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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker vor dem Herrn,
Von capicchio "capicchio" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick (Wordsworth Collection) (Taschenbuch)
Moby-Dick oder The Whale, wie das Buch ursprünglich hieß, ist ein absoluter Klassiker der Weltliteratur. So viel steht fest. Es hat die Nachwelt sehr geprägt. Vielleicht nicht unbedingt literarisch, aber auf anderen Ebenen.Der weiße Wal und Kapitän Ahab, die in dem Buch die Hauptakteure sind, sind auch heute noch allgegenwärtig. Kürzlich zeigte eine Karikatur sogar Präsident Bush als Kapitän Ahab auf seiner Suche nach dem weißen Wal. Die Story von Moby Dick ist eigentlich weitläufig bekannt. Kapitän Ahab ist der Kapitän eines Walfängers, in einer Zeit in der der Walfang noch eine richtige Industrie in Amerika war. Bereits Jahre bevor die Geschichte spielt, wurde ihm von dem berüchtigten weißen Wal ein Bein im Kampfe abgebissen. Ahabs Wunsch nach Rache und die unbändige Jagd nach dem Wal sind nun das Grundgerüst der Geschichte. Was klingt wie eine spannende Abenteuergeschichte, ist jedoch viel mehr. Hermann Melville schrieb die meisten Teile dieses monströsen Werks innerhalb von nur einem Jahr. Er widmete es seinem Freund Nathaniel Hawthorne, der ihm bei der Fertigstellung half und ihn viele tipps gab. Melville wollte plötzlich, wahrscheinlich ermutigt von Hawthorne, mehr als nur eine Abenteuergeschichte schreiben. Er wollte ein Buch schreiben, was nicht für den Markt gedacht war, sondern nur für sich. Er wollte alle seine Gedanken und Ansichten veröffentlichen. Melville schrieb nahezu das komplette Buch, ehe es 1851 zunächst in London veröffentlicht wurde, noch einmal um. Was dabei herausgekommen ist, ist dieser Schinken. Melville zeigt nun zum Beispiel die Freundschaft zwischen Ismael und dem Kannibalen Queequeg. Er beschreibt, was für die Zeit sehr unnatürlich war, die Freundschaft sehr neutral. Für ihn war Queequeg kein dummer Wilder, der erstmal missioniert werden müsste, sondern einfach nur ein guter Mensch aus einer anderen Welt. Hier tuacht die Idee des edlen Wilden erstmals auf. Des weitern geht es aber neben dem Walfang (und seinem technischen Vorraussetzungen) auch um Philospohie, Religion, dem Sinn des Lebens, usw. Kapitelweise lässt Melville seine Hauptperson Ahab über die verschiedensten Dinge sinieren. Zwar kommt man auch ohne klar, doch an manchen Stellen lohnt es sich sogar, die Bibel gelesen zu haben. Es bleibt eigentlich nicht mehr viel von der abenteuer Geschichte übrig. Die Handlung wird teilweise gar nicht vorangetrieben. Es scheint als würde die Zeit zu stehen, wenn Ahab einen seiner zahllosen Monologe (was sehr stark an ein Drama errinnert) hält. Meiner Meinung nach macht diese Tatsache eine Bewertung dieses Buches schwierig. Jemand der hauptsächlich Trivialliteratur liest oder eine Abenteuergeschichte lesen möchte, sollte die Finger davon lassen. Der Schreibstil ist sehr wechselnd. Wenn Melville über Seemannsgarn und kernige Seefahrergeschichten schreibt, ist die Sprache einfach, ja fast schon derbe, so wie man sie sich von Seefahrern vorstellt. In seinen philosophischen Anfällen ist die Sprache dann sehr eloquent und abgehoben, was aber nicht bedeutet, dass sie unbedingt schwerer zu lesen ist. Was viele Passagen etwas schwerer macht, sind die ellenlangen Beschreibungen des Walfangs und des Aufbaus eines Walfängers. Was hier an Fachvokabular verwendet wird, sollte selbst für einen Native Speaker, der mit Segeln nichts am Hut hat, schwer verständlich sein. Man kann das Buch nicht so ohne weiteres Empfehlen. Wer aber interessiert ist, an Philosophie und Religion und sich nicht abschrecken läßt, wenn die Handlung kapitelweise nicht vorangetrieben wird, sollte es lesen. Es ist wirklich spannend, was für Gedanken Kapitän Ahab teilweise hat. Alle Leute die lieber einen Seeroman oder eine Abenteuergeschichte lesen wollen, sollten von Hermann Melville Typee lesen. Das ist nämlich ein spannendes Buch, was zu seiner Zeit auch erfolgreicher war als Moby Dick. Ich gebe dem Buch trotz allem fünf Sterne, da ich es für einen Klassiker halte und Klassiker nun mal nicht zufällig zu welchen werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"There are some enterprises in which a careful disorderliness is the true method.",
Von
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick: or, The Whale: Or, the White Whale (Penguin Classics) (Taschenbuch)
Thus begins Chapter 82 of Melville's masterpiece "Moby-Dick", where Ishmael tries to give the reader some understanding of the history and meaningfulness of whaling. The selfsame motto also seems to apply to the composition of "Moby-Dick", because in terms of richness and intricacy it ranges on the same level as Sterne's "Tristram Shandy" or the works of James Joyce.Whosoever simply expects a gripping, speedy tale of an adventurous whale-hunt will surely be disappointed with "Moby-Dick", since the actual fight between Ahab and the White Whale takes place on the last 35 of 630 pages, and the plot-line at times is hardly discernible what with long passages on the species of whales, on the history of whaling and on the processes of hunting, killing and exploiting the whales and with interior monologues of the characters involved. So if you are bent on tension and action merely, you had better watch the excellent film adaption of the novel starring Gregory Peck as monomanic Ahab. Apart from that "Moby-Dick" falls short of basic narrative conventions in that the first person narrator Ishmael, who seems to be about to tell of story about himself at the beginning, is more and more fading out of the tale, finally taking on the character of an omniscient narrator, who knows the innermost thoughts of Ahab and other crew members, and of a commentator. Then there are long passages where seamen suddenly talk as though there were imbued with Shakespearean spirit and where the whole novel takes on the character of a play. What kind of botch is that, you may asked dismayed. The answer is that "Moby-Dick" is a brilliant experiment in language, which becomes clear when you read some of its chapters aloud to yourself. Start with Father Mapple's sermon on Jonah here, and you will see what I mean. Melville taps the full dramatic potential of the English language, indeed seeming to be willing to emulate Shakespeare at times. Then there are other passages which abound in a comic and frolicsome exuberance of imagination. Let me give you an example: "Certain I am, however, that a king's head is solemnly oiled at his coronation, even as a head of salad. Can it be, though, that they anoint it with a view of making its interior run well, as they anoint machinery? Much might be ruminated here, concerning the essential dignity of this regal process, because in common life we esteem but meanly and contemptibly a fellow who anoints his hair, and palpably smells of that anointing." (Chapter 25) "Moby-Dick" is full of these little gems; it unites the ludicrous, the serious, the scientific, the mystic and many more aspects of human life, thus being what great literature is all about. It provides ample food for thought and it gives its readers many an opportunity to relish the power of the English language. It is also interesting to see how much sympathy Melville apparently has for Captain Ahab, who is driven into madness by his wish for revenge on the White Whale. "All visible things, man, are but pasteboard masks. But in each event - in the living act, the undoubted deed - there, some unknown but still reasoning thing puts forth the mouldings of its features from behind the unreasoning mask! [...] [The White Whale] tasks me; he heaps me; I see in him outrageous strength, with an inscrutable malice sinewing it. That inscrutable thing is chiefly what I hate [...] Talk not to me of blasphemy, man; I'd strike the sun if it insulted me." (Chapter 36) This is surely an unfailing recipe for unhappiness, but there is also something noble in this foolhardy energy. Was not much of man's civilisation and of human progress achieved in the teeth of the seemingly impossible or blasphemous? Well, there is no orthodox reading of the symbolism of "Moby-Dick", and everyone might get his own idea on Ahab and his fight against the Whale. Last night I was in a pub and had an animated and long discussion with a friend of mine on this very book, and I cannot say that I ever had an animated and long discussion on any book written by Dan Brown, however suspenseful they be and although I am a faithful reader of Brown's. So have a go at the adventure of reading "Moby-Dick": "There she blows!" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Technical Remarks on Kindle Edition,
Rezension bezieht sich auf: Moby Dick: or, the White Whale (Kindle Edition)
Very sloppy conversion:- no table of contents (show-stopper as the book has 135 chapters!) - Etymology and Extracts chapters missing - chapter titles not correctly formatted - no cover image Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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