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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
104 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Petty und seine Heartbreakers auf dem Zenit ihres Könnens,
Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Eins vorweg: MOJO ist nicht der Tom Petty der 80er und 90er. Wer auf eingängige, lupenrein produzierte 3-Minuten-Singalongs hofft, sollte sich weiterhin "Full Moon Fever" und "Into The Great Wide Open" anhören.Wer aber hören möchte, welchen Weg Petty und seine Heartbreakers in den letzten 20 Jahren gegangen sind, zu welch hochgradig virtuoser Band sich die Musiker entwickelt haben, der wird den Mund beim Hören kaum noch schließen können. Man spürt bei jedem Song, wie sehr Petty sich selbst durch seine eigene Radiosendung "Tom Petty's Buried Treasure" beeinflusst hat - die Heartbreakers und er spielen auf MOJO genau das, was er wöchentlich auf Sirius XM Satellite Radio präsentiert hat: Das Beste aus Rock, Rhythm & Blues. MOJO basiert auf den musikalischen Wurzeln von Tom Petty und Mike Campbell (Heartbreakers Leadgitarrist und Petty's rechte Hand): sumpfigem Südstaaten-Blues gemischt mit dem prä-Zeppelin-British-Invasion-Rock der späten 60er Jahre. Das 15-Stück starke Album bietet dem Hörer ein breitgefächertes Spektrum an musikalischen Leckerbissen - das jazzig anmutende "First Flash Of Freedom", das mit Zeppelin-Riffs gespickte "I Should Have Known It", den pro-Hanf-Reggae "Don't Pull Me Over", den anti-Drogen-Groover "High In The Morning", die gefühlvolle Ballade "Something Good Coming" und viele Ohrenschmeichler mehr. In allen Songs vereint findet sich die hohe Handwerkskunst von Tom Petty (Vocals, Gitarre) und Mike Campbell (Gitarre), der sich eigens für diese Platte eine 1959er Les Paul Standard zum stolzen Preis von 250.000 US$ angeschafft hat. Campbell und seine neues Prachtstück bilden die zweite Leadstimme auf MOJO - der sonst so zurückhaltende Gitarrist spielt endlich im Vordergrund und bekommt die Aufmerksamkeit die ihm schon lange gebührt. Das Rückgrat der Heartbreakers bilden -wie gewohnt- Benmont Tench (Piano), Ron Blair (Bass), Scott Thurston (Gitarre, Harmonika) und Steve Ferrone (Drums). Mit MOJO fängt Petty -so sagt er selbst- die Band in einer Momentaufnahme ein - so wie sie spielen, wenn sie für sich sind und ungehemmt drauf los jammen. Das Album wurde im "Clubhouse", dem Proberaum der Heartbreakers, live und mit nur wenigen, moderaten Overdubs vom hervorragenden Toningenieur Ryan Ulyate aufgenommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Back to the roots - und richtig gut tut's,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Als Tom Petty 2008 mit seiner ersten Band Mudcrutch ihr "verspätetes" Debüt-Album herausbrachten, hatte ich in meiner Rezension der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die aus dem Album herausberstende Spielfreude sich auch auf die Heartreakers übertragen möge. Diese Hoffnung wurde mit MOJO mehr als erfüllt. Hier sind Musik-Profis am Werk, die jede Note lieben, die sie ihren Instrumenten entlocken.Allerdings muss man gleich zu Beginn sagen, dass dies keine typische Heartbreakers-Platte ist. Der klingelde California-Sound, den man sonst kennt, wird hier nicht bedient. Dafür toben sich Petty und seine Mannen in den Gefilden des Blues, des Country & Western und des Reggae aus. Tom hat schon in mehreren Interviews behauptet, dass die Heartbreakers eigentlich eine astreine Blues-Combo seien. Mit MOJO trägt er dieser Aussage Rechnung. Statt Byrds und Beatles dominieren hier eher Eric Clapton oder Gary Moore und vor allem die klassischen Bluesgrößen wie B.B. King oder Muddy Waters das Parkett. Das Album hat eigentlich alles, was man sich von einer TP & HB Platte erwartet: Eingängige Melodien (wenn auch nicht im gewohnten Gewand), die in eine meisterhafte und mit traumwandlerischer Leichtigkeit eingespielte Instrumentation gekleidet werden. Dabei erhält Lead-Gitarrist Mike Campbell diesmal mehr Raum für seine Saitenartistik, die er sonst in dieser Breite nur in Konzerten unter Beweis stellt. Darüber hinaus zeigt sich MOJO sehr abwechslungsreich und wartet mit einer stimmigen Dramaturgie auf, die schnelle, langsame, laute und leise Nummern abwechselt, so dass jeder Song seinen logischen Platz im Gesamtwerk hat. Daneben zeigt Petty mit seinen herrlich auf den Punkt gebrachten Lyrics, warum er zu den Großen der Songwriter-Zunft gehört. Pettys meist lakonischer manchmal auch ironischer Stil passt sich wunderbar in die entspannten Blues-Klänge ein. Wer sich die Texte einmal durchliest, wird sich an mehreren Stellen ein herzliches Schmunzeln nicht verkneifen können. Anspieltipps sind "First Flash of Freedom", das mit herrlicher Instrumentalarbeit und Anleihen an die Psychedelia der 70er aufwartet. In "I should have known it" zeigen Petty und seine Mitstreiter, dass sie das Abrocken nicht verlernt haben. "Something Good Coming" der mit Abstand ruhigsten und melancholischsten Nummer des Albums, wirkt gerade durch ihren Minimalismus sehr persönlich. Als Schmunzelnummer, sowohl musikalisch wie auch inhaltlich, ist eindeutig "Don't Pull Me Over" zu empfehlen, in der die Band ungewohnterweise die Pfade des Reggae betritt und zeigt, dass sie sich auch hier auskennt. Gleichzeitig nutzt Petty - Schelm, der er ist - den Song für einen ironischen Kommentar zur Legalisierung von Marihuana. Fazit: Wer einfach gute, handgemachte Musik mit intelligenten Texten liebt, und zudem eine Vorliebe für Blues o.ä. besitzt, sollte sich diesen Silberling unbedingt zulegen. Das gleiche gilt auch für angestammte Tom Petty Fans, die sein Schaffen nicht auf die Zusammenarbeit mit Jeff Lynne reduzieren, denn hier liegen Welten dazwischen. Und das ist gut so! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Back to the Roots,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mojo (Audio CD)
Tom Petty and The Heartbreaker sind zurück! Die alten Americana-Helden besinnen sich auf ihren Wurzeln. In den 5-6 Minuten-Heulern zeigen sie uns, was es heisst, mit Leib und Seele Musik zu machen. Sie holen den Blues, aus der Fastversenkung, und öffnen uns die Augen für Musik, welches als Wurzel der heutigen Populärmusik gilt.Setzen Sie sich auf Ihr Sofa - schliessen Sie die Augen und lehnen sich zurück: Diese Musik reinigt Ihre Ohren von den LadyGagaDSDSMonrose-Schmalz. Sie werden die Welt mit anderen Ohren hören. Diese Musik muss genossen werden! Tom Petty, Peter Wolf und Bob Seger werden uns nicht mehr ewig mit tollen Alben beglücken können. Von mir also ganze fünf Sterne, weil es wirklich gute Musik ist. Hauptsächlich Bluestitel, aber auch altbekannter Tom-Petty-Sound. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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