Nach einer interessanten Rezession im Rundfunk schien es mir eine interessantes Buch mit einer einmal anderen Geschichte. Das zeigte sich auch auf den ersten 20 Seiten, aber dann stürzte es ab. Die Geschichte und die Handlung sind sehr dünn, die dargestellten Charaktere völlig flach und langweilig und ewig irgendwelche Tabletten schlucken. Der Autor verliert sich in Details und Beschreibungen des Öffnens von Weinflaschen, Einkauf und Zubereitung von Lebensmitteln, die den Leser in geistige Paralyse versetzten. Von der Zusammenfassung glaubt man einen kriminalistisch angehauchten Roman in der Hand zu halten, aber die Geschichte mit den Giftpilzen und dem Fön in der Wanne ist zu sehr gekünstelt und erinnert eher an Kalle Blomquist, dessen Geschichten mehr Witz haben. Wenn es sich um eine Satire handeln soll, so fehlt ihr jeglicher Bezug zur Realität und Ironie. Dass die Handlung dann in Frankreich und nicht mehr in Bukarest weiter geht kann man mit dem Hinweis auf einen Großauftrag eines Protagonisten nicht glaubhaft nachvollziehen.
Also, was soll das Ganze? Zeitvertreib nur wenn man wirklich schon alle Bücher in seinem Regal gelesen hat und im Fernsehen nichts Vernünftiges kommt.