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Moby-Dick, oder: Der Wal
 
 

Moby-Dick, oder: Der Wal (Gebundene Ausgabe)

von Herman Melville (Autor), Norbert Wehr (Herausgeber), Rockwell Kent (Illustrator), Friedhelm Rathjen (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 959 Seiten
  • Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 2., Aufl. (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861507110
  • ISBN-13: 978-3861507116
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 410.548 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 31 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker > Internationale Autoren > Melville, Herman

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Neu übersetzt! Das wunderbarste aller Bücher: Moby-Dick. Mit 269 Bildern von Rockwell Kent.

Die Geschichte des Kampfes zwischen Kapitän Ahab und dem weißen Wal ist das Entree zur modernen Literatur und wurde zur Autobiografie eines Jahrhunderts, zur Autobiografie einer Nation, zur barocken Summe menschlicher Erfahrung von Jahrtausenden.

Der wunderbar kreative und kraftvolle Übersetzer Rathjen ist einer der strengsten Diener fremder Sprachen in Deutschland, der u.a. James Joyce, Gertrude Stein, R.L. Stevenson, Mark Twain übertragen hat.

Für den schwierigen und vielschichtigen Text des Moby-Dick mit seinen wechselnden Tonlagen, der exzessiven Rhetorik und ungewöhnlichen Interpunktion hat Rathjen eine deutsche Fassung entwickelt, die die sprachliche Erscheinung des Urtextes möglichst originalgetreu abbildet. Während alle bisherigen Übersetzer hier (vermeintlich im Sinne des Autors und/oder des Lesers) interpretierend, glättend und „verbessernd“ eingreifen, besteht Rathjen darauf, in seiner Übersetzung genau das zu vermitteln, was gesagt wird und auch eine bis in die Klangstruktur hinein möglichst genaue Entsprechung für die Form zu finden, wie es gesagt wird. Nachdem bislang nur erste Kostproben veröffentlicht wurden, liegt jetzt endlich die komplette Übersetzung vor, über die schon so viel gesprochen wurde. Friedhelm Rathjen und Herausgeber Norbert Wehr haben sie nochmals einer strengen Durchsicht unterzogen.

Ergänzt wird sie in einem umfangreichen Anhang von einem einführenden Essay des französischen Literaturwissenschaftlers Jean Pierre Lefebvre. Dazu gibt es eine Reihe von Texten aus dem Quellgebiet des Romans, die größtenteils hier zum ersten Mal auf Deutsch vorliegen: darunter Owen Chases Bericht vom Schiffbruch des Walfängers Essex (in Neuübersetzung), Melvilles Anmerkungen zu Chases Bericht, Melvilles „Skizzen einer Walreise“, Melvilles berühmter Essay über Hawthorne, der als Freund und Kollege die Entstehung von Moby-Dick kritisch-fördernd begleitet hat (jeweils in deutscher Erstübersetzung).

Illustriert wird der Roman von Federzeichnungen, die der amerikanische Künstler Rockwell Kent 1930 für eine limitierte Luxusedition des Romans schuf. Diese Bilder wurden so berühmt, dass seither viele Moby-Dick-Ausgaben im englischen Sprachraum mit Kents Illustrationen erschienen sind. Sie wurden zu Emblemata dieses mythischen Konflikts, für viele zählen sie bereits zum elementaren Bestandteil des Textes. Diese Ausgabe ist die erste deutsche Übersetzung, die die Kent-Bilder umfassend zeigt - bislang waren sie hierzulande nur in einer sehr schmalen Auswahl zu sehen.



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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Moby-Dick! Aber welche Übersetzung?, 16. Juli 2007
Moby-Dick ist kein Abenteuer Roman.
Wer sich dessen bewusst ist und sich an dieses Stück Weltliteratur heran wagt, stößt vielleicht auf die Frage: welche Übersetzung ist die Beste?

Meiner Meinung nach kommen überhaupt nur zwei in Frage.
Die von Friedhelm Rathjens erschienen bei Zweitausendeins
Und die von Matthias Jendis erschienen im Hanser Verlag.

