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Moderne Horrorautoren, Band 2
 
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Moderne Horrorautoren, Band 2 [Gebundene Ausgabe]

S. T. Joshi
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag; Auflage: 1. Aufl. (1. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935822022
  • ISBN-13: 978-3935822022
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.500.567 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Unter dem Titel Moderne Horrorautoren 1 erschien vor kurzer Zeit die erste Hälfte der deutschsprachigen Ausgabe von The Modern Weird Tale, einem umfangreichen Band mit Essays über die bekannten und unbekannten Giganten des Genres -- und eine Fundgrube für jeden, der sich aus Spaß oder aus akademischem Interesse mit Horrorliteratur beschäftigt.

Die vorliegende zweite Hälfte ist größtenteils Autoren gewidmet, für die Joshi etwas mehr übrig hat als für King, Barker und Konsorten. In einem umfangreichen Essay setzt er sich mit Ramsey Campbell auseinander und stellt dabei auch seine eigenen Kriterien für gelungene Erzählungen und -- seltener -- Romane zur Debatte. Außerordentlich fesselnd ist auch seine Analyse der fantastischen Erzählungen von Robert Aickman und Thomas Ligotti, die er ganz besonders schätzt. Unter den so genannten "Splatterpunks" lässt er allerdings nur David J. Schow gelten, insbesondere dessen meisterhaften Roman Der Schacht.

Der verlegerische Mut, dieses Standardwerk in deutscher Sprache zugänglich gemacht zu haben, kann nicht hoch genug gelobt werden, auch wenn die Übersetzung gelegentlich zu wünschen übrig lässt. Hoffen wir, dass wir in Zukunft noch das ein oder andere Sekundärwerk von dieser Qualität vorgelegt bekommen! --Felix Darwin


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessant 10. August 2003
Von AKD
„Kritiker sind wie Eunuchen - Sie können beobachten, analysieren und Vorschläge machen, aber selber machen, können sie es nicht!" Dieses berühmte Zitat von Yeats hat mir selbst als Schriftsteller oft über so manche Rezension hinweggeholfen - nun bin ich selbst in der Rolle als Kritiker. Und diese Mal sogar in der Rolle eines Kritikers eines Kritikers...!

S.T. Joshis „Moderne Horrorautoren" ist eine Zusammenstellung von Essays, die ausgewählte Horror Autoren des englischen Sprachraums als Grundlage der Diskussion haben. Dabei wählt Joshi einen Ansatz, der im Werk selbst liegt. Manchmal greift er auch biographische Details auf, das ist jedoch eher die Ausnahme. Joshi untersucht die Werke auf ihren literarischen Gehalt hin, sowie auf die grundlegende Frage, ob die behandelten Bücher überhaupt zur Phantastik zu rechnen sind.

Eines vorweg: Joshi ist nichts heilig. Seine Kritiken sind schonungslos offen und treffen meist ins Schwarze. Wer sich Lobhudeleien erhofft, wird bitter enttäuscht werden. Wer jedoch eine Bestandsaufnahme der angloamerikanischen Phantastik sucht, wird in Joshis Büchern mehr als fündig.

Mit großem literarischen Sachverstand und prinzipiell tendenziös entlarvt Joshi so manchen Bestseller-Autor als Produzent von aufgeblasenem Bombast, dessen literarischer Gehalt so wertvoll ist wie eine ausgetrocknete Zitrone. Joshi nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Größen Stephen King, Peter Straub und Clive Barker auf das ihnen zustehende Maß zurechtstutzt. Sogar Anne Rice und William Peter Blatty kommen nicht gerade gut weg. Joshis Meinung über die zeitgenössische Phantastik könnte also verheerender kaum sein. Die Lichtblicke am Horizont sind jedoch vorhanden. Schwach erkennbar noch und von der Allgemeinheit kaum wahrgenommen erkämpfen sich literarische Fixsterne ihren Platz am Phantastikhimmel: Einzig Ramsey Campell, Thomas Ligotti, Les Daniels und Dennis Etchinson werden von ihm als relativ gut besprochen.

Bezeichnenderweise kommt der Roman als literarische Form schlecht weg. Joshi erkennt, wie viele Autoren der Phantastik selbst, dass der Roman für die unheimliche Phantastik eine schwierige und nahezu ungeeignete Ausdrucksform ist. Die besten Ergebnisse haben alle Autoren in der Kurzgeschichte erzielt. Leider sind die Autoren gezwungen, Romane zu schreiben, da sie sich besser verkaufen lassen (besonders nach dem Riesenerfolg von Stephen King). Nur sehr wenige Romane können einer literarischen Prüfung standhalten. Das Unheimliche nimmt in ihnen zu wenig Raum ein - die Seiten werden mit Charakterbeschreibungen gefüllt, mit Beziehungsproblemen und anderem. All das untergräbt das Anliegen der Phantastik: beim Leser ein Gefühl des Unwohlseins, der Spannung, der Angst hervorzurufen, die auf einer Zerstörung des philosophischen Weltbildes beruht.

Der große Verdienst von Joshi ist es deshalb, die kritische Diskussion wieder von Verkaufszahlen auf den eigentlichen Kern von unheimlicher Literatur (andere Arten von Belletristik sollten es natürlich auch besitzen) zu führen: literarische Qualität. Joshis Beitrag zum Wissen über Phantastik ist äußerst kenntnisreich und unterhaltsam geschrieben. Frank Festa hat gut daran getan, diese kritischen Essays zu veröffentlichen. Eine breite Diskussion über Qualität statt Quantität würde dem gesamten Genre gut tun!

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