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Biografie

Nach den meditativen elektronischen Klängen seiner 2002er Veröffentlichung 18 und dem Singer-Songwriter-Album Hotel aus dem Jahr 2005 kehrt Moby mit seinem jüngsten Werk Last Night (VÖ 28.03.2008) unaufhaltsam auf die Tanzfläche zurück. Last Night deckt sämtliche Variationen von Smiley-gesichtigen, Hände-in-die-Luft-Rave-Hymnen über kosmische Euro-Disco-Nummern im Stil von Giorgio Moroder bis hin zu Underground- sowie Oldschool-HipHop und chilligen Downtempo-Atmosphären ab und ist eine wahre Meisterleistung, die einerseits Mobys Wurzeln in der Clubszene Revue passieren lässt und andererseits ... Lesen Sie mehr

Nach den meditativen elektronischen Klängen seiner 2002er Veröffentlichung 18 und dem Singer-Songwriter-Album Hotel aus dem Jahr 2005 kehrt Moby mit seinem jüngsten Werk Last Night (VÖ 28.03.2008) unaufhaltsam auf die Tanzfläche zurück. Last Night deckt sämtliche Variationen von Smiley-gesichtigen, Hände-in-die-Luft-Rave-Hymnen über kosmische Euro-Disco-Nummern im Stil von Giorgio Moroder bis hin zu Underground- sowie Oldschool-HipHop und chilligen Downtempo-Atmosphären ab und ist eine wahre Meisterleistung, die einerseits Mobys Wurzeln in der Clubszene Revue passieren lässt und andererseits enthusiastisch in die Zukunft blickt.
Als Reaktion auf die Downbeat-Qualitäten seiner neueren Veröffentlichungen wie Hotel, 18 und dem Blockbuster Play wollte Moby „ein Album aufnehmen, das etwas verspielter ist, [mein] Leben, wie es wirklich ist, etwas stärker reflektiert.“ Während Moby sich dank der kompromisslosen Offenheit, mit der er einst seine Überzeugungen vertrat, einen gewissen Ruf als freudloser Militanter erwarb und in der britischen Musikpresse wiederholt als antialkoholischer, veganer Jesus-Freak dargestellt wurde, findet er selbst: „So bin ich ganz und gar nicht. Ich bin eher der Typ, der bis 5 Uhr morgens mit Freunden durchmacht.“
Tatsächlich ist Last Night konzeptionell ähnlich strukturiert wie eine dieser epischen durchfeierten Nächte und bewegt sich von der sich steigernden Spannung des frühen Abends über den Höhepunkt der Euphorie und die Konfusion um 2 Uhr morgens bis hin zum seligen Frieden eines Sonnenaufgangs in New York City. Moby gibt widerstrebend zu, dass Last Night tatsächlich eine Art Konzeptalbum ist, der Versuch, zehn Stunden im Nachtleben auf eine 60-minütige CD zu komprimieren. Allerdings sollte man sich den Gedanken an taube, stumme und blinde Flipper-Magier oder Progrocker, die über topographische Ozeane segeln, von vornherein abschminken, denn das Konzept stellt sich dem Edikt derTanzfläche nicht im Entferntesten in den Weg, sondern spannt auf Last Night lediglich einen sanften Erzählbogen zu der Erkundungsreise in die Energie des Nachtlebens.
