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am 7. September 2010
Es beginnt mit Nat King Coles Ballade über eine rätselhafte Frau: "Do you smile to tempt a lover, Mona Lisa? Or is it your way to hide a broken heart?" Und schon werden wir in die Geschichte des Kleinkriminellen George (Bob Hoskins) hineingezogen. Nach seiner Haftentlassung findet er zunächst kaum Halt, seine Frau verstößt ihn und verbietet ihm den Kontakt zur gemeinsamen Tochter, seine ehemaligen Kumpels können nichts mit ihm anfangen, lediglich sein alter Freund Thomas ("Fitz" Robbie Coltrane), ein Krimifreund und Liebhaber skurriler Kunst, nimmt ihn bei sich auf. Schließlich lässt ihm sein früherer Boss Mortwell (Sir Michael Caine), der inzwischen Karriere im Rotlichtmilieu gemacht hat, einen Job als Fahrer des Luxus-Callgirls Simone (Cathy Tyson) zukommen. Zunächst giftet George, enttäuscht von diesem Chauffeurjob, Simone als "schwarze Nutte" an, aber allmählich entwickelt sich zwischen dem plumpen George und der glamourösen Simone eine Vertrauensbeziehung. Simone genießt, dass George sie als Mensch und nicht als Sexualobjekt wahrnimmt. Sie zieht ihn ins Vertrauen und bittet ihn, für sie eine ehemalige Freundin ausfindig zu machen. George begibt sich im nächtlichen London auf eine deprimierende Odyssee durch die vermeintlichen "Freudenhäuser". Zwar gelingt es ihm, das Mädchen aufzuspüren, aber Mortwell und Simones ehemaliger Zuhälter sind George längst auf der Spur.

Der ganze Film ist von einer tiefen Melancholie durchdrungen. Die Szenen in London spielen vor allem nachts, der Eindruck des herbstlichen Brightons zum Schluss des Films verstärkt die Empfindung. Die präzise Charakterisierung zeigt uns mit dem verliebten George eine ungemein sympathische Identifikationsfigur. Michael Caine lässt immer mehr eine nur schwer zu verschleiernde Gewalttätigkeit durchschimmern. Zwar bewegt er sich im Milieu reicher Geschäftsleute, aber sehr schnell wird klar, wie er zu seinem Wohlstand gekommen ist. Er verschafft seinen "Geschäftspartnern" passende Gespielinnen, um sie durch Aufdeckung ihrer Vorlieben erpressbar zu machen. Robbie Coltrane ist für die raren Momente absurder Komik zuständig. Lediglich die Figur der Simone bleibt rätselhaft - bis zum bitteren Schluss.

Die Szenen, die George während seiner Recherchen in der Unterwelt zeigen, bedrücken zudem durch die nur schwer erträgliche Darstellung der Lieblosigkeit und Gewalt in der Welt der käuflichen Liebe. Sein Aufenthalt in einer schäbigen Peepshow ist an Tristesse kaum zu überbieten, statt Erotik nur geschundene Frauen und eine keifende Bedienung. Einmal lädt George eine verprügelte, minderjährige Prostituierte zu einem Eis ein, die jedoch kurz darauf, ihn verhöhnend, ins Auto ihres Zuhälters steigt. In manchem ist "Mona Lisa" die britische Variante zu "Taxi Driver", allerdings mit dem Unterschied, dass die Gewaltexplosion hier nicht durch George verursacht wird. Vielmehr verursachen Gewalt und Enttäuschung bei George eine Katharsis, die ihn letztlich läutert und aus ihm einen besseren Menschen macht. Tatsächlich ist das Ende trotz seiner Melancholie versöhnlich.
Gelegentlich blitzt ein skurriler Einfall durch die düstere Geschichte, beispielsweise entdeckt George mitten in der Stadt ein weißes Pferd, nachdem er sich mit Thomas über einen Krimi unterhalten hatte, in dem ein Pferd vorkommt.
"Mona Lisa" ist eine von 23 Produktionen der "Handmade-Films", jener legendären, von George Harrison gegründeten Produktionsfirma, die in den 1980er Jahren maßgeblich den britischen Film mitprägte (u. a. "Der Missionar", "Rififi am Karfreitag"). Für Neil Jordan war "Mona Lisa" der endgültige Durchbruch als Regisseur. In "The Crying Game" (1992) variiert er das Thema von Einsamkeit und einer unmöglichen Liebe, erweitert um eine politische Dimension. Auch in Hollywood hat er längst Fuß gefasst ("Interview mit einem Vampir").

