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Anamaria Marinca , Laura Vasiliu , Cristian Mungiu    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Anamaria Marinca, Laura Vasiliu, Vladimir Ivanov
  • Regisseur(e): Cristian Mungiu
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Rumänisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 7. Mai 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 108 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0014D63AI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.263 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Mit seinem intensiven und ergreifenden, von Publikum und Kritikern gleichermaßen hoch gelobten Drama schildert der rumänische Regisseur Cristian Mungiu die Geschichte einer illegalen Abtreibung, gleichzeitig portraitiert er dabei aber auch den Alltag in den letzten Jahren des Kommunismus in seinem Heimatland Rumänien. Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage wurde mit zahlreichen international renommierten Filmpreisen, unter anderem der Goldenen Palme und dem Kritikerpreis in Cannes, sowie dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.

Inhalt

Rumänien 1987. Otilia und Gabita teilen sich ein bescheidenes Zimmer im Studentenwohnheim einer tristen, grauen Stadt. Zigaretten, Seife, Kosmetik, überhaupt alle schönen Dinge des Lebens sind Mangelware, der Schwarzmarkt blüht. Die beiden Freundinnen haben einen schweren Tag vor sich. Gabita ist schwanger, hat den längst fälligen Abbruch viel zu lange hinausgezögert. Verunsichert und verängstigt verlässt sie sich ganz auf die Hilfe ihrer pragmatischen, zupackenden Freundin Otilia.

Da Abtreibung im kommunistischen Rumänien unter strenger Strafe steht, muss der Vorgang wie eine Geheimoperation geplant werden. Mit dem Geld, das sie sich zusammengeliehen haben, bricht Otilia auf, um alles vorzubereiten.

Doch schon der Anfang steht unter keinem guten Stern: Gabita hat telefonisch ein Zimmer reserviert, aber an der Rezeption wird Otilia abgewiesen. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sie in einem teureren Hotel einzumieten – dabei geht mehr als geplant von dem für den Engelmacher zurückgelegten Geld drauf.

Auf der Straße trifft Otilia Mr. Bebe, den Mann, der die Abtreibung durchführen soll. Er ist sauer – Gabita hatte sich mit ihm verabredet, jetzt kommt eine andere, und in dem fremden Hotel muss er seinen Ausweis an der Rezeption hinterlegen. Er ist unverschämt und demütigt die jungen Frauen – aber die sind auf seine Hilfe angewiesen. Als er feststellt, dass Gabita bereits im vierten Monat ist, diktiert er ihnen eiskalt seine Bedingungen: er will Sex mit beiden, sonst lässt er sich nicht auf den Deal ein.

Gabita und Otilia sehen keinen Ausweg – und akzeptieren widerwillig. Anschließend begibt sich der schmierige Familienvater an sein lukratives Geschäft. Der Eingriff wird ohne Narkose mit äußerst primitiven Mitteln durchgeführt, ein risikoreiches Unterfangen. Während Gabita still liegen muss und auf das Einsetzen einer Blutung wartet, macht sich Otilia auf zur Geburtstagsfeier bei den Eltern ihres Freundes Adi. Sie kommt zu spät, die Stimmung zwischen ihr und Adi ist angespannt, sie ist nicht in Feierlaune und fühlt sich in der bourgeoisen Atmosphäre des Akademikerhaushalts unwohl.

Vergeblich versucht Otilia, ihre Freundin im Hotel anzurufen. Nach einem Streit mit Adi bricht sie überstürzt auf. Gabita hat inzwischen eine Fehlgeburt erlitten. Die entsetzte Otilia muss versuchen, den Fötus loszuwerden, und Gabita verlangt, dass sie ihn beerdigt. Die junge Frau irrt durch die Nacht, einsam und verzweifelt. Sie wird das Problem auf ihre Art lösen, pragmatisch. Im Hotel wartet die erschöpfte Gabita im Restaurant, bringt aber keinen Bissen herunter. Der Schock sitzt den beiden Frauen tief in den Gliedern - mit dieser Entwicklung der Ereignisse hatten sie nicht gerechnet. „Lass uns nie mehr darüber reden“, bittet Otilia ihre Freundin.

Produktbeschreibungen

In einem grauen, entsetzlich trostlosen Studentenwohnheim teilen die beiden Freundinnen Otilia (Anamaria Marinca) und Gabita (Laura Vasiliu) ihr kärgliches Zimmer. Als Gabita ungewollt schwanger wird, steht sie vor einem Problem, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt, denn Abtreibungen stehen unter strenger Strafe. Doch gemeinsam mit ihrer Freundin lehnt sich Gabita gegen das unerbittliche Regime auf. Sie leihen sich Geld und machen einen Abtreibungsarzt ausfindig. Allerdings erweist sich Bebe (Vlad Ivanov) als echtes Problem, denn als er feststellt, dass Gabitas Schwangerschaft schon viel weiter fortgeschritten ist als zunächst angenommen, demütigt er die beiden jungen Frauen und fordert nicht nur mehr Geld sondern auch Sex als Belohnung seiner Dienste. Es beginnt eine quälende und erniedrigende Tortur und die beiden Frauen schlittern in ein heilloses

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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anders als die Inhaltsangabe vermuten lässt, geht es bei "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" weniger um das Thema Abtreibung als um das Thema Unterdrückung. Anders jedoch als beispielsweise im deutschen Film "Das Leben der Anderen" verzichtet Regisseur Cristian Mungiu auf die Darstellung des langen Arms des Staates. Lediglich zwei Polizisten sind im Verlauf des Films zu sehen, direkte Akte der Gewalt gegen Zivilisten sogar gar keine. Die Unterdrückung und die Angst lassen sich dagegen in allem anderen finden: in der Trostlosigkeit und Verfallenheit der Gebäude; in der Unfreundlichkeit und im Misstrauen normaler Angestellter; in den unglücklichen, zerfurchten Gesichtern der Hauptdarsteller. Die bittere Atmosphäre des Films ist regelrecht greifbar. Doch auch an anderen Stellen tut er sein Bestes, um den Zuschauer regelrecht wahnsinnig vor Verzweiflung zu machen. Man nehme die minimalistische Kamerarbeit - viele der Szenen bestehen aus meist nur einer einzigen Einstellung, die sich in den unangenehmsten Momenten nicht einen Millimeter bewegt. Minutenlang verharrt die Kamera an derselben Stelle, sodass man regelrecht gezwungen wird, hinzusehen, obwohl man sich am liebsten bereits zur nächsten Szene abgewandt hätte.
Dies wird durch kalte Dialoge untermauert, die die Hilflosigkeit der Protagonisten nüchtern darlegen. Es macht keine Freude, sich "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" anzusehen, und dennoch kann man nicht die Augen von diesem Film lassen, sitzt vor Schrecken erstarrt vor dem Fernseher. Die düstere Stimmung eines Terrorregimes über einen Film so auf den Zuschauer zu übertragen, das ist eine ganz große Leistung und garantiert eine Goldene Palme wert!

Interessanterweise liefert der Film tatsächlich keinerlei Argumente für oder wider das aktuelle Thema der Abtreibung. Die Prozedur wird zwar in all ihren unangenehmen Details gezeigt und auch das Ergebnis bleibt dem Zuschauer nicht erspart, aber eine Diskussion regt der Film nicht an. So ähnlich dürfte illegale Abtreibung jedoch in jeder Nation stattfinden, die sich gesetzlich dagegen ausgesprochen hat - und so gesehen liefert der Film dann doch ein definitives Argument dafür.

Liebhabern des europäischen Kinos sei "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" daher sehr ans Herz gelegt, und auch allen anderen, die eine raue, emotionale Belastungsprobe nicht scheuen. Eine Tortur mag der Film sein, aber eine wichtige, will man das Wirken repressiver Systeme verstehen und erinnern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von esc
ein film auf den man sich einlassen muß, denn er beginnt langsam, mit langen einstellungen und tristen bildern in einem rumänischen studentenheim. die handlung bekommt aber einen solchen sog und eine spannung und wird hauptsächlich von den großartigen schauspielerinnen getragen. interessant ist über den film ein bißchen nachzulesen: die distanzierte kameraführung und die langen einstellungen spiegeln das trieste leben und die einschränkungen der menschen im rumänien der ceausescu-zeit. die figuren sind keine sympathieträger aber haben eine ungeheure wirkung! das zentrale thema der verbotenen abtreibung ist im grunde nur ein mittel um die situation der menschen darzustellen, denn ich halte den film für keinen abtreibungsfilm. man sollte den film als beobachter ansehen, ohne zu werten, dann hat man am meisten von diesem kunstwerk. ich denke er wurde zurecht mit der goldenen palme ausgezeichnet!
mich erinnert er auch ein bißchen an die bücher von herta müller, so stelle ich mir deren stimmung vor. fazit: einfach beeindruckend!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schockierend ehrlich 13. Mai 2010
Von zopmar
Der 1. Teil ist der Ausgangspunkt der Handlung: zwei Freundinnen haben eine Abtreibung in einem Hotelzimmer arrangiert. Die eine, die Leidtragende, die andere, Otilia, die Aktivere. Hier ziehen uns die unheimlich langen, wortlosen Szenen mit hinein in das Geschehen und setzten erste Denkanstösse.
Im 2. Teil läuft das Kontrastprogramm: eine Familienfeier. Alles quatscht sinnfrei durcheinander, singt und säuft. Mittendrin die schweigende Otilia. Der Zuschauer wird gezwungen zu erkennen, was ihr durch den Kopf geht, während die Worte an ihr vorbeirauschen - alles, nur nicht wie man Kartoffelpuré macht.
Dann im 3. Teil kommt die Auseinandersetzung mit ihrem Freund. Hier werden wenn auch nur hypothetisch die unterschiedlichsten Ansichten hinsichtlich einer möglichen Abtreibung bei ihnen deutlich und damit wächst die Distanz zwischen ihnen. Es entsteht eine Atmosphäre der klaustrophobischen Angst, besonders bei der Entsorgung des Fötus: es ist Nacht, man fühlt sich beobachtet, die Kamera ganz dicht dran, wackelt hinterher. Und wenn man dann noch die die Situation unter Chaucescu mit seiner Securitate im Hinterkopf hat, wächst sich das zu einem menschlichen Albtraum aus.
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Amazons "Inhalt" sollte nicht Inhaltsangabe des gesamten Films sein! 0 15.03.2009
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