Da er sich seit Mitte der Achtzigerjahre stark in der New Yorker Clubszene engagiert, ist Moby genau der richtige Mann, um die Atmosphäre degenerierter Exzesse aufleben zu lassen. Clubs besuchte Moby bereits 1980 als Teenager - zu einer Zeit, die viele als das Goldene Zeitalter des New Yorker Nachtlebens bezeichnen. „Nach den Siebzigern gab es eine Art Antidisco-Bewegung, und der Rest der Welt wollte nichts von Dancemusic wissen, aber hier florierte die Dancemusic weiter“, erinnert sich Moby. „Die DJs spielten HipHop und Freestyle und Dancehall-Reggae und House und sonderbare elektronische Musik. Das war damals einfach eine sehr offene, unglaubliche Zeit. Ich bin wirklich, wirklich dankbar, in dieser Ära musikalisch erwachsen geworden zu sein.“
Last Night fängt diesen „erlaubt ist, was gefällt“-Geist ein und schlägt den Genre-Purismus zugunsten eines jubilierenden Eklektizismus in den Wind, der sowohl in die Energie als auch in den Sound der Stücke verliebt ist. „I Love to Move in Here“ ist eine Hommage an die Anfangstage des HipHop, als das Genre noch unschuldig war, sich glücklich an Disco-Beats ankuschelte und nichts anderes im Sinn hatte, als die Party rocken zu lassen. Zu diesem Zweck tat sich Moby mit Grandmaster Caz von den Cold Crush Brothers, einem der wahrhaft legendären Oldschool-MCs, zusammen; dem Mann, der die meisten Reime für den ersten großen HipHop-Hit „Rappers’ Delight“ von der Sugarhill Gang lieferte und einen motivierenden Rap zu einem Track beigesteuert hat, der als Miniaturausgabe der New Yorker Dancemusik daherkommt.
„Es hat mich schon immer sehr traurig gestimmt, dass die Raveszene wegen dieser riesigen, überlebensgroßen, euphorischen, piano-getriebenen Rave-Hymnen gestorben ist; mir haben sie immer gut gefallen“, verkündet Moby. „Ich komme mir schon wie ein Evangelist der großen, piano-getriebenen Rave-Hymne vor.“ Mit ihren pumpenden Diva-Vocals, strahlend glücklichen Pianoakkorden und beschleunigten Breakbeats erinnern „Everyday It’s 1989“ und „The Stars“ an die großen Tage des Rave und könnten direkt aus einer seiner Future Shock-Setlists stammen (dem New Yorker Club, der in den USA als Heimat des Rave gilt und zu Mobys Residencies zählt).
An anderer Stelle (so zum Beispiel in den dunklen Sythesizerlines der Giorgio-Moroder-meets-Hardfloor-Nummer „I’m in Love“ und dem Opening Track „Oo Yeah“, den er als „die Art Song, die man 1978 bei Halston zu Hause hörte, bevor man ins Studio 54 ging“ beschreibt”) beschwört Moby den glorreichen Geist des Euro-Disco, zollt den legendären New Yorker Garage-DJs Larry Levan und Tony Humphries sowie der frühen 1990er House-Szene in San Francisco mit „Disco Lies“ Tribut und entfesselt mit „Degenerates” und „Mothers of the Night” majestätische, elegische Orchesterwogen, die an Play erinnern.
Last Night ist jedoch einiges mehr als ein reiner Rückblick. Was Moby von jeher von vielen seiner Zeitgenossen abhebt, die sich auf elektronische Musik spezialisiert haben, ist die Wertschätzung traditioneller Songstrukturen, und auf Last Night verwendet er konventionellere Kompositionstechniken, um neue Verschmelzungen zu erzielen. Bei den Aufnahmen zu „Hyenas“ arbeitete Moby mit einer Exilalgerierin zusammen, die er entdeckte, als sie in einer Karaoke-Bar in New York in phonetischem Englisch James Brown sang, und umgibt sie mit einer melancholischen, leicht psychedelischen, von Roxy Music und Serge Gainsbourg inspirierten Atmosphäre. „Alice“ ist der zweite HipHop-Track auf Last Night, doch anstatt dem Oldschool Respekt zu zollen, wird Moby dieses Mal von den Underground-Rappern 419 Crew und Aynzli unterstützt, die beide in England leben, und schafft einen Track, der an den futuristischen HipHop des britischen Big Dada-Labels erinnert.
