3.0 von 5 Sternen
Gewalt erklärt, aber nicht in allen Systemen, 23. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Moderne Zeiten? Krieg, Revolution und Gewalt im 20. Jahrhundert (Taschenbuch)
Alle sieben Aufsätze dieses Buches haben mir sehr gut gefallen. Alle behandeln Themen, die mir neu waren,bzw. über die ich schon lange nichts mehr gelesen hatte.
Von den sieben Aufsätzen beschäftigt sich der erste mit der Frage, ob Gewalt wirklich im 20. Jahrhundert exzessiver war, als in den Jahrhunderten zuvor. Aufsatz 2-6 zeigen Gewalt, Gewalterscheinungen, Überlbens- und Anpassungsstrategien im Russland der Zarenzeit und in der Sowjetunion.
Der 7. Aufsatz vergleicht maoistische Gewalt mit stalinistischer.
Was mir aber gefehlt hat ist: Wenn Gewalt ein Reflex auf die Moderen oder eben kein Reflex auf die Moderne (wie in diesem Buch als These gesetzt)ist , reicht es dann ausschließlich Gewalterscheinungen in kommunistischen Systemen darzustellen?
Ich gebe zu, ich habe mich bisher nicht mit dem Begriff der Moderne beschäftigt, aber hat die Moderen nicht auch in anderen Systemen ihre Spuren hinterlassen?
Meine drei Sterne sind also dadurch zu erklären, dass das Buch mir nicht komplett erscheint.
Ansonsten: Jeder Aufsatz: TOP!
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