Eine Anmerkung zur FSK-Einstufung: Anders als in Großbritannien (dort ist er ab 15 Jahre zugelassen) hat der Film in Deutschland keine Jugendfreigabe. Zwar behandelt der Film Themen wie Prostitution, Homosexualität und Sadismus, allerdings gibt es weder Sex- noch Nacktszenen und die Gewaltszenen sind nicht explizit und vergleichsweise sparsam eingesetzt. Die sadistischen Praktiken der Freier werden ebenfalls nur angedeutet, wenn z.B. vom entsetzten Gesicht einer jungen Frau auf seltsame Injektionsnadeln geschnitten wird.
Der Film verfügt über einen Audiokommentar von Regisseur Neil Jordan, optionale deutsche Untertitel (für den Film, nicht für den Kommentar), den Originaltrailer, Trailer zu anderen Handmade-Filmen, Biografien der Beteiligten in Texttafeln, eine Bildergalerie und die Dokumentation "The Handmade-Story" (auf Deutsch, 25 Minuten). Kurioserweise sind auf meiner DVD-Hülle der Name von Anthony Hopkins und ein Bild von David Hemmings, die beide nicht im Film mitwirken.

Fazit: Eine melancholische Ballade, die trotz der teilweise drastischen Schilderung im Prostituiertenmilieu, durchaus herzerwärmend daher kommt. Traurig, schön, mitreißend. Ein Lieblingsfilm.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. August 2009
Neil Jordans 80er Jahre Thriller beginnt mit Nat King Coles wunderbarem gleichnamigen Songklassiker und steht wie auch das berühmte Ölgemälde von Leonardo da Vinci für "die Schönheit" der Frau.
"Mona Lisa, Mona Lisa haben Männer dich genannt, du ähnelst so sehr der Dame mit dem verzauberten Lächeln. Lächelst du, um zu verführen, Mona Lisa? Oder versteckst du so dein gebrochenes Herz?"
...so in ungefähr die deutsche Übersetzung der Lyrics.
Der Film entstand 1986. Eine Zeit, die man zu Recht als Höhepunkt des britischen Films ansehen kann - Mitte der 90er ebbte die Euphorie um das "New British Cinema" dann wieder etwas ab. In keinem Zeitraum vorher und nachher war der zwar schon immer geschätzte britische Film so sehr Markenzeichen für ausserordentliche Qualität mit hohem Anspruch.
Es entstanden Klassiker wie "Mein wunderbarer Waschsalon". "Prick up your ears", "Sammy und Rosie tun es" von Stephen Frears, "Der Kontrakt des Zeichners" von Peter Greenaway, "Wish you were here" von David Leland, "Nackt" von Mike Leigh oder "Riff Raff" von Ken Loach, um mal einige der Besten zu nennen.
Mein absoluter Favorit in dieser sparte ist allerdings Neil Jordans "Mona Lisa". Ein faszinierender Neo Noir, dem es genauso wie Polanskis Ausnahmefilm "Chinatown" gelingt, eine unvergessene, faszinierende wie tragische Femme Fatale zu inszenieren.
Es ist die Geschichte der schönen und stolzen Prostituierten Simone (Cathy Tyson), die ein Geheimnis mit sich trägt.
Und ebenso die Geschichte des Ex-Knackis George (Bob Hoskins), der entlassen wurde und in der Freiheit merkt, wie stark er gescheitert ist.
Seine Frau will nichts mehr von ihm wissen, die Tochter darf er nicht sehen. Er kriegt aber einen Job bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, dem Gangsterboss und Dreckskerl Mortwell (Míchael Caine) aus Soho.
