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Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten: Roman Gebundene Ausgabe – 27. August 2012


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Produktinformation

Interview mit dem Autor: Jetzt reinlesen [35kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: ca. 400 S. (27. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342104547X
  • ISBN-13: 978-3421045478
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 4 x 22 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 559.153 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieses Buch ist ein wahrer Glücksfall für die österreichische Literatur und trägt hoffentlich dazu bei, die Debatte über Zuwanderung und menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen anzuregen." (ORF, Ö1, Ex libris)

»Ein schelmenhafter wie allwissender Ich-Erzähler, der [in der] Schwärze des Humors immer auch die Problematik der Situationen greifbar macht.« (Ö1 Morgenjournal – Kultur aktuell (A), 04.09.2012)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Martin Horváth wurde 1967 in Wien geboren, studierte an der dortigen Universität für Musik und darstellende Kunst und lebt seit 1988 als freischaffender Musiker. Während eines mehrjährigen New-York-Aufenthalts arbeitete er als Journalist und Übersetzer sowie an einem Forschungsprojekt zur Geschichte der österreichisch-jüdischen Emigration in die USA. Für seine Kurzprosa, Essays und andere Texte erhielt er Preise und Stipendien. 2012 erschien sein Romandebüt, "Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten" (DVA), für das Martin Horváth mit der AutorInnenprämie des österreichischen Kulturministeriums ausgezeichnet wurde. Zudem ist das Buch für den Rauriser Literaturpreis und den Debütpreis des Buddenbrookhauses Lübeck nominiert.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 1. November 2012
Format: Gebundene Ausgabe
KURZ ÜBER DEN INHALT:
Das Buch spielt in einem (fiktiven) Asylbewerberheim in Wien. Es ist aus Sicht des Protagonisten Ali geschrieben, der die Geschichten der Einwohner rekonstruiert bzw. es zumindest versucht und von dem Alltag im Heim erzählt. Dabei ist Ali der stets Allwissende. Ali hat es eigentlich nicht nötig, in diesem Heim zu wohnen, denn er ist überdurchschnittlich intelligent, spricht fließend Deutsch, weiß sich in jeder Lebenslage selbst zu helfen und hat kein Trauma zu verarbeiten. Er ist eigentlich nur hier, um den Anderen ihre Geschichten zu entlocken, um ihnen zu helfen. Er selbst hat selbstverständlich keine Probleme, benötigt keine Hilfe, und die seltsamen Albträume, die ihn nachts plagen, haben so rein gar nichts mit ihm zu tun. Oder vielleicht doch?

