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Mode im Mittelalter
 
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Mode im Mittelalter [Gebundene Ausgabe]

Jan Keupp
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Primus Verlag; Auflage: 1 (Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896788043
  • ISBN-13: 978-3896788047
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 204.677 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"...Wie viel die Kleidung auf den ersten Blick verriet, das beschreibt der Band des Münsteraner Historikers Jan Keupp. Ihm geht es nicht darum, was wann schick war, sondern um das ewige Hin und Her zwischen Tabubruch, Provokation, erotischer Versuchung und dem Wunsch nach sozialem Aufstieg..." (Die Rheinpfalz am Sonntag, 25.3.12, S. 17, von Christian Gruber)

"...ein kleines Juwel [...], das man sich unbedingt zulegen sollte, wenn man etwas mehr als nur Schnittmuster und Verarbeitungstipps für die eigene Gewandung sucht!..." (Karfunkel, Nr. 97, S. 91/2)

Kurzbeschreibung

Jan Keupp erzählt in diesem Band ebenso aufschlussreiche wie spannende Kleidergeschichten aus dem Mittelalter: Von Kleiderordnungen für Bauer, Mönch und Edelmann über höfische Mode, Herrscherornat und modische Provokation geht es hier um die Bedeutung von Kleid und Gewand.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mode existiert im Kopf 6. November 2011
Von Gaudimax
Format:Gebundene Ausgabe
Um es vorweg zu sagen: In diesem Buch geht es nicht um die Herstellung von Kleidung im Mittelalter, nicht um exakte Rekonstruktion von Material oder Nähtechnik. Es geht um Mode und darum, welche Bedeutung der Mode von den Zeitgenossen zugedacht war und welche subtilen Botschaften die Wahl des Gewandes auf die soziale Umwelt des mittelalterlichen Menschen aussandte. Was war in welchem Kontext tragbar und was schier unerträglich? Wie diente Mode der sozialen Selbstverortung und Abgrenzung der eigenen Statusgruppe nach unten? Wie definierte sich Schönheit und wie äußerte sich Modekritik? Äußerst kundig und anhand vieler sorgfältig ausgewählter Quellenbelege führt der Autor unterhaltsam durch die Modegeschichte des Mittelalters und erläutert bestechend und mit sprachlicher Eleganz die Erscheinungsformen, Mechanismen und Fallstricke der Mode der Epoche - immer wieder auch mit vergnüglichen Bezügen zur Gegenwart.

Dass der Autor ein ausgewiesener Kenner zum Thema Kleidung und Mode im Mittelalter ist, bewies er mit zahlreichen Publikationen zum Thema, vor allem mit seiner Habilitationsschrift Die Wahl des Gewandes: Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters, die als Standardwerk jedem ausdrücklich empfohlen sei, dem die Lektüre des vorliegenden Buches Lust auf Mehr gemacht hat.
Absolute Kaufempfehlung.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kathi
Format:Gebundene Ausgabe
So manchem Zeitgenossen bereitet das Anfertigen und Tragen mittelalterlicher Mode großen Spaß. Viele Mittelalterbegeisterte jedoch wünschen sich auch, das am eigenen Leib Getragene oder auf den einschlägigen Veranstaltungen zur Schau gestellte Gewand besser zu verstehen: an all jene richtet sich dieses Buch!
In einer Zeit ohne Personalausweise und tägliche Presse wurde ein jeder in seinem Stand, in seiner Rolle in der Gesellschaft daran erkannt, was er nach außen sichtbar trug. Daher spricht man diesbezüglich auch von der "Lesbarkeit der Welt" des Mittelalters.
Anhand zahlreicher liebevoll und kenntnisreich ausgewählter Beispiele breitet der Autor hier eine bunte Auswahl verschiedenster Begebenheiten, in denen Kleidung eine Schlüsselrolle gespielt hat, vor dem Leser aus: Was z.B. hat Richard Löwenherz auf seiner undercover-Heimreise vom gescheiterten 3. Kreuzzug letzlich verraten? Wie stand es um die oft zitierten Farbcodizes mittelalterlicher Kleidung? Schminkten sich die Damen im Mittelalter? War Bescheidenheit stets lobenswert?
Auf diese und viele weitere Fragen wird in diesem Buch auf gut verständliche und vergnüglich lesbare Art geantwortet.
Der Autor indes ist ein ausgewiesener Fachmann: er ist als Dozent für mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster tätig und hat sich zum Thema Kleidung und deren Funktion im Mittelalter habilitiert (Titel: "Die Wahl des Gewandes: Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters") So bleibt er auch keinen Quellenbeleg schuldig: anders als in manch anderem populärwissenschaftlich aufgemachtem Werk, werden hier alle Quellenbelege geliefert und der Leser nicht mit Halbwissen "vom Hörensagen" zurückgelassen. In den Text eingeschobene Zitate aus den mittelalterlichen Quellen helfen dem Leser, den erläuterten Begebenheiten zu folgen. Überdies runden 17 Abbildungen die besprochenen Begebenheiten und ihre Erklärungen ab.
Allen, die sich ein verlässliches Vademecum zur Funktion und Bedeutung von Kleidung im Mittelalter gewünscht haben, sei dieses gut lesbare Büchlein anempfohlen: es macht Spaß und gleichzeitig schlauer!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mode auf dem Laufsteg 3. Februar 2012
Von Daniel
Format:Gebundene Ausgabe
Bunt, raffiniert, mal elegant, mal amüsant - wie die Mode selbst ist auch dieses Buch: Was hat der weibliche Kopfputz über die Manneskraft eines Ehegatten zu sagen, warum urinierte der Graf von Wertheim in einen fremden Ärmel, weshalb machten listige Liebhaber auf Blau" und wieso hat die Schweiz ihre Existenz Hut und Schnabelschuh zu verdanken? All dies und vieles mehr wird in diesem Büchlein kompetent und unterhaltsam erläutert.

Der Autor will erklären, indem er erzählt. Es sind die Geschichten ihrer Zeit, durch die er die Kleider des Mittelalters mit Leben füllt. Statt eine Kostümkunde im klassischen Sinne zu bieten, blickt er in die Köpfe der mittelalterlichen Menschen. Denn hier erst wird der Stoff gewebt, der aus toten Textilgebilden wahre Modeträume werden lässt. Es sind die Skandale, Provokationen und versteckten Andeutungen, die uns spannende Einblicke in das Modedenken der Epoche liefern.

Doch will das Buch mehr als nur unterhalten. Eingestreut in den Erzählfluss finden sich immer wieder Bemerkungen zur Quelleninterpretation, Fragen der Individualität oder Wirkungsweisen mittelalterlicher Mode. Kompliziert klingende Gedanken werden dabei unmittelbar auf eine allgemeinverständliche Ebene gezogen. Nachdem der Autor zum Beispiel etwas geschraubt ausgeführt hat, dass die soziale Welt weniger durch das Vorhandensein objektiver Zustände als durch die Präsenz subjektiver Ideen" gestaltet wird, fügt er erklärend hinzu: Jeder, der einmal vor einem objektiv gut gefüllten Kleiderschrank rein subjektiv ,nichts anzuziehen' hatte, wird diese Erkenntnis aus eigener Erfahrung bestätigen können."

Dadurch wird das Buch zum Leseerlebnis der ganz besonderen Art. Es regt zum Nachdenken an, indem es Dinge unterhaltsam auf den Punkt bringt.
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