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Mohammed und die Zeichen Gottes: Der Koran und die Zukunft des Islam: Der Koran und die Zukunft des Islams
 
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Mohammed und die Zeichen Gottes: Der Koran und die Zukunft des Islam: Der Koran und die Zukunft des Islams [Gebundene Ausgabe]

Nasr Hamid Abu Zaid , Hilal Sezgin
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Verlag Herder; Auflage: 2 (10. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451292742
  • ISBN-13: 978-3451292743
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 311.119 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Die Zeichen Gottes« sind ein zentrales Motiv im Koran - Nasr Hamid Abu Zaid entschlüsselt diese Zeichen vor ihrem historischen Hintergrund. Er ermöglicht so einen modernen Blick auf die heilige Schrift des Islam und den Propheten Mohammed. Dabei geht es nicht nur um historische Fragen oder spirituelle Aspekte muslimischer Praxis, sondern auch um Themen wie Geschlechterbeziehung, Gewalt, Demokratie und Menschenrechte. Fest steht: Der Islam ist im Umbruch, vor allem auch in Europa. Einer der prominentesten zeitgenössischen Reformtheologen lässt die Leser aus erster Hand an der aktuellen Debatte teilhaben.

Über den Autor

Abu Zaid, einer der prominentesten zeitgenössischen Reformtheologen weltweit. Insbesondere wegen seiner Koraninterpretation wurde er 1995 in Ägypten von seiner Frau zwangsgeschieden, erhielt Morddrohungen und lebt seither in den Niederlanden im Exil. Bei Herder in mehreren Auflagen: Ein Leben mit dem Islam. Hg. Von Navid Kermani. Hilal Sezgin, Publizistin, schreibt für große Medien (Die Zeit, Frankfurter Rundschau, WDR etc.). Bei Herder: Typisch Türkin. Beim SWR gehört sie zu den regelmäßigen Autoren der online-Reihe "Wort zum Freitag"

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufgeklärter Islam 25. April 2008
Von ibesch
Format:Gebundene Ausgabe
Dass Islam ein festgefügter Block ist, der im Widerspruch zu Vernunft und Aufklärung steht, wird oft genug behauptet. Wie komplex "der Islam" ist und dass es sehr wohl Muslime gibt, die versuchen, einen "modernen" Zugang zu ihrer Religion zu finden, ohne ihre islamischen Glaubensgrundsätze aufzugeben, wird gerne verdrängt.

