Bereits seit 1997 existiert das Black Metal Trio um Drakhian, den Gitarristen und Kopf des Gespanns. Ganze vierzehn Jahre später stehen die Franzosen allerdings erst mit dem Debüt vor der Tür, wo noch der verwunderliche Fakt mitmischt, dass Griffar das vorliegende Album bereits 2007 fertiggestellt haben. Grund war die Suche nach einem Vertriebspartner den sie nun endlich mit Non Serviam Records (Niederlande) gefunden haben. Mit Blick auf die lange Wartezeit zu "Monastery" fällt das Resultat eher etwas enttäuschend ab. Ein, wie persönlich eigentlich erwartet, "Newcomer"-Stern erscheint mit der ersten Langrille zumindest nicht am Firmament. Sei`s drum, ebenso wenig hört sich das Album nach Musik an, die ein paar unwissende Laien produziert hätten. Dem ist ja auch nicht so, wenn man mal einen Blick auf das Trio wirft. Zuletzt saß Drummer Alsvid für Enthroned an der Schießbude und Gitarrist/Bassist Drakhian hat bereits Unterstützung für die Szenenlegende Taake abgegeben...beides spricht für hohe Qualifikation. Ausnahme ist Fronter Hellskrim, welcher allerdings auf "Monastery" mit seinem fortschrittlichen Gekeife zeigt dass er sich hoch über dem Standard manifestiert hat. Dementsprechend agieren Griffar technisch versiert und fertigen ein rasiermesserscharfes Fabrikat an, welches durch Doublebase-hämmerndes Drumspiel und einem ordentlichen Gewicht fetzig schneller und dennoch differenzierter Riffs besticht. Letztere Eigenschaft beinhaltet auch die Produktion und Soundqualität, welche sehr die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und das Hörerlebnis in eine sehr angenehme Richtung manövriert.
Man kann nicht umher zu behaupten, dass die bisherige Beschreibung der Musik doch stark für sich spricht. Wo man sich nur sehr dran stören dürfte ist die Tatsache, dass das Trio das unmelodische Black Metal Korsett doch unvorteilhaft eng geschnürt hat. Es fehlen vereinzelte Eigenschaften welche den Songs ihren Geist verleihen, so tönt der Titeltrack "Monastery" ähnlich wie der Opener "Blessed In Lava" und so folgend verhält es sich auf diesem Output auch sonst. Nicht mal phasenweise kommt hier Abwechslung ins Spiel welche das Geschehen interessanter klingen lassen würde. Die Musik hat keine Gelegenheit sich im Ohr zu entfalten um längerfristig im Kopf zu bleiben. So entpuppt sich nur beim gegenwärtigen Hören der Gedanke man fände daran gefallen. Die Tracklist fährt zumindest nicht zwangsläufig die Begeisterung auf, schnell nochmal zur Playtaste zu greifen.
Bei flüchtigem Lauschen klingt das ganze sehr überzeugend doch hätten die Jungs in der vielen Zeit die dieses Album abverlangte mal tiefer in die Songwritingkiste gegriffen wäre daraus ein ultimatives Erschaffen einer neuen Black Metal Perle gereift, welche auch auf längere Distanz ihr Werk vollzieht. Doch so erbittert es klingen mag ist die Vielschichtigkeit hier vermehrt ein kleiner Griff ins Klo.
Fans von Konsorten a la Immortal, Naglfar, Dissection oder Necrophobic können sich hier dennoch versuchen, denn im Einzelnen klingen die Stücke zumindest nach solidem Black Metal. Doch selbst diese dürften ausgewachsenere schwarze Klangkunst von beispielsweise eben genannten Utopisten des Genres gewohnt sein.