Der heuert ihn als Fahrer für sein exklusivstes Luxuscallgirl an, so fährt George sie durchs nächtliche London an ihre Einsatzorte und fungiert als Bodyguard für die undurchsichtige Schöne.
Nach anfänglicher Antipathie entwickelt sich bei beiden Aussenseitern eine gewisse Zuneigung und Nähe. Bald bittet die verzweifelte Simone George um einen Gefallen. Er soll nach ihrer verschwundenen oder untergetauchten früheren Bekannten Cathy (Kathe Hardy) suchen, die ebenfalls im Rotlichtmilieu arbeitet....
Für mich ist Neil Jordans Film ein Meisterwerk der 80er Jahre. Eine sehr bewegende, aber auch dunkle und abgründige Geschichte über die Beziehung zweier einsamer Seelen inmitten einer pulsierenden, kalten Metropole.
Bob Hoskins und Cathy Tyson spielen ihre Rollen grandios und so emotional, dass es wirklich packt.
Es sprangen einige Oscar-, Golden Globe- und BAFTA Nominierugen dabei raus, leider gewannen aber andere. Dabei hätten es beide verdient gehabt bei der Oscar-Verleihung triumphieren zu dürfen. Aber Cathy Tyson wurde nicht mal nominiert....
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am 3. Januar 2014
Zur Einstimmung auf diese menschelnde Krimikomödie gibt’s den Titelsong von Mr Supersamtstimme Nat King Cole. Dann sehen wir über weite Strecken wie der Exknacki George (Bob Hoskins) die Edelnutte Simone (Newcomer Cathy Tyson) zu ihren Einsätzen fährt.
Von den Promis ist Michael Caine der Böseste und Robbie Coltrane der Knuffigste. In den teils recht witzigen Dialogen kommen sich George und Simone natürlich näher, geraten aber auch immer tiefer in den mafiösen Sumpf um sie herum. Ein kleines menschliches Drama ist in ein Gangstermilieu eingebettet mit allem was dazu gehört. Nur die gemeinsame Bettgeschichte dieses äußerst ungleichen Pärchens fehlt. Nach einer Hetzjagd sind alle Bösewichte tot, George muss noch kurz schlucken, als sich Simone als mögliche Lesbe outet und mit einer Leichtigkeit, wie sie sonst nur Franzosen oder Italienern eigen ist, endet der Film.
Zuvor hat Neil Jordan einige emotionale Akzente gesetzt: George mit rauer Schale und weichem Kern langt schon mal richtig hin. Ansonsten ist er brav und frei von jedem modischen Outfit. Eher der Spießer-Typ. Von Simone als Entspannungsgehilfin und Wunscherfüllerin sieht man fast nichts. Sie gibt den fast erloschenen aber immer noch leise brodelnden Vulkan. So wird Komik mit Spannung verbunden. So überwiegen die Emotionen gegenüber der Hau-Drauf-Mentalität und gestatten einen ganz anders als erwarteten Schluss. Selten gut.
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am 26. März 2007
So auch hier in diesem Frühwerk des Regisseurs Neil Jordan ("Zeit der Wölfe", "Interview mit einem Vampir", "Michael Collins"), - der es ebenso wie sein Kollege Tim Burton versteht, durchaus anspruchsvolle wie auch manchmal leicht unterhaltende Themen filmisch umzusetzen, aus dem Jahre 1986. Die relativ simple Story ist abgewandelt schon in anderen Filme so dagewesen und auch ziemlich schnell grob erzählt.

