Kurzbeschreibung
Dies ist die erste Zusammenfassung der modernen Artillerie seit dem Zerfall des Warschauer Paktes.
Über den Autor
Vorwort
Die Artillerie tritt in vielen Formen auf. In der Hauptsache unterscheidet man zwischen gezogener und selbstfahrender Artillerie. Dazu kommen noch die eigenständigen Familien der Mehrfachraketenwerfer und der schweren Mörser. Dieser Überblick ist daher in diese Waffentypen unterteilt, wobei sich jedoch häufige Überschneidungen nicht vermeiden lassen.
Heute stellt das selbstfahrende Geschütz die wichtigste Artilleriewaffe dar. Doch selbst nachdem seine Feuerkraft durch die Beweglichkeit aufgewertet wurde, bleibt das heutige Schlachtfeld eine tödliche Bedrohung, in der Überleben nur unter Panzerschutz möglich ist.
Einigen der hier dargestellten selbstfahrenden Waffensystemen fehlt es an diesem Schutz für ihre Bedienungen. Dies wurde schon bald nach Indienststellen dieser Geschütze der ersten Generation erkannt. Fast alle modernen selbstfahrenden Waffensysteme bieten ihren Bedienungen diesen Panzerschutz. Diejenigen, bei denen ein solcher Schutz fehlt, verlassen sich darauf, daß ihre große Reichweite ihnen ermöglicht, außerhalb feindlichen Vergeltungsfeuers zu bleiben.
Auch das gezogene Geschütz erfüllt noch seinen Zweck, meist Feuerunterstützung für Einheiten, wo der Einsatz selbstfahrender Artillerie aus Gewichtsgründen unmöglich ist. Dies gilt z.B. für Luftlandetruppen und andere Sondereinheiten. Auch Reserveverbände werden mit großkalibrigen gezogenen Geschützen ausgerüstet, weil sich für sie Selbstfahrlafetten aus Kostengründen und wegen des Instandhaltungsaufwandes verbieten. Trotzdem leistet auch die gezogene Artillerie ihren Beitrag zur allgemeinen Feuerkraft.
Dies tun auch die Mehrfachraketenwerfer. Ungelenkte Artillerieraketen sind von Haus aus ungenau, weshalb ihre Mehrfachstarter große Salven abfeuern müssen, um ein Zielgebiet abzudecken. Und das schaffen sie auch in der Tat. Mit ihren erheblichen, in kurzer Zeit in ein Ziel gebrachten Explosivstoffmengen können Raketensysteme jedes Ziel vernichten.
Der schwere Mörser verdankt seine Bedeutung als Artilleriewaffe seinem geringen Gewicht. Dies macht ihn für leichte Verbände und Sondereinheiten interessant. Daneben haben jüngste Entwicklungen selbstfahrende gepanzerte Mörserträger hervorgebracht, die in Zukunft sicher noch zahlreicher auftreten werden.
Oft wird bei der Bewertung der Artillerie vergessen, daß deren eigentlicher Wirkungsträger das Geschoß ist. Die Waffe des Artilleristen fungiert dabei nur als Überbringer. Dies ist der Grund, warum wir in diesem Überblick immer wieder auf die Munition hinweisen.