Dieses Buch gibt einen gut lesbaren und verständlichen Einblick in die Gedankenwelt eines
aufgeklärten Muslims, der nicht zum Verteidigen, sondern zum Verstehen aufruft. Das Buch ist nach Themenkreisen geordnet. Dabei dürfen natürlich Reizwörter wie Gewalt, Scharia und Kopftuch nicht fehlen, aber auch Umweltfragen oder der Zusammenhang zwischen Gut und Böse werden neben vielen anderen Themen angesprochen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Der leider kürzlich verstorbene ägyptische Denker Abu Zaid befasst sich in diesem kurzweiligen Buch über einige Aspekte des Korans im speziellen und des Islam im allgemeinen. Dabei gelingt es ihm, den Koran aus einer für die allermeisten Leser unbekannten Perspektive kontextbezogen und sachlich zu betrachten. Er sieht den Islam weder als ideologisch längst festgefahrenes theologisches Konstrukt noch als zeit- und ortsübergreifend ewig gleiches Monolith. Der Leser erfährt, dass es im Islam mehr unterschiedliche Gruppen und Auffassungen gibt als nur Schiiten und Sunniten. Er erfährt, dass es lange Zeit in der Spätantike und dem frühen Mittelalter innerislamische Debatten und Diskurse zu vielen heute offensichtlich fest definierten Themen gab. Abu Zaid bedauert aber, dass die Exegese bzw. die pluralistischen Debatten seitens der Orthodoxie im späten 13. Jahrhundert für beendet erklärt wurden, weil ja angeblich alles von klerikalen Experten bedacht, erklärt und ein für alle mal bestimmt worden sei, was der Moslem je beachten und durchführen müsse.
Abu Zaid kritisiert aber den selbstgerechten Ethnozentrismus der westlichen Welt, die anstatt die relativ wenigen neuzeitlichen Denker und Reformer in der moslemischen Welt zu begrüssen und zu "motivieren" es vorgezogen hat, deren (vermeintliche) Ziele und Motivationen zu denunzieren und unter pauschalen Islamismusverdacht zu stellen.
In groben Zügen hier wiedergegeben unterteilt Abu Zaid die koranischen Gebote in normative (also "ewige") Werte/Anweisungen einerseits und historisch-kontextbezogene andererseits.
Daraus lässt sich interpretieren, dass der Koran eben nicht wie vielfach behauptet voller Widersprüche ist, sondern dass die zahlreichen unterschiedlichen und bisweilen gegenseätzlichen Anweisungen mit Fallunterscheidung einhergehen. Gleichzeitig kann man ausgehend von dieser These die Behauptungen von Islamisten widerlegen, die der Meinung sind, viele spätere koranische Verse hätten frühere aufgehoben. Dem ist nicht so.
Unter anderem zeigt Abu Zaid anhand ausgewählter Verse auf, dass "Unglaube" per se keine irdische Strafe mit sich zieht. Auch für Apostasie, dem Verlassen des Islam, sieht der Koran keine Strafe vor.
Erfreulich ist des Autors kritischer Umgang mit abergläubischen, radikalen oder "falsch-frommen" Inhalten, die einzug in den Islam gefunden haben. Beispielsweise bezweifelt er zurecht den Sinn der angeblich religiösten "Pflicht" den Koran nur auf arabisch zu lesen oder arabisch zu beten, wenn man den Inhalt des rezitierten als Nichtaraber nicht verstehe.
Ohne sich in schöngeistigen philosophischen Tiefen zu verlieren und den Leser zu überanspruchen gibt Abu Zaid dem Leser einen substanziellen Einblick in eine Vielzahl vergangener und aktueller islamischer Diskurse.
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Nasr Hamid Abu Zaid hat durch seine Tätigkeit als Reformtheologe in Ägypten gewaltige Kontroversen ausgelöst. Er wurde mit dem Tode bedroht und gerichtlich zwangsgeschieden. Nachdem er diese Zeiten überstanden hat und nun seit gut 10 Jahren in Europa lebt, legt er in diesem mit Hilal Sezgin herausgegebenen Buch Grundlagen seines Glaubens dar. Heraus kommt, dass Abu Zaid alles andere ist als ein Revoluzzer - sondern vielmehr ein braver und vermutlich auch netter Muslim.

Dass Abu Zaids Loyalität zum Islam mir zu weit geht, zeigt etwa folgendes Beispiel: Bekanntlich enthält der Koran in Sure 4,34 eine Passage, in der die Leser imperativisch dazu aufgefordert werden, Ehefrauen zu schlagen, deren Widerspenstigkeit sie befürchten. Diese Passage wird in Diskussionen so oft angeführt, dass Abu Zaid auf sie eingehen muss. Ich hatte von ihm erwartet, er würde dazu in etwa sagen, diese Passage sei tatsächlich skandalös und durch nichts zu rechtfertigen, aber der Koran enthielte trotzdem an anderen Stellen genügend Material, ein ethisches Lebens zu führen, und man könne eben das alte Buch nicht vollständig mit der Moderne versöhnen. Statt dessen erklärt Abu Zaid, das Verprügeln der Frau sei "erlaubt, wenn auch nur in einem bestimmten Kontext"(S. 160). Abu Zaid entschärft also die pauschale Forderung, indem er sie umbiegt zu einer Erlaubnis und hinsichtlich der Situation relativiert. Das mag für denjenigen, der als moderner Mensch keinen Konflikt mit dem traditionellen Glauben an die Göttlichkeit des Korans eingehen will, gut klingen - aber im Grunde ist es doch unredlich. Und ich denke, das werden auch andere Menschen so empfinden, die auf der religiösen Suche sind.

Noch einmal, Abu Zaid ist für seine Verhältnisse weiter gegangen mit seinem Glauben als so mancher andere. Er ist vielleicht ein besserer Gesprächspartner für Leute, die z.B. islamischen Religionsunterricht planen, als Verbandsvertreter des offiziellen Islam in Deutschland. Aber ob er für diejenigen wirklich eine gute 'Adresse' ist, die heute mit Ernst nach einem tragfähigen islamischen Glauben sind, ist zu bezweifeln.
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