auf den ersten blick mag das angebot an vokabeln zu den dingen des modernen alltags den leser beeindrucken: von der wärmeflasche bis zur raumsonde, von der antibabypille bis zum solidaritätszuschlag reicht hier das repertoire. allerdings halten allzu viele begriffe dieses sogenannten "modernen " lateins einer genaueren überprüfung nicht stand. so wird beispielsweise "supermarkt" mit "supervenalicium" wiedergegeben,was kein römer verstanden hätte, denn "venalicium" bedeutet eben nicht "markt", sondern "handelszoll". darüber hinaus haben die autorinnen leider auch immer wieder probleme mit der morphologie (z.b. cum conexione internationale ,statt internationali) und auch mit der syntax(z.b. telephonarem statt telephonare velim für"ich möchte telephonieren").fehler dieser art finden sich leider nicht vereinzelt,sondern nahezu auf jeder doppelseite.warum etwa "guten appetit" "bene commende" heißen soll,bleibt ein geheimnis der autorinnen.ebenso, welchen nutzen die der deutschen übersetzung vorangestellte wort-für-wort-wiedergabe haben soll,wenn es z.b. heißt "hervorfließen frauen monate fließen habe" für: "ich habe meine tage".
resumée: dem zweifellos vorhandenen engagement der autorinnen stehen doch recht zahlreiche sprachliche mängel gegenüber,sodaß sich ein recht zwiespältiger gesamteindruck ergibt.