Im Titeltrack und gleichzeitig dem letzten Song auf dem Album ist Sylvia Gordon von der sträflich unterbewerteten New Yorker Band Kudu zu hören. Doch anstatt sich auf Kudus vertraute, New Wave-beeinflusste Dancemusik zu verlassen, platziert Moby Gordon vor einer Klanglandschaft aus unheimlichen Synthesizerklängen und klagenden Saitenwellen und stellt dabei die Billie Holiday-Qualitäten ihrer Stimme in den Vordergrund. Offenbar war Gordon vor den Aufnahmen ein paar Tage lang nicht zum Schlafen gekommen, und so erinnert die glückselige Erschöpfung in ihrer Stimme daran wie es ist, um acht Uhr morgens im fleckigen Licht des Sonnenaufgangs nach Hause zu stolpern, und liefert ein perfektes Ende zur Evokation der nächtlichen Millionenstadt-Halbwelt auf Last Night.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Nach den meditativen elektronischen Klängen seiner 2002er Veröffentlichung 18 und dem Singer-Songwriter-Album Hotel aus dem Jahr 2005 kehrt Moby mit seinem jüngsten Werk Last Night (VÖ 28.03.2008) unaufhaltsam auf die Tanzfläche zurück. Last Night deckt sämtliche Variationen von Smiley-gesichtigen, Hände-in-die-Luft-Rave-Hymnen über kosmische Euro-Disco-Nummern im Stil von Giorgio Moroder bis hin zu Underground- sowie Oldschool-HipHop und chilligen Downtempo-Atmosphären ab und ist eine wahre Meisterleistung, die einerseits Mobys Wurzeln in der Clubszene Revue passieren lässt und andererseits enthusiastisch in die Zukunft blickt.
Als Reaktion auf die Downbeat-Qualitäten seiner neueren Veröffentlichungen wie Hotel, 18 und dem Blockbuster Play wollte Moby „ein Album aufnehmen, das etwas verspielter ist, [mein] Leben, wie es wirklich ist, etwas stärker reflektiert.“ Während Moby sich dank der kompromisslosen Offenheit, mit der er einst seine Überzeugungen vertrat, einen gewissen Ruf als freudloser Militanter erwarb und in der britischen Musikpresse wiederholt als antialkoholischer, veganer Jesus-Freak dargestellt wurde, findet er selbst: „So bin ich ganz und gar nicht. Ich bin eher der Typ, der bis 5 Uhr morgens mit Freunden durchmacht.“
Tatsächlich ist Last Night konzeptionell ähnlich strukturiert wie eine dieser epischen durchfeierten Nächte und bewegt sich von der sich steigernden Spannung des frühen Abends über den Höhepunkt der Euphorie und die Konfusion um 2 Uhr morgens bis hin zum seligen Frieden eines Sonnenaufgangs in New York City. Moby gibt widerstrebend zu, dass Last Night tatsächlich eine Art Konzeptalbum ist, der Versuch, zehn Stunden im Nachtleben auf eine 60-minütige CD zu komprimieren. Allerdings sollte man sich den Gedanken an taube, stumme und blinde Flipper-Magier oder Progrocker, die über topographische Ozeane segeln, von vornherein abschminken, denn das Konzept stellt sich dem Edikt derTanzfläche nicht im Entferntesten in den Weg, sondern spannt auf Last Night lediglich einen sanften Erzählbogen zu der Erkundungsreise in die Energie des Nachtlebens.
Da er sich seit Mitte der Achtzigerjahre stark in der New Yorker Clubszene engagiert, ist Moby genau der richtige Mann, um die Atmosphäre degenerierter Exzesse aufleben zu lassen. Clubs besuchte Moby bereits 1980 als Teenager - zu einer Zeit, die viele als das Goldene Zeitalter des New Yorker Nachtlebens bezeichnen. „Nach den Siebzigern gab es eine Art Antidisco-Bewegung, und der Rest der Welt wollte nichts von Dancemusic wissen, aber hier florierte die Dancemusic weiter“, erinnert sich Moby. „Die DJs spielten HipHop und Freestyle und Dancehall-Reggae und House und sonderbare elektronische Musik. Das war damals einfach eine sehr offene, unglaubliche Zeit. Ich bin wirklich, wirklich dankbar, in dieser Ära musikalisch erwachsen geworden zu sein.“
Last Night fängt diesen „erlaubt ist, was gefällt“-Geist ein und schlägt den Genre-Purismus zugunsten eines jubilierenden Eklektizismus in den Wind, der sowohl in die Energie als auch in den Sound der Stücke verliebt ist. „I Love to Move in Here“ ist eine Hommage an die Anfangstage des HipHop, als das Genre noch unschuldig war, sich glücklich an Disco-Beats ankuschelte und nichts anderes im Sinn hatte, als die Party rocken zu lassen. Zu diesem Zweck tat sich Moby mit Grandmaster Caz von den Cold Crush Brothers, einem der wahrhaft legendären Oldschool-MCs, zusammen; dem Mann, der die meisten Reime für den ersten großen HipHop-Hit „Rappers’ Delight“ von der Sugarhill Gang lieferte und einen motivierenden Rap zu einem Track beigesteuert hat, der als Miniaturausgabe der New Yorker Dancemusik daherkommt.
„Es hat mich schon immer sehr traurig gestimmt, dass die Raveszene wegen dieser riesigen, überlebensgroßen, euphorischen, piano-getriebenen Rave-Hymnen gestorben ist; mir haben sie immer gut gefallen“, verkündet Moby. „Ich komme mir schon wie ein Evangelist der großen, piano-getriebenen Rave-Hymne vor.“ Mit ihren pumpenden Diva-Vocals, strahlend glücklichen Pianoakkorden und beschleunigten Breakbeats erinnern „Everyday It’s 1989“ und „The Stars“ an die großen Tage des Rave und könnten direkt aus einer seiner Future Shock-Setlists stammen (dem New Yorker Club, der in den USA als Heimat des Rave gilt und zu Mobys Residencies zählt).
An anderer Stelle (so zum Beispiel in den dunklen Sythesizerlines der Giorgio-Moroder-meets-Hardfloor-Nummer „I’m in Love“ und dem Opening Track „Oo Yeah“, den er als „die Art Song, die man 1978 bei Halston zu Hause hörte, bevor man ins Studio 54 ging“ beschreibt”) beschwört Moby den glorreichen Geist des Euro-Disco, zollt den legendären New Yorker Garage-DJs Larry Levan und Tony Humphries sowie der frühen 1990er House-Szene in San Francisco mit „Disco Lies“ Tribut und entfesselt mit „Degenerates” und „Mothers of the Night” majestätische, elegische Orchesterwogen, die an Play erinnern.
Last Night ist jedoch einiges mehr als ein reiner Rückblick. Was Moby von jeher von vielen seiner Zeitgenossen abhebt, die sich auf elektronische Musik spezialisiert haben, ist die Wertschätzung traditioneller Songstrukturen, und auf Last Night verwendet er konventionellere Kompositionstechniken, um neue Verschmelzungen zu erzielen. Bei den Aufnahmen zu „Hyenas“ arbeitete Moby mit einer Exilalgerierin zusammen, die er entdeckte, als sie in einer Karaoke-Bar in New York in phonetischem Englisch James Brown sang, und umgibt sie mit einer melancholischen, leicht psychedelischen, von Roxy Music und Serge Gainsbourg inspirierten Atmosphäre. „Alice“ ist der zweite HipHop-Track auf Last Night, doch anstatt dem Oldschool Respekt zu zollen, wird Moby dieses Mal von den Underground-Rappern 419 Crew und Aynzli unterstützt, die beide in England leben, und schafft einen Track, der an den futuristischen HipHop des britischen Big Dada-Labels erinnert.
