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Modern Millie - reicher Mann gesucht
 
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Modern Millie - reicher Mann gesucht

Dame Julie Andrews , Mary Tyler Moore , George Roy Hill    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Dame Julie Andrews, Mary Tyler Moore, Carol Channing
  • Regisseur(e): George Roy Hill
  • Komponist: Elmer Bernstein, André Previn
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Italienisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Norwegisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 1. Juli 2004
  • Produktionsjahr: 1967
  • Spieldauer: 146 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00028F7Y4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.198 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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m New York der Goldenen Zwanziger Jahre will die aus der Provinz stammende kleine Tänzerin Millie durch und durch modern wirken. Der wilde Flapper hat sich in den hübschen Kopf gesetzt, sich als "Gold Digger" aus dem Show Business partout einen schwer reichen Mann zu angeln und zu heiraten. Die entsprechenden Zukunftspläne der egoistischen und ambitionierten Millie zerschlagen sich, als sie die echte Liebe erfährt und als edle Lady im Käfig einer konventionellen Ehe landet.

Produktbeschreibungen

Millie Dillmount (Julie Andrews) ist - wie der Titel schon sagt - eine durch und durch moderne Frau. Heiraten ist für sie keine Frage der Liebe, sondern eine Entscheidung des Geldbeutels. So will sie sich auch einen Job als Sekretärin bei einem Chef suchen, den sie kurzfristig heiraten kann. Dafür hat sie sich zunächst in einem preiswerten Hotel bei der dubiosen Mrs. Meers (Beatrice Lillie) eingemietet, wo sie auch die unerfahrene Miss Dorothy Brown (Mary Tyler Moore) kennen lernt, die offensichtlich neu in der Stadt ist.
Wenn sich Millie erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann hält sie auch nichts und niemand mehr davon ab. Auch nicht der sympathische Jimmy Smith (James Fox), den sie am Vorabend ihrer Jobsuche kennen lernt. Er ist kein Chef und auch nicht reich, also kommt er nicht in Frage. Wie gut, dass sie da am nächsten Tag auf Trevor Graydon (John Gavin) trifft. Der smarte Pfeifenraucher ist nämlich noch solo und damit Millies Idealbesetzung als Chef - zum Glück auch umgekehrt. Allerdings kommt die Beziehung nicht über das rein geschäftliche hinaus. Währenddessen versucht Jimmy weiter sein Glück, holt sich aber eine Abfuhr nach der anderen ab. Dagegen scheint Miss Dorothy bei Trevor landen

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Modern Julie 2. November 2005
Von Ein Kunde
Wer die "Roaring Twenties" mag, der liegt bei diesem Film goldrichtig. Ausstattung,Kleidung,Musik- perfekt! Dazu eine schräge Handlung und spielwütige Schauspieler: Beste Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger. Die 145 Min. entsprechen der Roadshow- Version des Films mit Ouvertüre, Pausen- und Schlußmusik. André Previn hat diese 20er-Jahre-Hits, gemischt mit Neukompositionen (Sammy Cahn und James van Heusen), trefflich arrangiert und mitreißend dirigiert, Elmer Bernstein's Originalmusik bekam 1968 den Oscar (die Zusammenarbeit mit Regisseur George Roy Hill währte lange, HAWAII, THE WORLD OF HENRY ORIENT, SLAP SHOT u.a.) und die Besetzungsliste ist eindrucksvoll: Natürlich Julie Andrews, die, wie in STAR! hier alle Register ihres Könnens ziehen konnte, James Fox aus DIE TOLLKÜHNEN MÄNNER IN IHREN FLIEGENDEN KISTEN und REISE NACH INDIEN darf hier auch singen und tanzen, sehr ungewohnt aber gekonnt, Broadway-Größen wie Carol Channing und die legendäre Beatrice Lillie begeistern durch ihr schrilles Overacting. Ein damals noch unbekannter Pat Morita geistert als "Oriental #1" durch den Film... George Roy Hill stand damals noch am Anfang seiner Karriere, DER CLOU war noch nicht in Sicht, aber sein Inszenierungsstil ist bereits ausgeprägt- ebenso sein Sinn für Ironie und sein sicheres Gespür für Zeitkolorit. Das mag 1968 noch nicht so recht zu einem Ausstattungsmusical gepaßt haben. 37 Jahre später macht es den Film aber durchaus ansehenswert und höchst unterhaltsam. Die Geschichte der durch und durch modernen Millie (so der Originaltitel), die als Mädchen vom Lande die große Stadt erobern will wird hier zur großen Show für Julie Andrews mit zugkräftigen Musiknummern- immerhin auch ein Song, den sie teilweise jiddisch singt! Bild- und Tonqualität sind exzellent!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbeschwerte Musicalkomödie 18. Februar 2010
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
"Thoroughly Modern Millie" ist der Originaltitel dieser Musicalkomödie im Stil der 20er Jahre mit einer unvergleichlichen Julie Andrews ("The Sound of Music - Meine Lieder, Meine Träume") in der Hauptrolle. New York ist die moderne Stadt der schillernden Möglichkeiten für eine junge Frau, die weiß was sie will. Mit einem Schreibmaschinendiplom in der Tasche und nach der neuesten Mode gekleidet, schreitet Millie entschlossen ihrem Ziel entgegen. Denn zum Glück einer selbständigen Dame von Welt gehört nun einmal ein reicher, respektabler Mann, der all die kostspieligen Wünsche und Träume seiner Partnerin in Erfüllung gehen lassen kann. Während Millie genau nach Plan vorgeht, bemerkt sie nicht, dass in ihrem Hotel eine gewissenlose Mädchenschmugg-lerbande ihr Unwesen treibt. Und natürlich ignoriert sie auch die wahre Liebe, die an ihre Tür klopft, aber ausgerechnet von einem armen Schlucker entgegengebracht wird, der nicht in ihren Lebensplan passt. Was wird nun aus den ehrgeizigen Zielen der temperamentvollen Millie?

Nicht wenig schockierend ist die Eingangsszene des Films. Einer jungen, hübschen Frau wird unversehens von hinten ein Tuch mit Chloroform über das Gesicht gelegt. Wenig später wird die ohnmächtige Dame in einem großen Wäschekorb von einer seltsamen Verbrecherin in chinesischer Tracht abtransportiert. Wenig später ist dem Zuschauer klar, um wen es sich bei der skrupellosen Person handelt: Es ist Mrs. Meers, die Betreiberin eines preisgünstigen Hotels, in dem bevorzugt junge, ledige Mädchen absteigen. Etwas überrascht ist Millie da schon, als sie an der Rezeption hört, wie Mrs. Meers ein Zimmer vermietet, das doch erst kürzlich noch vergeben war. Und die nette Zimmernachbarin hatte sich nicht einmal verabschiedet? Während die unbekümmerte Millie bereits mit der dem Neuankömmling Dorothy Freundschaft schließt, läuft es dem Zuschauer bei den verdächtigen Fragen von Mrs. Meers nach möglichen Verwandten oder Freunden des Mädchens kalt den Rücken herunter.
Millie weiht die liebliche Dorothy, die in die Stadt gekommen ist, um Schauspielerin zu werden, sogleich in ihre persönlichen Pläne ein. Doch bevor sich die Frauen in die Ar-beitswelt stürzen, wird noch einmal kräftig gefeiert. Während Mrs. Meers bereits versucht, Dorothy ins Land der Träume zu befördern, mischt ein junger Mann namens Jimmy (James Fox) die Feiernden mit einer feurigen Tanzeinlage auf. Millie und Jimmy verstehen sich auf Anhieb prima, aber die junge Dame macht dem sympathischen Tänzer keine falschen Hoffnungen und präsentiert sich als moderne Frau mit Prinzipien. Getreu diesem Prinzip arbeitet sie bald als Sekretärin und ihr Chef entspricht all ihren Kriterien. Trevor Graydon ist ein Bild von einem Mann, respektabel und ja, auch ziemlich reich. Das einzige Problem besteht darin, dass Millie ihn anscheinend nicht von ihren weiblichen Reizen überzeugen kann. Dafür ist der flotte Jimmy umso hartnäckiger und lädt Millie und Dorothy sogar zu einer ziemlich coolen Party der Neureichen Muzzy ein. Wachsendes Gefühlschaos und die heimtückischen Versuche von Mrs. Meers und ihren chinesischen Freunden, die schöne Dorothy für ihre Zwecke zu missbrauchen, führen die turbulente Geschichte zu einem wahnwitzigen Höhepunkt mit einer fröhlich-befreienden Auflösung.

Die Story ist witzig, etwas schräg und keinesfalls ernsthaft. Julie Andrews beweist ihr unschlagbares, komisches Talent und bezaubert mit herrlichen Sing- und Tanzdarbietungen. (einmal singt sie sogar jiddisch). Am besten sind Millies Augen, die sich runden, wenn ihr ein herrlich naiver Gedanke durch den Kopf geht, der im nächsten Bild zum Nachlesen abgedruckt ist. Der Kleiderstil der 20er Jahre ist einfach hinreißend dargestellt, aber Millies Verwandlung vom Landei zur Stadtfrau ist dazu noch sehr lustig. Wie die arme Millie feststellen muss, sind reiche Frauen wohl alle schmalbrüstig, im Gegensatz zu ihr. Zum Glück gibt es in der Miederwarenabteilung eine künstliche Nachhilfe, doch als Millie ganz cool am Kiosk Zigaretten ersteht, befreien sich die eingequetschten Brüste. Ein köstlicher Moment und von da an muss Millie eben damit leben, dass ihre Halskette nicht so gerade hängt, wie eigentlich vorgesehen.
Die Lieder sind im englischen Original mit deutschem Untertitel zu genießen. Die Musik von Eilmer Bernstein wurde mit einem Oscar prämiert und schon beim musikalisch unterlegten Menü geht die Melodie in die Beine, dass man es kaum auf dem Stuhl aushält und am liebsten tanzen möchte.
Wer sich gerne von einem unbeschwerten Film mit viel stimmungsvoller Musik unterhalten lassen möchte, ohne viel Tiefgang zu erwarten, liegt hier goldrichtig. Allerdings sollte man etwas Zeit haben, denn das Musical ist nicht nur lustig und schön, sondern auch ziemlich lang.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Was zur Handlung, zu den Darstellerin, zur Stimmung und zur Musik zu sagen ist, hat freundlicherweise Rezensentin Tanja Heckendorn schon beschrieben, und ich stimme mit ihr überein, dass dies ein höchst vergnüglicher Film ist. Ein paar Ergänzungen - spontane Eindrücke des soeben gesehenen Filmes, der bei näherem Hinsehen doch etwas seltsam ist. Objektiv gesehen könnte man nämlich so manches an ihm kaputtreden. Betrachtet man jedoch die scheinbar ziemlich groben Nachlässigkeiten des Filmes in seinem Gesamtzusammenhang, so fallen sie entweder kaum noch ins Gewicht oder wandeln sich sogar in Vorteile.

Der Film ist strunzdämlich und randvoll mit absurden Handlungselementen bar jeglicher Logik. Der Plot ist überkonstruiert, die Schluss-Auflösung diverser Missverständnisse allzu gewollt und völlig an den Haaren herbeigezogen, die Millie sich doch abgeschnitten hatte. Ein Krimi- und ein Beziehungsplot gehen eine unheilvolle mésalliance ein, bei der das eine mit dem anderen lange Zeit nur sehr wenig miteinander zu tun hat. Dadurch verliert der Film seinen in der Anfangsphase wichtigeren Krimi-Strang zeitweise völlig aus den Augen. Man fragt sich, warum der verlorene Faden nicht wieder aufgenommen wird. Am Ende ist er jedoch so fest in den Händen der Protagonisten, dass man sich fragt, warum sich nicht mal wieder das Musical zu Wort meldet. Hinzu kommen handwerkliche Mucken wie erstaunlich miese Rückprojektionen und Anschlussfehler: Julie Andrews KANN bei ihrem Fenstersturz nicht so weit geschleudert werden, dass sie sich an der Fahnenstange festhalten kann. Sie reißt ein den ganzen Film begleitendes symbolträchtiges Herz-As quer durch, in der folgenden Großaufnahme schien es aber herzzerreißender" auszusehen, wenn der Ratsch diagonal durch das Kartenherz geht. Dann haben wir noch die üblichen Klischees wie dasjenige vom bösen Chinesen, der sich vorzugsweise mit dem Betrieb einer Wäscherei tarnt.