Der Übersetzer Friedhelm Rathjens sagt: wenn sich das Original sperrig, kompliziert und gespreizt gibt, dann muss auch die Übersetzung originalgetreu sperrig, kompliziert und gespreizt sein.

Das bedeutet, dass Rathjen die langen Satzreihungen Melvilles eben nicht in getrennte Haupt- und Nebensätze auflöst.
Die im original nur durch Semikolons getrennten Wurmsätze, die sich nicht um Lesbarkeit scheren und sich manchmal über eine ganze Seite winden, werden von Rathjens so übersetzt, wie Melville sie vor über 150 Jahren aufgeschrieben hat.
Dadurch wird die Lektüre nicht vereinfacht, aber das möchte Herr Rathjen auch nicht.
Er unternimmt nicht den Versuch, den Roman "zu verbessern" oder ihn gefälliger zu machen.
Rathjen liefert eine möglichst getreue Kopie des Originals.

Der Übersetzer Matthias Jendis überarbeitete Friedhelm Rathjen Übersetzung.
Wo sich Rathjen den Exzessen der Melvillschen Sprache bedingungslos ausliefert
greift Jendis glättend ein und wählt im Zweifelsfall die leichter zu lesende Version.
Konsequent werden Satzungetüme entzerrt und Wiederholungen ausgelassen.

Dazu Friedhelm Rathjen: Der Bearbeiter hat den Text so sehr entrathjent, dass ich ihn nicht wiedererkannte.

Der Hanser Verlag brachte im Jahr 2001 Moby-Dick in der Übersetzung von Matthias Jendis heraus.

Die Kritik bescheinigte dieser Übersetzung eine hervorragende Arbeit.
Drei Jahre später brachte Zweitausendeins die Rathjens Übersetzung heraus.

Welches ist nun das bessere Werk?
Natürlich kann es hierauf keine allgemein gültige Antwort geben.
Jedenfalls bin ich froh, dass ich mich für die Version von Herrn Rathjens entschieben habe.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Viel diskutierte Neuübersetzung des "Welt-Meer-Klassikers"!, 22. Dezember 2004
Von Guido Feldhaus "preussenguido" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Moby-Dick oder: Der Wal (Gebundene Ausgabe)
Der New Yorker Herman Melville (1819 bis 1891) war ein recht glückloser Autor. Seine Romane und Erzählungen - so auch Moby Dick (1850) - konnten Kritiker und Leser zeitlebens nicht wirklich erwärmen. Melville registrierte dies mit gewissem Trotz. Es sei besser, auf der Suche nach Originalität zu scheitern, als mit einer Nachahmung Erfolg zu haben, so seine Überzeugung. Der Ruhm begann nach dem Ersten Weltkrieg. 1925 kam der Film zum Wal-Drama in die Lichtspielhäuser, die erste deutsche Buchübersetzung erschien im gleichen Jahr. Moby Dick ist für Melville die geniale Basis um religiösen und philosophischen Weisheiten der Menschheitsgeschichte in seinen Figuren ein literarisches Denkmal zu setzen. Dessen Leistung für die Weltliteratur musste seine zeitgenössischen Leser mit Fassungslosigkeit erfüllen. Dem jetzt vorliegenden aufwendigen Buch liegt die jüngst vollendete kongeniale Neuübersetzung von Friedhelm Rathjen zugrunde.

Der sagenumwobene weiße mörderische Wal und sein von unbändigem Hass getriebener einbeiniger Jäger Kapitän Ahab sind längst Legende geworden. Dutzende Generationen von Lesern verfielen dieser Geschichte. Der lebensfeindlich-vampirhafte Schiffsführer und sein geisterhafter Fisch liefern sich einen geradezu biblischen Kampf, der gnadenlos nahezu alles Menschliche und Lebende in den donnernden Abgrund der kalten See hinunterreißt. Melville erzählt von der wohl schwersten Seereise seiner Jugend. Der Grünschnabel Ismael ist auf der Suche nach Arbeit und trägt sich euphorisch und naiv in die Mannschaftsliste von Ahab ein. Das Drama kann beginnen.

