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Momentary Lapse of Reason
 
 

Momentary Lapse of Reason [Import]

Pink Floyd Audio CD
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Musik

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Pink Floyd - Viral

Biografie

Pink Floyd ist eine 1964 gegründete britische Rockband. Mit ihrer Musik und der klanglichen und visuellen Gestaltung ihrer Platten und Bühnenauftritte schuf sie, begleitet von großem kommerziellen Erfolg, einen unverwechselbaren und völlig neuartigen Stil. Weltweit wurden mehr als 300 Millionen Alben von Pink Floyd verkauft.

Unter der Regie des Sängers und Gitarristen Syd Barrett gehörte die Band… Lesen Sie mehr im Pink Floyd-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (25. Oktober 1990)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Sony
  • ASIN: B00000269J
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 613.874 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Hatte Anfang 1987 das durch Fandreistigkeit erworbene Glück, Pink-Floyd-Drummer Nick Mason anlässlich des "1st International Art Rock Festivals" kennenlernen und ihm ein paar Fragen stellen zu dürfen. Das Schlagzeug durfte ich ihm nicht von der Bühne tragen helfen: "No, it s too heavy for you!", wohl aber erzählte er mir freimütig und und zu meinem Erstaunen die bis dato der hiesigen Presse wohl verschwiegene Tatsache, dass Pink Floyd sehr wohl existierten und sogar "next year" einige Konzerte in Deutschland bestreiten würden. Auf meine Frage nach dem damals von mir als genialen Kopf der Band betrachteten Roger Waters meinte er lapidar: "No, without Roger! Just David, Rick and me!" Als er mir dann noch bereitwillig ein paar Eintrittskarten signierte und der ebenfalls anwesende, sichtlich amüsierte, ehemalige 10cc-Gitarrist Rick Fenn ein Bild von Mason, ein paar Freunden und mir knipste, war das Wochenende eines aufstrebenden jungen Pink-Floyd-Fans definitiv gerettet! Es war für uns damals, als hätte ein Untergott persönlich zu uns gesprochen! Ein wenig peinlich berührt war ich, als ich lange Jahre später in Masons amüsantem Pink-Floyd-Buch nachlesen durfte, wie er sich allgemein zur immer wieder erlebten Dreistigkeit einiger Fans äußerte. (Ösi-Trompeter Michael M., der ebenfalls gerade hinter der Bühne war, drohte mir damals sogar auf klardeutsch damit die Polizei zu rufen, falls wir nicht sofort verschwinden würden. Aber hey - ich war jung, und ich war ein Fan!)

Ich wusste, die Eltern eines Freundes haben einen richtigen CD-Player, ich kaufte mir jedoch am Tag des Neuerscheinens die Schallplatte. Man muss sich vorstellen, meine Begeisterung für Pink Floyd war seinerzeit noch völlig ungetrübt, ich hatte bisher David Gilmour 1984 live gesehen - und dann, Anfang 1987, Nick Mason, bei einem wohl als eher experimentell einzustufenden Auftritt. Wirklich Schlechtes existierte von Pink Floyd seinerzeit noch gar nicht, sogar Waters "Pros and Cons of Hitch Hiking" (1984) war, vom Titelsong abgesehen, Eric Clapton sei Dank ja noch irgendwie richtig gut. Und auch an Gilmours "About Face" (1984) gab es musikalisch nichts auszusetzen. Rick Wright s/Dave Harris Pop-Platte "Zee - Identity" war immerhin, verglichen mit sonstigem 80er-Müll, erträglich.

Und dann das: Eine Platte von der Qualität: "Japanischer Supercomputer komponiert Pink-Floyd-Platte". Während des ersten Anhörens war klar, dass der erste Titel "Signs of Life" an den Anfang von "Shine on You Crazy Diamond" anlehnte, und zwar in der Art wie ein unvorbereiteter Alleinunterhalter mit Entertainer-Keyboard dies bei Hochzeitsfestivität tun würde, wenn ein angetrunkener Gast mit glasigem Blick ankäme, um sich "Spiel mal irgendwas Pink-Floyd-Mäßiges" zu wünschen.

"Learning to fly" klang dann plötzlich wie von einem zeitgenössischen Genesis-Album, nur ohne die Stimme von Phil Collins (kam aber beim Live-Soundcheck 1988 in Mannheim durchaus eindrucksvoll rüber, funktionierte live also besser als von Platte).

"Dogs of War" ist für mich DER Titel schlechthin für die Mülltonne (damit stimme ich keineswegs mit Gilmour überein, der sich mehrfach ähnlich abfällig über "Atom Heart Mother" äußerte). An 80er-Jahre-"Overprocessing" nicht mehr zu überbieten.

"Sorrow" finde ich schlicht einfallslos und langweilig, "On the Turning Away" ist eine recht schöne Ballade, aus der man ein Jahrzehnt früher oder zwei Jahrzehnte später bestimmt ein schönes, warmklingendes Liedlein hätte trällern können. Vor allem aber spielt Gilmour auf diesem Titel sein meiner Meinung nach letztes ernstzunehmendes komponiert wirkendes Gitarrensolo, während alles was danach kam, sich für mich nur noch wie "sitzend, zurückgelehnt eingespieltes Solo-Geplätscher zur Musik" anhört.

Auf eine kalt-faszinierende Weise gefiel mir von dieser Platte "Yet Another Movie" und das Instrumental "Terminal Frost" - insbesondere letzteres Stück wäre m.E. gut auf dem "DUNE"-Soundtrack von Toto aufgehoben gewesen, denn wie Toto klang dieses Stück.

Insgesamt eine Platte, der ich (inzwischen als CD) ungefähr einmal im Jahr versuche eine Chance zu geben (zumal mir das floydtypische surrealistische Foto-Artwork sehr gut gefällt), jedoch ohne Erfolg: Ich finde die Platte insgesamt immer noch so kalt & sch..ß. wie beim allerersten Anhören. Einzelne Songs, im Radio gespielt, könnten dagegen ganz gut rüberkommen - besser jedenfalls als "Atom Heart Mother".

Fazit: "Viele Köche verderben den Brei", heißt es. Dieses Sprichwort passt musikalischer Hinsicht mit Sicherheit ausgezeichnet für die hier rezensierte Plattheit! Gilmour und seine Soundsöldner! Nicht zu fassen, dass derselbe Mann nur drei Jahre zuvor noch in der Lage war, ein einwandfreies Album wie "About Face" zu produzieren! Die letzte Pink-Floyd-LP mit Pink-Floyd-Stimmung war meiner Meinung nach das noch schön analog klingende "The Final Cut"-Album - mit ein paar spärlichen, aber exzellenten Gilmour-Gitarrensoli drauf, übrigens.

Das Cover-Artwork allerdings (kein "Photoshop", sondern echte Lazarett-Betten am Strand) gefällt mir um Längen besser als Gilmour s aktueller "On An Island"-Scherenschnitt-Kitsch.
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