Und der Film ist wundervoll, nicht einmal trotz alldem, sondern fast schon wegen alldem (auch wenn ich in der Schlussphase tatsächlich die Musicalnummern etwas vermisst habe). Das ist nämlich ein sehr bewusster höherer Blödsinn, bei dem ich das Gefühl hatte, Regisseur George Roy Hill hat sehr genau gewusst, was er da tat. Und wenn er auch mal die Beine hochgelegt und den Dingen ihren Lauf gelassen hat. Nein, perfekt ist dieser Film nicht. Aber sein ganz großes Plus ist, dass er's auch nicht sein will, dass das Unperfekte in seiner Lässigkeit Methode hat (und dennoch lässig wirkt), und dass andere Aspekte wiederum perfekt sind. Perfekt fängt der Film nämlich die Zeit ein, in der er spielt, die flippigen zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Und der nostalgischen Gefühle wegen ist er auch selbst ein bißchen wie ein Film der Zwanziger gemacht. Da wurden halt mal Dinge mit nicht so ganz durchkonstruierten Storys heruntergekurbelt. Da waren die Rückprojektionen mies. Da ging es um Schau- und Unterhaltungswerte, und auch im Stummfilm um (Begleit-)Musik, Tanz und Bewegung. "Modern Millie" bietet all dies satt. Vieles lässt ihn wie einen Stummfilm oder frühen Tonfilm aussehen: Bei den Szenenwechseln löst das neue das alte Bild durch Übergänge in allen erdenklichen Formen ab (die gute alte Kreisblende, ein Dreieck öffnet sich im alten Bild, und vieles mehr), was seinerzeit sehr populär war und später einer eher unsichtbaren Art des Szenenüberganges gewichen ist (vielleicht ist kein Zufall, dass das große Kind George Lucas diese Technik konsequent bei den sehr märchenhaften Star-Wars-Filmen anwendet). Der Film hat eine Akrobatiknummer, eine Kombination aus Akrobatik und Klopperei, ein paar künstlich beschleunigte Szenen, Slapstickeinlagen mit Hochhausklettereien und Fast-Abstürzen sowie im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk an Gags aus purer kinetischer Energie. Das wirkt slapstick- und cartoonhaft verfremdet. An Cartoons erinnert auch die Tatsache, dass gewaltsam betäubte Menschen nicht einfach zusammensacken, sondern mit geöffneten Augen und scheinbar wachem Gesichtsausdruck einfach reglos stehen- oder sitzenbleiben.

Doch die Energie dieses Filmes lässt sich nicht so einfach betäuben. Selten war der Begriff "motion picture" so passend wie hier. Das ist pures Bewegungskino, so wie der Stummfilm noch stolz war, "bewegtes Bild" zu sein. Darin ist "Modern Millie" eben doch perfekt - und ziemlich lustig. Das Ganze ist bis aufs Kleinste durchchoreographiert, und zwar auch dann, wenn nicht gesungen und/oder getanzt wird. Allein die ersten fünf Minuten sind eine wahre Sinfonie aus Bild und - insoweit doch anders als beim Stummfilm - Ton. Der subjektive Kamerablick durch die Augen einer Verbrecherin, das mechanische, rhythmische Quietschen eines Korbwagens, das Chloroformieren eines Opfers just nach der letzten Note ihres Gesanges, das fast schon musikalisch-rhythmische Dröhnen des kaputten Fahrstuhls, den man stets nur mit Stepptanz zum Laufen bringen kann. Und so wird es weitergehen. Hier sitzen selbst kleine beiläufige Handbewegungen, Blicke, auch einmal Pseudo-Handkantenschläge so traumwandlerisch sicher wie jeder Tanzschritt (vielleicht gab es deswegen gegen Ende wenige Musicalnummern, weil im Grunde der ganze Film eine einzige Choreographie ist). Dabei achtet die Kamera gern auf liebenswerte oder skurrile Details, führt beispielsweise Frauen erst einmal durch die Art und die Rhythmik ihres Ganges ein (auch wieder so ein choreographisches Element). Der Film achtet ferner - hier doch wieder vom Stumm- und frühen Tonfilm unterscheidbar - auf die Farbgebung, die nicht nur allgemein prächtig und satt ist, sondern auch bewusste Akzente setzt. Natürlich fällt das knallrote Cabriolet eines Protagonisten besonders auf, ist herrlich ungeeignet zum Spionieren, sehr geeignet zum Knutschen (mit "rot ist die Liebe" fährt man gar nicht so schlecht), und vielleicht hat dort der große Douglas-Sirk-Kameramann Russell Metty seine Spuren hinterlassen. Farbakzente wie das Auto werden gern einmal übervoll ins Bild gesetzt (wie oft gab es Vergleichbares bei Sirk!) oder mit einem Bild kombiniert, aus dem alle Farben herausgenommen sind (Millies Hutschmuck in einem Vorläufer moderner Großraumbüros voller grauer Mäuse und einer strengen Obermaus). Dieser Film ist in vielen Details derart aufmerksam inszeniert, dass er sich selbstbewusst einen Dreck um gewisse filmische Konventionen scheren kann und die Handlung etwas unstet dahinplätschern lassen und mit seltsamen Tonlagenwechseln garnieren darf. Er macht einfach Laune, ist noch im Unperfekten perfekt und trotzdem sehr locker.

Die DVD hat gute Bild- und Tonqualität, als Extra leider nur den Trailer.
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