Im Titeltrack und gleichzeitig dem letzten Song auf dem Album ist Sylvia Gordon von der sträflich unterbewerteten New Yorker Band Kudu zu hören. Doch anstatt sich auf Kudus vertraute, New Wave-beeinflusste Dancemusik zu verlassen, platziert Moby Gordon vor einer Klanglandschaft aus unheimlichen Synthesizerklängen und klagenden Saitenwellen und stellt dabei die Billie Holiday-Qualitäten ihrer Stimme in den Vordergrund. Offenbar war Gordon vor den Aufnahmen ein paar Tage lang nicht zum Schlafen gekommen, und so erinnert die glückselige Erschöpfung in ihrer Stimme daran wie es ist, um acht Uhr morgens im fleckigen Licht des Sonnenaufgangs nach Hause zu stolpern, und liefert ein perfektes Ende zur Evokation der nächtlichen Millionenstadt-Halbwelt auf Last Night.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Nach den meditativen elektronischen Klängen seiner 2002er Veröffentlichung 18 und dem Singer-Songwriter-Album Hotel aus dem Jahr 2005 kehrt Moby mit seinem jüngsten Werk Last Night (VÖ 28.03.2008) unaufhaltsam auf die Tanzfläche zurück. Last Night deckt sämtliche Variationen von Smiley-gesichtigen, Hände-in-die-Luft-Rave-Hymnen über kosmische Euro-Disco-Nummern im Stil von Giorgio Moroder bis hin zu Underground- sowie Oldschool-HipHop und chilligen Downtempo-Atmosphären ab und ist eine wahre Meisterleistung, die einerseits Mobys Wurzeln in der Clubszene Revue passieren lässt und andererseits enthusiastisch in die Zukunft blickt.
Als Reaktion auf die Downbeat-Qualitäten seiner neueren Veröffentlichungen wie Hotel, 18 und dem Blockbuster Play wollte Moby „ein Album aufnehmen, das etwas verspielter ist, [mein] Leben, wie es wirklich ist, etwas stärker reflektiert.“ Während Moby sich dank der kompromisslosen Offenheit, mit der er einst seine Überzeugungen vertrat, einen gewissen Ruf als freudloser Militanter erwarb und in der britischen Musikpresse wiederholt als antialkoholischer, veganer Jesus-Freak dargestellt wurde, findet er selbst: „So bin ich ganz und gar nicht. Ich bin eher der Typ, der bis 5 Uhr morgens mit Freunden durchmacht.“
Tatsächlich ist Last Night konzeptionell ähnlich strukturiert wie eine dieser epischen durchfeierten Nächte und bewegt sich von der sich steigernden Spannung des frühen Abends über den Höhepunkt der Euphorie und die Konfusion um 2 Uhr morgens bis hin zum seligen Frieden eines Sonnenaufgangs in New York City. Moby gibt widerstrebend zu, dass Last Night tatsächlich eine Art Konzeptalbum ist, der Versuch, zehn Stunden im Nachtleben auf eine 60-minütige CD zu komprimieren. Allerdings sollte man sich den Gedanken an taube, stumme und blinde Flipper-Magier oder Progrocker, die über topographische Ozeane segeln, von vornherein abschminken, denn das Konzept stellt sich dem Edikt derTanzfläche nicht im Entferntesten in den Weg, sondern spannt auf Last Night lediglich einen sanften Erzählbogen zu der Erkundungsreise in die Energie des Nachtlebens.
Da er sich seit Mitte der Achtzigerjahre stark in der New Yorker Clubszene engagiert, ist Moby genau der richtige Mann, um die Atmosphäre degenerierter Exzesse aufleben zu lassen. Clubs besuchte Moby bereits 1980 als Teenager - zu einer Zeit, die viele als das Goldene Zeitalter des New Yorker Nachtlebens bezeichnen. „Nach den Siebzigern gab es eine Art Antidisco-Bewegung, und der Rest der Welt wollte nichts von Dancemusic wissen, aber hier florierte die Dancemusic weiter“, erinnert sich Moby. „Die DJs spielten HipHop und Freestyle und Dancehall-Reggae und House und sonderbare elektronische Musik. Das war damals einfach eine sehr offene, unglaubliche Zeit. Ich bin wirklich, wirklich dankbar, in dieser Ära musikalisch erwachsen geworden zu sein.“
Last Night fängt diesen „erlaubt ist, was gefällt“-Geist ein und schlägt den Genre-Purismus zugunsten eines jubilierenden Eklektizismus in den Wind, der sowohl in die Energie als auch in den Sound der Stücke verliebt ist. „I Love to Move in Here“ ist eine Hommage an die Anfangstage des HipHop, als das Genre noch unschuldig war, sich glücklich an Disco-Beats ankuschelte und nichts anderes im Sinn hatte, als die Party rocken zu lassen. Zu diesem Zweck tat sich Moby mit Grandmaster Caz von den Cold Crush Brothers, einem der wahrhaft legendären Oldschool-MCs, zusammen; dem Mann, der die meisten Reime für den ersten großen HipHop-Hit „Rappers’ Delight“ von der Sugarhill Gang lieferte und einen motivierenden Rap zu einem Track beigesteuert hat, der als Miniaturausgabe der New Yorker Dancemusik daherkommt.
