... ist wieder da! Willie Nelson, eine der letzten lebenden Country-Legenden, hat wieder geladen. Es geht ein wenig ruhiger als beim letzten Studioalbum "Songbird" zur Sache, dafür kommt Nelsons Gitarre "Trigger" mit ihrem unverwechselbarem Klang wieder verstärkt zum Einsatz. Das Album nach dem gleichnamigen Song von Kris Kristofferson benannt enthält vorallem wunderbare träumerische Songs, die Zartbeseiteteren durchaus ein Tränchen entlocken könnten (z.B Louisiana, Keep Me From Blowing Away). Großartig sind auch die ausgekoppelten Lieder "Gravedigger" und "You don't think I'm funny anymore" (übrigens mit tollen Videos). Eine ganz besondere Perle bietet der "Bob-Song", ein richtig schöner Piratensong, der schön zu unserer 'Fluch der Karibik'-Zeit passt, wie ich finde.
Natürlich macht Willie schon lange keine wirkliche Country-Music mehr, er hat wie nur wenige andere eine ganz eigene Art der Musik für sich entdeckt und gemacht. Seine unverwechselbare Stimme, älter denn je, erzählt uns hier wie zuletzt Großmeister Johnny Cash wunderbare Geschichten aus dem Leben. Gerade heutzutage, wo aus dem Radio nur noch Techno-Gedudel kommt und im Musikfernsehen Partys, Drogen und Waffen gezeigt werden, beweist dieser weise alte Mann, dass Musik mehr ist, mehr sein sollte. Hoffentlich folgen noch mehr großartige Werke von Willie und er bleibt uns noch eine Weile erhalten: solche Künstler brauchen wir!