Wellesley, das kleine, alterwürdige College für reiche und begabte Mädchen, liegt im Herzen von Massachusetts. Mitten in den konservativen Fünfziger Jahren regieren dort Traditionsbewusstsein und die Angst vor jeglichen Veränderungen. Katherine Watson, eine junge, unabhängige Frau aus Los Angeles, wird dort 1953 zur neuen Dozentin für Kunstgeschichte berufen. Doch eigentlich möchte sie viel mehr unterrichten: Sie möchte ihren Schülerinnen zeigen, wie man selbstständig denkt und handelt, und wie man sich von den Zwängen der Erwartungen anderer befreit. Der Streit, den sie nicht nur mit Schulleitung und Schülerinnen führt, ist vorprogrammiert.
"Mona Lisas Lächeln", von Autorin Deborah Chiel nach dem Drehbuch von Lawrence Konner und Mark Rosenthal geschrieben, ist die Geschichte einer Frau, die sich aufmacht, gegen veraltete Weltsichten und überholte Anschauungen zu kämpfen. Dass Frauen nur zum Verheiratetwerden aufs College gehen und nur für einen guten Eindruck ihren Abschluss machen, will und kann Katherine Watson nicht akzeptieren. Doch eigentlich sucht die starke Frau ihren eigenen, richtigen Weg durchs Leben. Denn sie selbst ist unsicher, ob ihr Freund Paul der Richtige für eine Heirat ist. In Wellesley treffen zwei konträre Weltanschauungen aufeinander.
Mit Julia Roberts in der Hauptrolle der Katherine Watson hat die hervorragende Verfilmung "Mona Lisas Lächeln" eine erstklassige Besetzung zu bieten. Leider kämpft der Roman mit dem Problem, dass die Übergänge von einer Szene zur nächsten, die als Schnitte im Film selbstverständlich und nachvollziehbar sind, hier zu dem Gefühl einer überblätterten Seite führen. Ansonsten steht das Buch mit seiner Geschichte über eine starke Frau, die gegen Tradition und Verbohrtheit für eine neue Sichtweise eintritt - und am Ende auf ganz eigene Weise siegt, dem Film in nichts nach.
"Mona Lisas Lächeln" ist ein gefühlvoller Roman "für alle, die je davon geträumt haben, ihr Leben zu verändern"!