MEINE MEINUNG:
Ali ist angeblich 15, könnte aber auch, wie er selbst sagt, genauso gut 51 sein. Zahlen sind eben auch nur Schall und Rauch für ihn. Und wenn man mal von dem typischen Teenagerverhalten absieht, was Frühlingsgefühle betrifft (Ali verliebt sich regelmäßig in eine der arbeitenden Damen im Heim und spart nicht mit Anzüglichkeiten.), ist Ali für sein Alter erstaunlich weise. Nicht nur überdurchschnittlich schlau, sondern nahezu allwissend. Ali beherrscht die deutsche Sprache fließend. Und nicht nur das, er spricht JEDE Sprache dieser Welt. Was natürlich von Vorteil ist, wenn Ali sich mit den Heimbewohnern unterhält, die noch nicht so gut Deutsch können. Oder wenn er mal wieder andere belauscht, die wahlweise auf Deutsch, Englisch oder in ihrer Heimatsprache miteinander reden.
Nicht nur, dass Ali alle Sprachen der Welt zu sprechen scheint, macht stutzig. Auch seine enorme Klugheit.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gospelsinger TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 27. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Ali ist nicht sein richtiger Name, und ob er wirklich, wie im Asylverfahren angegeben, 15 Jahre alt ist? Naja, dass seine Gedanken sich fast nur um Sex drehen, passt zu einem Jugendlichen.
Sicher ist jedoch, dass Ali etliche Sprachen fließend beherrscht und sich zum Chronist des Asylbewerberwohnheims gemacht hat. Er ist den ganzen Tag über auf der Jagd, auf der Jagd nach den Geschichten seiner Mitbewohner. Seine eigene möchte er lieber vergessen.
Dabei sind schon die Geschichten der anderen Bewohner schlimm genug. Aus afrikanischen Ländern kommen sie, aus Tschetschenien, aus dem ehemaligen Jugoslawien. Ihre Herkunftsländer und ihre Sprachen sind unterschiedlich, aber ihre Geschichten ähneln einander.
Kindersoldaten, vergewaltigte Mädchen, Zwangsprostituierte, Waisenkinder, die ganze Palette des Flüchtlingselends ist im Heim für UMF, Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge, vertreten.
Immer lauert die Angst vor der Abschiebung, eine durchaus berechtigte Angst. Völlig rechtswidrig werden Jugendliche, ja sogar ein Baby, abgeschoben, auch wenn das Berufungsverfahren noch läuft. Und, hier erinnert man sich an entsprechende Zeitungsartikel, es sterben Asylsuchende in der Abschiebehaft oder bei der Abschiebung. Das ist übrigens nicht nur in Österreich so, sondern auch in Deutschland. Die politische Situation, der menschenunwürdige Umgang mit Asylbewerbern, ist immer wieder unterschwelliges Thema des Buches.
Trotzdem macht es einen unglaublichen Spaß, dieses Buch zu lesen. Das liegt zum einen an dem Schelm Ali, den man einfach ins Herz schließen muss, zum anderen an der überbordenden Sprachvielfalt des Autors.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Aban am 26. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Ein sehr mutiges, wortgewaltiges, und dennoch einfühlsam geschriebenes Buch über jene Menschen, die nach langwierigem Exodus und unglaublichen Irrwege, in der "Ersten Welt" eine Rettung suchen, und dann doch in einem Labyrinth aus Ablehnung, Nichbeachtung und Verachtung steckenbleiben und vergessen werden..

Ich finde Martin Horvath hat in seinem Debütroman "Mohr im Hem oder wie ich Auszog und die Welt zu retten" mit einem sehr schönen literarischen Stil und sehr flüssig über all jene Dinge schreibt, die all die Menschen, die in die Fremde gezogen sind, in der Seele mit sich getragen haben und immer noch tragen..

Und die Geschichte dieses Buch kann sich auch in anderen Ländern in Europa abspielen.. Überall gilt eine sehr ähnliche Situation.

Sehr beeindruckend.. Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten: Roman
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von leeresblatt am 16. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Bevor ich Ali kennenlernte, hatte ich nie über etwas namens "Mohr im Hemd" gehört. Das Internet hat ganz schnell die Antwort geliefert: "Mohr im Hemd" ist, "politically incorrect", der Name einer traditionellen österreichischen Süßspeise, deren Geschmack, sicher besser ist, als ihr Name kling.
Aber es geht hier sicherlich nicht um diese Süßspeise, sondern um Ali, der auf jeden Fall sehr gern "Mohr im Hemd" isst. Ali ist Asylbewerber, 15 Jahre alt und lebt ganz ohne Familie, in einem Asylbewerberheim in Wien.

In "Mohr in Hemd" von Martin Horváth gewährt uns Ali einen Blick in dem Alltag der Bewohner eines Asylbewerberheims.
Ali, ein allwissender, hoch begabter 15-jähriger Flüchtling aus Afrika, öffnet uns die Türen zu diesem Asylbewerberheim und erzählt uns Geschichten über seine Mitbewohner, über ihr Leben in der Heimat vor der Flucht und über ihre Gründe, die sie dazu geführt haben, dieses zu verlassen. Auch über die Ängste, die Albträume und über die Hoffnung auf eine Zukunft in Österreich, weit weg von den Gefahren von Krieg und Verfolgung.
Während wir mehr und mehr über die vielen Schicksale erfahren, bleibt Ali selber eine geheimnisvolle Figur. Nur seine Träume verraten uns einen Bruchteil davon, was er in seinen jungen Jahren erlebt haben muss.
Die Charaktere in "Mohr im Hemd" haben mich nicht nur überzeugt, sie haben mein Herz erreicht.
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