„Es hat mich schon immer sehr traurig gestimmt, dass die Raveszene wegen dieser riesigen, überlebensgroßen, euphorischen, piano-getriebenen Rave-Hymnen gestorben ist; mir haben sie immer gut gefallen“, verkündet Moby. „Ich komme mir schon wie ein Evangelist der großen, piano-getriebenen Rave-Hymne vor.“ Mit ihren pumpenden Diva-Vocals, strahlend glücklichen Pianoakkorden und beschleunigten Breakbeats erinnern „Everyday It’s 1989“ und „The Stars“ an die großen Tage des Rave und könnten direkt aus einer seiner Future Shock-Setlists stammen (dem New Yorker Club, der in den USA als Heimat des Rave gilt und zu Mobys Residencies zählt).
An anderer Stelle (so zum Beispiel in den dunklen Sythesizerlines der Giorgio-Moroder-meets-Hardfloor-Nummer „I’m in Love“ und dem Opening Track „Oo Yeah“, den er als „die Art Song, die man 1978 bei Halston zu Hause hörte, bevor man ins Studio 54 ging“ beschreibt”) beschwört Moby den glorreichen Geist des Euro-Disco, zollt den legendären New Yorker Garage-DJs Larry Levan und Tony Humphries sowie der frühen 1990er House-Szene in San Francisco mit „Disco Lies“ Tribut und entfesselt mit „Degenerates” und „Mothers of the Night” majestätische, elegische Orchesterwogen, die an Play erinnern.
Last Night ist jedoch einiges mehr als ein reiner Rückblick. Was Moby von jeher von vielen seiner Zeitgenossen abhebt, die sich auf elektronische Musik spezialisiert haben, ist die Wertschätzung traditioneller Songstrukturen, und auf Last Night verwendet er konventionellere Kompositionstechniken, um neue Verschmelzungen zu erzielen. Bei den Aufnahmen zu „Hyenas“ arbeitete Moby mit einer Exilalgerierin zusammen, die er entdeckte, als sie in einer Karaoke-Bar in New York in phonetischem Englisch James Brown sang, und umgibt sie mit einer melancholischen, leicht psychedelischen, von Roxy Music und Serge Gainsbourg inspirierten Atmosphäre. „Alice“ ist der zweite HipHop-Track auf Last Night, doch anstatt dem Oldschool Respekt zu zollen, wird Moby dieses Mal von den Underground-Rappern 419 Crew und Aynzli unterstützt, die beide in England leben, und schafft einen Track, der an den futuristischen HipHop des britischen Big Dada-Labels erinnert.
Im Titeltrack und gleichzeitig dem letzten Song auf dem Album ist Sylvia Gordon von der sträflich unterbewerteten New Yorker Band Kudu zu hören. Doch anstatt sich auf Kudus vertraute, New Wave-beeinflusste Dancemusik zu verlassen, platziert Moby Gordon vor einer Klanglandschaft aus unheimlichen Synthesizerklängen und klagenden Saitenwellen und stellt dabei die Billie Holiday-Qualitäten ihrer Stimme in den Vordergrund. Offenbar war Gordon vor den Aufnahmen ein paar Tage lang nicht zum Schlafen gekommen, und so erinnert die glückselige Erschöpfung in ihrer Stimme daran wie es ist, um acht Uhr morgens im fleckigen Licht des Sonnenaufgangs nach Hause zu stolpern, und liefert ein perfektes Ende zur Evokation der nächtlichen Millionenstadt-Halbwelt auf Last Night.

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