22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
MDA ein Blick hinter die Kulissen, 27. Mai 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Model Driven Architecture: Applying MDA to Enterprise Computing (Omg) (Taschenbuch)
Model driven architecture (MDA) ist das neue Schlagwort der OMG
als Antwort auf die ewige Frage nach optimaler Softwareentwicklung.
Frankel gibt in diesem Buch einen sehr breiten Einblick in die Methologie
von modelgetriebener Softwarearchitektur. Beginnend mit einem sehr motivierenden Kapitel zu dem "Warum und Wieso", in dem er die Probleme bei der Entwicklung größerer Softwareprojekt nocheinmal aufzeigt und einem wieder bewusst macht, warum wir noch sehr weit
von vernuenftiger Softwareentwicklung weg sind. MDA ist von vielen Standards der OMG und anderer Organisationen gepraegt. So werden
diese Standards z.B. UML, MOF, CWM, ... im Kontext von MDA erklaert und deren Bedeutung gezeigt. Ganz nebenbei lernt man dabei auch noch allerlei über die Modellierung von Software im Allgemeinen. Frankel zeigt teilweise in Beispielen, welche Probleme bei der Modellierung
und Implementierung von Software auftreten (Semantik, Validitaet, Simulierbarkeit ...) und zeigt auf, wie MDA dabei sinnvoll unterstuetzen kann. Da bei MDA Mappings ueber verschiedene Modelebenen realisiert werden, kommt auch dieser Aspekt nicht zu kurz. Darueber hinaus wird auch behandelt, inwieweit Tools bzw. Modellierungssprachen wie UML geeignet sind MDA in der Softwareentwicklung zu nutzen und wo und wann Erweiterungen notwendig sind. Bei der Fuelle der Standards, die MDA vereint, hat es Frankel nicht immer leicht, alles ausreichend zu beruecksichtigen, so wird der interessierte Leser an manchen Stellen letztlich doch noch ein Spezialbuch z.B. zu CWM zur Hand nehmen. Dennoch schafft es Frankel, wenn gleich auch manchmal mit etwas zuviel Worten, das Akronymewirrwar in MDA in einem sinnvollen Rahmen zusammenzufassen. Das einem dabei hin und wieder
der Kopf raucht ist normal. MDA ist leider schon wieder ein recht verhyptes Thema und nicht alles was im Kontext von MDA gesagt wird ist auch sinnvoll oder wirklich umsetzbar. Doch das schoene an diesem Buch ist, dass es auch hier Grenzen aufzeigt und deutlich macht wo MDA steht und was noch nicht geht. Fuer Einsteiger in die Thematik ein absolutes Muss und fuer erfahrenere Leser zumindest eine recht gute Zusammenfassung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kein Buch für Entwickler, 8. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Model Driven Architecture: Applying MDA to Enterprise Computing (Omg) (Taschenbuch)
"Model Driven Architecture" von David S. Frankel gibt einen Überblick über die im Rahmen von MDA relevanten Standards. Es tut aber leider nur wenig mehr als das.
Zu den wirklich interessanten Themen, nämlich
- wieviel Arbeit muss ich in die UML-Modelle stecken, wie genau muss ich sie ausformulieren
- inwieweit benötige ich UML-Erweiterungen
- Wieviel Konfigurationsaufwand muss in den Generator gesteckt werden
- Muss der generierte Code angepasst werden
äußert sich Frankel so gut wie gar nicht.
Nur in Kapitel 6 und 7 geht er auf diese Themen ein, bleibt aber sehr allgemein und oberflächlich.
Um sie wirklich zu behandeln bräuchte man wohl auch ein Beispiel für die Realisierung einer Anwendung; das fehlt aber.
Ich habe durch die Lektüre dieses Buchs jedenfalls kein tieferes Verständnis von MDA gewonnen. Aber immerhin weiss ich jetzt, was sich hinter Kürzeln wie MOF oder PIM verbirgt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein