Es gehört zu den beeindruckendsten und heilsamsten Erlebnissen, das eigene Leben zu treffen, dem eigenen "Selbst" gegenüber zu stehen, den Blick hinter die "Maske", in den eigenen Spiegel zu wagen. Man ist verblüfft, wie wenig man über sich Selbst eigentlich weiß und ist im Nachhinein zutiefst dankbar für das, was sich offenbart, denn man schöpft daraus die Kraft und die Klarheit für den wirklich eigenen Lebensweg zur "Selbstverwiklichung"...
Es ist die Meisterschaft einer Künsterin wie Cecelia Ahern, uns mit ihren so emotional- tiefsinnigen, oft auch mystisch und "unwirklich" anmutenden Romangeschichten, eben diese Impulse zu geben, die in jedem von uns verborgene Sehnsucht zu wecken, sich einmal wahrhaftig sellbst zu begegnen, zu erkennen, wer und was man eigentlich wirklich ist, was einem in tiefster Seele wichtig ist, um endlich "sich Selbst" zu leben.
Das ist ihr mit dieser, im typischen Ahernstil brillant inszenierten Story, wieder wunderbar gelungen. Für uns steht dieser neue Roman auf dem Niveau ihres bisherigen Spitzenwerkes
Zeit deines Lebens. Sie berührt zutiefst die Seele, gibt viel mehr, als nur Denkanstöße, öffnet den Blick des Lesers in den eigenen Spiegel - vorausgesetzt, man ist bereit, auch das zu erspüren, was dieses Buch uns zwischen den Zeilen sagen will...
Es gibt aus unserer Sicht nur wenige Autoren, meist sind es Frauen, die über diese Wundergabe verfügen, die sensible Thematik der Selbsterkenntnis in solch berührende und wunderschön zu genießende Romangeschichten zu verpacken, wie es C. Ahern hier wieder unter Beweis stellt.
Wer mag, kann sich gern auch unsere Rezension zum jüngsten Titel der von uns entdeckten schwedischen Autorin Ricarda Jaekel ansehen:
Jenseits der Abendröte - Aussöhnung mit dem Schicksal, deren bezaubernde spirituelle Geschichten gerade als Taschenbuchreihe in deutscher Sprache erscheinen und die auch für Ahern-Fans wahre "Leckerbissen" sein dürften.
Karin