Ein kleiner Gelegenheitsgauner kommt nach einige Jahren, - dh. die er absitzen mußte, weil er nach einem schiefgelaufenen Coup seine Mittäter nicht ans Messer geliefert hat, wieder aus dem Knast. Und steht erstmal völlig ohne weitere Perspektiven da. Versuche, wieder in sein früheres Leben zurückzufinden, verlaufen erfolglos.

Seine Frau gibt ihm zu verstehen, da es aus ist. Und er sich auch gefälligst vom gemeinsamen Kind fernzuhalten hätte.

So bleibt ihm nichts anderes übrig, als wieder Kontakt zu seinem alten Umfeld zu knüpfen. Und er stellt sich bei einem seiner ehemaligen Kumpane vor. Der inzwischen allerdings zu einem kleinen Gangsterboss aufgestiegen ist und aus Annerkennung für seine Loyalität auch gleich einen guten Job für ihn hat. Als Fahrer - Transporteur von gewisser wichtiger Fracht.

, - spätestens ab hier dürften kundigen Filmfans einige Parallelen zu "the Transporter" mit Jason Statham bereits auffallen. Ob nun so beabsichtigt, sich bei der Handlung dieses Films u.a. auch hier etwas orientiert wurde, ist dabei aber eigentlich nicht so wichtig und auch eher nebensächlich, -

An seinem ersten Arbeitstag wird (Bob Hoskins) ihm dann allerdings recht schnell klar, um was für eine wichtige Tätigkeit es sich nun in Wahrheit handelt. Chauffeur für eine Prostituierte (Cathy Tyson), die Hausbesuche macht und kleinere Botengänge bzw. Wege erledigen, - soviel zum Respekt.

Mehr soll hier erst einmal nicht verraten werden, auch, um für Zuschauer, die diesen Film nicht bereits schon durch Free - TV Ausstrahlungen oder noch von VHS Kassette her kennen / besitzen, nicht bereits alles aufzulösen. Und somit der Grund, - sich das ganze wenigstens selbst 1x an zu schauen, hinfällig geworden ist.

Bob Hoskins beweißt auch hier, - ebenso wie wschl. bereits Joe Pesci, wieder einmal, das er hervorragend für solche klassischen Underdog - Rollen als ewiger Verlierer geradezu bestens geeignet ist. Womöglich auch, durch die Körpergröße ?

Kann aber genauso in komödiantischen Charakteren mit etwas ernsthafteren Anstrich ("Meerjungfrauen küssen besser", - "der Gefallen, die Uhr und der sehr große Fisch", "der Chaoten Cop") immer wieder durchaus überzeugen.

Auch ist es nochmal toll, Michael Caine ebenso wie bereits bei "auf brennendem Eis" als echten Fießling mit zu erleben.

Das einzige Manko ist aber, - obwohl dies die FSK - 18er DVD sein soll, wird hier eine geringere Lauflänge als 104 Minuten wie bei der bereits früher erhältlichen VHS - Fassung angegeben.

, - Anmerkung zur FSK 16er - VHS Fassung dazu bei ofdb: im Finale um 3 Sekunden zensiert, -

Deshalb, - dh. aber mehr für Fans und Sammler, lediglich nur als Ausleihtip zu empfehlen. Erwähnenswert wäre vielleicht noch der durchaus gelungene, schlichte und somit auch wunderbar zum Film hier passendende Soundtrack (u.a. Phil Collins).
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am 28. Mai 2010
Habe mir den Film "Mona Lisa" aufgrund der guten Bewertungen bestellt.
Tja, ich finde die schauspielerischen Leistungen, u.a. von Bob Hoskins sehr gut.
Was mich verwundert, daß dieser Film ab 18 Jahre freigeben ist. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Kurz und gut, der Film ist gut aber kaufen würde ich mir die DVD nicht mehr. Aber zum Ausleihen zu empfehlen.
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