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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schade,..., 17. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
... dass Pink Floyd Alben immer im Kontext zu den Vorgängeralben bewertet werden. Um es vorweg zu sagen: AMLOR ist auch nicht gerade mein Lieblingsalbum der Band und es erreicht nicht annähernd die Dichte und die düstere Atmosphäre von WYWH oder Animals. Es fehlt auch das Experimentelle, für das Pink Floyd (R.Waters) immer standen. Und während die Platten bisher (zumindest ab Ummagumma) immer als Gesamtwerk gesehen werden mussten hat man hier einigermassen radiotaugliche Lieder aneinander gereiht. Diese sind aber alles Andere als schlecht. Das muss einfach mal gesagt werden, vor allem mein Liebling Sorrow beschliesst ein perfekt durchproduziertes Album mit der von PF gewohnten Schwermütigkeit. Dieser Platte 5 Sterne zu geben wäre ungerecht gegenüber früheren Meisterwerken, aber 3 sind einfach zu wenig.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Laut, poppig, unspannend - aber dennoch irgendwie Pink Floyd, 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Roger Waters hatte Pink Floyd mit "The Wall" und "The Final Cut" in eine Sackgasse manövriert. Künstlerisch keine schlechte Richtung, aber mit dem Sound Mitte der 70er hatten diese beiden textlastigen Konzept-Alben längst nichts mehr zu tun. Es ist daher nur verständlich, dass dieses Post-Waters-Werk unter der Regie von David Gilmour ganz anders klingen musste als die beiden vorherigen Studiowerke: wieder mehr Song-orientiert, wieder mit mehr sphärischen Gitarren- und Keyboard-Klangwelten, so wie einst zur Glanzzeit der Band. Leider konnte diese Besinnung auf alte Tugenden nicht verhindern, dass der Band ohne Roger Waters die gesamte Kreativität und das Experimentelle verloren ging. Man merkt "A Momentary Lapse of Reason" einfach zu deutlich an, dass hier jemand krampfhaft versucht, den Erfolgsweg einzuschlagen. Gilmour hatte damals selbst zugegeben, dass dieses Album ein enormes finanzielles Risiko darstellte - ein Risiko, was man offenbar bei der Umsetzung zu minimieren versuchte. Auch ist übermittelt, dass die Plattenfirma die erste Version der Aufnahmen ablehnte, weil sie nicht "floydianisch genug" klangen. Wie bei keinem anderen Floyd-Album zuvor dirigierte hier also der Kommerz die Musik und blockierte die Angst vor dem Fehlschlag die Kreativität. Und so klingt auch das Ergebnis. Konzept? Fehlanzeige. Songs? "Learning to Fly" und "On The Turning Away" sind nur nette Radio-kompatible Pop-Songs ohne Tiefgang, "Sorrow" kann immerhin dank Gilmour's Gitarrenspiel punkten. Dazwischen gibt es jedoch nur langweiliges Füllmaterial, teils im kalten 80er-Flair, teils ungewohnt laut, aber vor allem des mehrfachen Hörens nicht wert. Eingespielt wurde das Werk überdies von einer ganzen Reihe Musiker, was die Verwendung des (gerichtlich erkämpften) Bandnamens auch noch zusätzlich fragwürdig erscheinen lässt. Dennoch: ein Pink-Floyd-Album darf immer noch mit anderen Maßstäben gemessen werden, auch wenn dieser Markenname in diesem Fall äußerst umstritten ist. Daher gibt es von mir 3 Sterne im Sinne von "Sie bemühten sich...". David Gilmour wäre aber besser beraten gewesen, hätte er seine Ideen damals in ein Solo-Album einfließen lassen. Sicherlich, wahrscheinlich wäre der Erfolg ausgeblieben. Aber immerhin hätte das Qualitätsmerkmal Pink Floyd ein paar Schrammen weniger abbekommen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kreative Rückschau, 6. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
,A Momentary Lapse Of Reason' ist das erste Werk nach dem Ausstieg von Waters, bei dem Gilmour ganz auf sich selbst gestellt ist und er auch auf die kontinuierliche Unterstützung von Mitkomponist Wright verzichtet. Aufs erste Hinhören gibt es da wenig Neues: dröhnende Keyboard-Sounds, die altbekannten Akkordwechsel, Geräuscheffekte (die bei Pink Floyd so schon öfter da waren), das Thema Krieg und Zerstörung (wie in den Platten vorher). Die Gesangsmelodien klingen nichtssagend und einfallslos, der Rote Faden (der offenbar vorhanden ist) ist nicht wirklich greifbar. Zeichnet sich dafür wirklich der verantwortlich, der so tolle Songs wie ,Wish You Were Here' und ,Comfortably Numb' mitgeschrieben hat? In weiten Teilen klingt AMLOR nicht einmal so originell wie Gilmours Soloplatten, die ungleich erfolgloser blieben - wahrscheinlich weil dort nicht der Firmenname ,Pink Floyd' auf dem Cover stand. Für einen langjährigen Fan (wie mich) ist die Platte zunächst enttäuschend, trotz einiger toller Momente. Sicher, Gilmour spielt göttlich Gitarre, er war für viele seiner Zunft Vorbild in Reduktion, Sensibilität und Ausdruck - doch kann das reichen? Nachdem ich mich einigermaßen mit den kreativen Einbußen versöhnt hatte, fand ich doch noch einiges, was mir AMLOR attraktiv erscheinen ließ: die elektronische Perkussion etwa, der Ruderschlag am Anfang, der Einsatz des Vocoders in ,The New Machine'. Allerdings bleiben das alles nur Einzelheiten, die wie Zitate aus früheren Alben der Gruppe wirken. Wie eine kreative Rückschau auf die Zeit mit Waters mutet das an, nicht ohne Wehmut und das Wissen um den Verlust. Würde vielleicht noch das ,Echoes'-Tropfen auftauchen, könnte Gilmour mich davon überzeugen, dass das alles absichtlich und bewusst geschah, etwa als Resümee der Vergangenheit. So bleibt doch alles seltsam unentschieden, irgendwie leer und flach. Entsprechend muss meine Bewertung ausfallen: Ganz nett, doch es reicht irgendwie nicht.
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