Moby Dick als Neuübersetzung zu inszenieren; muss als großes Risiko bewertet werden. Zu oft schien die Romanvorlage bereits gedeutet bzw. missdeutet worden zu sein. Umso mehr fasziniert die grandios-opulente Arbeit von Friedhelm Rathjen. Er sorgt dafür, dass sich der Leser komplett der;Welt-Meer-Literatur; hingibt. Der Anhang ist fast 150 Seiten stark und bietet u.a. Texte von Owen Chase, Sophia und Julian Hawthorne, Jean Pierre Lefebvre und auch Herman Melville selbst. Hier werden die harte Arbeit der Walfänger und der schwierige Arbeitsprozess des Autors angemessen gewürdigt.

Dieses ;neue" Buch schafft durch die Mischung aus Sprachästhetik, eng am Original angelehnter Übersetzung und eindringlichen Illustrationen zum Walfang und dessen Risiken unglaublich düstere See-Bilder und gleichzeitig die wunderbare Möglichkeit von der Weite des Ozeans und der Kraft der Naturgewalt Meer vs. Kreatur zu träumen. Die Publikation dieser Neuübersetzung durch ZWEITAUSENDEINS wird dem hohen literarischen Rang des Werkes vollauf gerecht. Sensationell ist die repräsentative Ausstattung des fast eintausendseitigen Werkes. Edle Materialien und bis ins Detail liebevoll gestaltete Extras (s. die oben beschriebene Ausstattung) machen das Buch zu dem Erlebnis von Lesefreude dieses Jahres überhaupt. Einer teuren goldenen Uhr gleich, wird man das literarische Highlight von Generation zu Generation weitertragen. Sein zeitloser Inhalt und die klassisch-schöne Ausstattung machen es zum wahren Kulturgut für Literaturfreunde.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Bolero ohne Schlussakkord, 1. Januar 2009
Nach zwei äußerst positiven Rezensionen fällt es natürlich schwer, sich negativ über ein Werk der Weltliteratur zu äußern. Dabei beziehen sich die bisherigen Meinungsäußerungen auf dieser Plattform vorrangig auf die Qualität der Übersetzung, die sicher unterstellt werden muss. So hat mich auch das Nachwort des Übersetzers Friedhelm Rathjen mit der Übersetzung versöhnt, nicht aber mit dem zu Grunde liegenden Werk von Herman Melville.
Ich habe die Schwierigkeiten in der Lesbarkeit zunächst den oft späten Abendstunden meiner Lektüre zugewiesen, merkte dann aber schnell, dass es sich tatsächlich nicht um den Abenteuerstoff handelt, den ich seit meiner Jugend in dem Buch vermutet habe (und weshalb ich es nun endlich einmal lesen wollte), sondern um eine literarisch und historisch sicher bedeutsame Beschreibung des Walfangs und seiner Menschen im 19. Jahrhundert. Das etwas 750 Seiten währende Warten auf die erste richtige Begegnung mit dem Hauptakteur Moby Dick und das relativ unspektakuläre Abhandeln dieser Begegnung kam mir letztlich - um es einmal mit einem Vergleich aus der Musik auszudrücken - wie eine 20 Stunden dauernde Aufführung des Bolero vor, bei dem man den auflösenden Schlussakkord vergessen hat.
Wer also ein Buch erwartet, das anhand einer attraktiven Aufmachung unter Zuhilfenahme einer ziemlich komplizierten, aber sicher anspruchsvollen Sprache Tätigkeitsbeschreibungen und Psychogramme der beim Walfang im 19. Jahrhundert beteiligten Menschen bietet, sollte sich das Buch unbedingt kaufen. Wer aber noch einmal die Abenteuersehnsucht seiner Jugend wiedererleben möchte und gute Lesbarkeit und Spannung erwartet, der sollte auf andere Werke zurückgreifen.
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5.0 von 5 Sternen phantastisch- opulente Neuübersetzung!
Der New Yorker Herman Melville (1819 bis 1891) war ein recht glückloser Autor. Seine Romane und Erzählungen - so auch Moby Dick (1850) - konnten Kritiker und Leser zeitlebens... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2004 von Guido Feldhaus

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