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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schritte aus dem Chaos,
Von Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Moderne Familienformen. Navigationshilfe für Alleinerziehende und Patchwork-Familien (Broschiert)
Das vorliegende Buch ist ein Ratgeber für Alleinerziehende und Patchwork-Familien. Obschon ich selbst keine Kinder habe, jedoch über zwanzig Jahre verheiratet bin, habe ich den Text mit großem Interesse gelesen, nicht zuletzt, weil in meiner angeheirateten Familie das Chaos herrscht und meine Neffen sowie meine Nichte zu Leidtragenden des selbstsüchtigen Verhaltens ihrer Väter und Mütter geworden sind. Keiner der vielen Frauen meiner Schwäger, geschweige denn die beiden Männer schafften es den Herausforderungen gerecht zu werden, weil jeder einzelne nur mit den eigenen Befindlichkeiten befasst war und in Dauerauseinandersetzung mit dem / bzw. der jeweiligen Ex ( 10 an der Zahl bislang) stand. Auf der Strecke blieben die Kinder.Wenn die elterlichen Konflikte nach einer Trennung der Eheleute anhalten, schaden sie dem Wohle von Kindern, so die Autorin. Das kann ich aufgrund meiner Beobachtungen bestätigen. Dass Beziehungen nicht ewig halten steht außer Frage, deshalb ist es notwendig sich mit veränderten Situationen auseinanderzusetzen und sich darüber im Klaren zu werden, wie man für alle Beteiligten sinnvoll eine vernünftig neue Situation gestaltet. Link zeigt, wie Menschen ihre Gefühle wieder in den Griff kriegen können, denn depressive Verstimmungen sind im ersten Jahr nach der Trennung besonders häufig. Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Selbstzweifel, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl gescheitert zu sein sind offenbar weit verbreitet. Solche Gefühle führen für einige betroffenen dazu, das psychische Gleichgewicht zu verlieren oder körperliche Beschwerden zu entwickeln. Link zeigt Schutzfaktoren im Durcheinander der Gefühle auf und gibt Ratschläge, wie sich der Alltag neu organisieren lässt. Es ist notwendig, Kindern so früh wie möglich die Wahrheit über elterliche Konflikte mitzuteilen und den Kindern die Trennung zu erklären. Aufgabe von Eltern ist es aktiv die Schuld für die Folgen des Scheiterns ihrer Beziehung einzugestehen. Nur dann können sie von der Not ihres Kindes wirklich betroffen sein. Kleine Kinder fühlen sich schuldig, wenn Eltern sich trennen. Sie zeigen Verlustreaktionen, wie Angst, Verwirrung, Weinen, Schuldgefühle, Traurigkeit, gesteigerte Aggressivität, Trotz, Fantasien, vermehrtes Verlangen nach körperlichem Kontakt, Regression. Das sollten Eltern zu Kenntnis nehmen und sehr sensibel auf das verstörte Kind eingehen. Die Autorin zeigt wie man mit jüngeren und älteren Schulkindern und mit Jugendlichen nach einer Trennung umgeht und konstatiert, dass Kinder immer Fragen haben, auch wenn sie keine stellen. Erziehung wird nach einer Trennung wichtiger denn je. Kindern müssen stets Grenzen und Strukturen aufgezeigt werden. Es ist kontraproduktiv einem Scheidungskind alles durchgehen zu lassen, wenn es sich gut entwickeln soll. Wenn ein Elternteil sich liebevoll um das Kind kümmert, überwindet das Kind nach sechs Jahren die Trennung. Link wartet mit Grundregeln und Tabus im Erziehungsalltag auf und mahnt dabei die Disziplinierungsmaßnahmen des früheren Partners nicht zu sabotieren und zu kritisieren, wenn sie nicht grob gegen alle erzieherischen Regeln verstoßen. Stattdessen sollte man seinem Kind helfen flexibel mit verschiedenen Erziehungsstilen umzugehen. Die Autorin schreibt des Weiteren ausführlich über das Sorge- und das Umgangsrecht und verdeutlicht, dass klare Absprachen nötig sind, damit Elternteile sich nicht bis aufs Messer bekriegen. Was ist gut fürs Kind? Intensiver ist die Zeit, wenn der andere Elternteil nicht dabei ist. Vermieden werden sollte seinem Ärger Luft zu machen, wenn das Kind vom Ex-Partner abgeholt wird. Das Wichtigste ist, dass man ehrlich bleibt. Kinder spüren unehrliches Verhalten. Die Autorin schreibt über den Sinn der Hilfe von außen und über eine neue Liebe. Wie kann man diese den Kindern vermitteln? Wenn das Kind das Verliebtsein bemerkt ist es notwendig eine ehrliche Antwort zu geben. Sollte das erste Zusammentreffen mit dem neuen Partner misslingen, muss man nicht gleich verzweifeln. Die Autorin zeigt auch hier Lösungswege auf. In der Folge werden die Probleme in einer so genannten Patchwork - Familie aufgezeigt und darauf hingewiesen, dass kindliche Opposition aufzuweichen Geduld erfordert. Weshalb das Modell FreundVater" alle am meisten befriedigt wird detailliert erläutert, aber es wird nicht unerwähnt gelassen, dass die Erziehung der Kinder in einer Patchwork-Familie immer ein Konfliktherd bleiben wird. Nicht selten macht es Sinn sich professionelle Hilfe zu besorgen. Im Anhang dieses Buches finden sich Adressen und weiterführende Literatur, die den Betroffenen helfen mit ihrer Situation vernünftig umzugehen. Sehr empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Guter Überblick,
Von
Rezension bezieht sich auf: Moderne Familienformen. Navigationshilfe für Alleinerziehende und Patchwork-Familien (Broschiert)
Das Buch gibt einen guten kurzen Überblick womit Eltern, Kinder und Großeltern rechnen können oder gar müssen, wenn es zu einer Trennung kommt. Betont muss aber werden, dass es sich wirklich nur um Denkanstöße handelt und mit dem Kauf dieses Buches man sicher kein Geheimrezept - das gibt es schließlich auch gar nicht - zur besseren Familie erhält.Teilweise, jedoch nicht immer wird auch ein Bezug zum Alter der Kinder hergestellt. In den meisten Fällen fehlt dieser jedoch. So, dass man nur erahnen kann, ob die gerade beschrieben Situation auf die eigene Situation zutrifft. Was mich als einzigen Punkt an diesem Werk stört ist, dass sehr oft die Redewendungen 'in der Regel ist das die Mutter' oder 'in der Regel die Frau' verwendet werden. Das entspricht nicht mehr den tatsächlichen Verhältnissen. Denn mittlerweile sind es ' wie auch einer bin ' rund 10% der Männer, welche das/die Kind/er alleine erziehen. In Großstädten sogar noch mehr und die Tendenz ist steigend. Hier von einer Ausnahme von der Regel zu schreiben ist schlichtweg falsch. Eine Neuauflage sollte auf diesen Umstand Rücksicht nehmen. Um diesen Preis ist dieses Buch dennoch sehr empfehlenswert und regt zur Anschaffung weiterer Literatur und intensiveren Befassung mit dem Thema an. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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