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Mond über Omaha
 
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Mond über Omaha [Broschiert]

Jean Amila , Helm S. Germer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 211 Seiten
  • Verlag: Conte; Auflage: 1 (22. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936950334
  • ISBN-13: 978-3936950335
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.126.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Stuttgarter Zeitung, 4.11.2005

Amila (1910-1995), einer der Begründer des französischen Roman Noir, stellt dem großen Morden in diesem 1964 entstandenen Text bewusst ein paar scheinbar nichtige Verbrechen entgegen: eine lang zurückliegende Fahnenflucht, einen Fall erschlichener Identität, ein wenig Schieberei bei der Lieferung von Dünger. Aber im Krieg ist Fahnenflucht das am verbissensten verfolgte Vergehen, und so stellt sich die Frage, ob es auch im Frieden noch strafwürdig ist. Den Figuren Amilas bleibt keine Luft zur Reflektion, sie stecken noch Jahrzehnte nach dem Krieg fest in der Qual, den Zwängen, Ängsten und Schuldgefühlen von einst. Das offizielle und ritualisierte Gedenken, verkörpert von der amerikanischen Verwaltung des Friedhofs, trifft auf das private und traumatisierte Erinnern, das im ehemaligen Deserteur Gestalt gewinnt. Der eitert förmlich heraus aus seiner neuen Identität. „Mond über Omaha" betreibt Unruhestiftung, stört den Frieden, der aus dem Vergessen entsteht. Unter Erinnern versteht Amila aber nicht Heldengedenken, sondern das fortwährende Bewusstsein für den Schrecken jener Metzeleien, aus denen die Unterhaltungsindustrie ihre Heldenmärchen raffiniert. Thomas Klingenmaier

StadtRevue Köln Magazin 03/06

(…) Lesen wie Gott in Frankreich kann deshalb weiterhin nur, wer kleine Buchhandlungen besucht und da auch mal in die Ecken der kleinen, na ja, irgendwie linken Verlage guckt. Zum Beispiel der Conte Verlag aus Saarbrücken, der den Klassiker Jean Amila, einen Zeitgenossen von Leo Malet, wieder entdeckt hat. Eine ganze Reihe von Amila-Romanen soll bei Conte erscheinen; „Mond über Omaha“, ein listiger Antikriegskrimi, der zeigt, wie die Weltkriegstraumata Jahrzehnte später in aller Leben nachwirken, macht den Anfang. Ulrich Noller

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Krimi der anderen Art 27. Oktober 2005
Ich habe diesen Roman durch Zufall in die Hände bekommen.

Auf den ersten Seiten wusste ich nicht was das mit einem Krimi zu tun haben soll. Aber mit jeder weiteren Seite hat mich der Roman immer mehr gefesselt. Der Autor hat es verstanden nach und nach die Facetten seiner Figuren zu enthüllen und dies zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.

Dieser Roman war sehr flüssig zu lesen und hat absolut Spass gemacht.

Kann man nur jedem an Herz legen !!! Buch kaufen und loslesen !!!

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Herbert Huber TOP 1000 REZENSENT
Sergeant Steve Reilly und George Hutchins, zwei Kriegsveteranen des 2. Weltkriegs, die in Frankreich hängenblieben, stehen im Mittelpunkt des Romans Mond über Omaha.
Man sollte sich nicht vom ersten Kapitel (Landung der US-Army am Strand von Omaha = Deckname für einen französischen Küstenabschnitt) abschrecken lassen; es ist ein schreckliches Kriegsgemetzel. Der Roman spielt ungefähr 20 Jahre später. Die Amerikaner sind immer noch vor Ort, wenn auch als Bewahrer eines Kriegerfriedhofs. Wie haben die verbliebenen Veteranen die Landung verarbeitet? Jean Amila hat ein paar Überraschungen, teils nach einem Muster des Autorenduos Pierre Boileau und Thomas Narcéjac, parat.
Es ist ein Krimi, gewiss, aber mehr. Es ist ein Nachkriegsroman. Er behandelt das merkwürdige Verhältnis zwischen den Einheimischen und den Besatzern der US-Enklave; damit auch das Aufeinandertreffen zweier Kulturen.
Stilistisch zählt Amila zum »schwarzen Krimi«. Mir scheint, ein Merkmal dieses Genres zu sein, dass der Autor seine Figuren nicht psychologisch tiefschürfend ausarbeitet und sie dann gemäss ihrem Charakter und dem Plot laufen zu lassen. Amila behält alle Fäden in der Hand und lässt an diesen seine Protagonisten tanzen, wie es ihm in den Sinn kommt. Da wird oft kurzerhand eine Entscheidung getroffen, die der Leser nicht erwartet. Gerade das macht den Reiz des Romans aus.
Insgesamt ein spannender Roman mit Krimicharakter. Nicht nur der Schluss überrascht.
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