Der New Yorker Schriftsteller Paul Auster ist einer, der es schafft, den Leser in den Bann seiner Bücher zu ziehen. Man schlägt den Roman auf, fängt an zu lesen und man kann nicht wieder aufhören. Man gräbt sich durch das Buch, es lässt einen nicht wieder los, wobei man nicht weiß warum. Es ist eine einfache Geschichte. Ein Mann findet zu seiner Identität. Es ist auch eine Geshichte der letzten Jahrzehnte der USA. Alles nicht uninteressant. Vor allem auch der Lebensweg des Helden. Aber es ist Paul Austers Stil, mit dem sich die Geschichte so gut lesen lässt. Dieser typische Stil (wie in der New York Trilogie, wie in Mr. Vertigo, wie in Leviathan, und am besten immer auf Englisch lesen), den man mit einem Wort am besten beschreiben kann: Melancholie. Kein Tränendrüsengedrücke, kein stumfer Schwermut, sondern einfach Hingebung zum Vergangenem. Und auf gar keinen Fall zu vergessen: Austers meisterhafte metafiktionale Anspielungen, wie sich der Held zum Beispiel sein Zimmer mit Weltliteratur einrichtet. Kurz und bündig: ein verdammt gutes Buch.