerautors und seiner wirklich kurzen, wie immer umgangssprachlich verfassten Erzählungen dann doch nicht entziehen. Das Politische allerdings, vermerkt sie bedauernd, komme dieses Mal gegenüber dem "Menschlich-Allzumenschlichen" etwas zu kurz. Viel sei "von amorösen Debakeln die Rede und von der Liebe, der zarten und der hitzköpfigen, der verqueren und der verquälten". Dennoch: In der Kürze ...
© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 03.01.2004
Der neue und abwechslungsreiche Kurzgeschichtenband des israelischen Autor Etgar Keret bringt den Rezensenten Jan Brandt richtig ins Schwärmen. "Intim und gefühlvoll, rebellisch und absurd" findet er diese "kunstvollen, poetischen Miniaturen". Viele Protagonisten Kerets tragen eine "unterschwellige Trauer" mit sich herum, die aber ohne Pathos oder moralischen Hintergrund beschrieben werde, so dass dennoch "alltägliche Begebenheiten" als "durchgeknallte Utopien des Glücks" erscheinen. Doch nicht nur der Inhalt, auch der Erzählstil, gefällt dem Rezensenten: etwa die "rasante und pointierte" Erzählung des Plots und nicht zuletzt das Happy End der meisten Geschichten.
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Alexandra Kedves hält sich mit ihrem Urteil über die neuen Kurzgeschichten des "israelischen Szenehirsches" und "weisen Clowns von Tel Aviv" zurück, möchte ihn nicht so richtig loben, kann sich aber dem Charme des jungen Bestsellerautors und seiner wirklich kurzen, wie immer umgangssprachlich verfassten Erzählungen dann doch nicht entziehen. Das Politische allerdings, vermerkt sie bedauernd, komme dieses Mal gegenüber dem "Menschlich-Allzumenschlichen" etwas zu kurz. Viel sei "von amorösen Debakeln die Rede und von der Liebe, der zarten und der hitzköpfigen, der verqueren und der verquälten". Dennoch: In der Kürze ...
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Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 03.01.2004
Der neue und abwechslungsreiche Kurzgeschichtenband des israelischen Autor Etgar Keret bringt den Rezensenten Jan Brandt richtig ins Schwärmen. "Intim und gefühlvoll, rebellisch und absurd" findet er diese "kunstvollen, poetischen Miniaturen". Viele Protagonisten Kerets tragen eine "unterschwellige Trauer" mit sich herum, die aber ohne Pathos oder moralischen Hintergrund beschrieben werde, so dass dennoch "alltägliche Begebenheiten" als "durchgeknallte Utopien des Glücks" erscheinen. Doch nicht nur der Inhalt, auch der Erzählstil, gefällt dem Rezensenten: etwa die "rasante und pointierte" Erzählung des Plots und nicht zuletzt das Happy End der meisten Geschichten.
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Kurzbeschreibung
"Wenn überhaupt möglich, so hat sich der israelische Bestsellerautor Etgar Keret mit seinen neuen Geschichten selbst übertroffen. Sie sind noch schräger und absurder als bisher, gehen der Frage nach Sein und Schein und was nun die Wirklichkeit ist oder, besser, in welcher Wirklichkeit sich irgendwas abspielt, noch gnadenloser auf den Grund. Könnte man "existentielle Seekrankheit" nennen. Oder einfach lesen.
Klappentext
"33 wirkliche coole, wirkliche kurze Geschichten eines kalkuliert durchgeknallten Autors aus Israel. Sehr gut!!
Allegra
Allegra
"Parabeln für ein paranoides Dasein, brutal, absurd und extrem lustig."
Berliner Zeitung
"Ein Klassebuch ... clevere Storys, raffiniert erzählt, schnell und quecksilbrig, manche zum Kaputtlachen, andere melancholisch, wieder andere mit giftigem Witz."
Frankfurter Rundschau
Über den Autor
Etgar Keret wurde 1967 in Tel Aviv geboren, wo er heute an der Filmakademie Drehbuchschreiben unterrichtet. Mit seinen Erzählungen, Comics und mehreren Dutzend Kurzfilmen hat er die älteren, saturierten Schriftstellerkollegen wachgerüttelt. "Ich bin neidisch", schrieb Yoram Kaniuk in einer Rezension. Von Etgar Kerets Büchern wurden in Israel mehr als 100 000 Exemplare verkauft, 'Pizzeria Kamikaze' steht seit Monaten auf den Bestsellerlisten.Barbara Linner, geb. 1955 in München, studierte Judaistik, Orientalistik und südosteuropäische Geschichte. Sie ist als Übersetzerin tätig.