Als Herman Melville seinen Roman schrieb, verarbeitete er damit auch seine Erlebnisse auf Walfangschiffen der damaligen Zeit. Aber er schuf damit auch ein gewaltiges Gleichnis. Nicht umsonst wählte er biblische Namen für einige Figuren seines Romans.
Dieser 1956 entstandene Film ist die klassische und wohl auch beste Umsetzung des Romans auf die Leinwand. Damals legte man noch Wert auf Schauspielkunst, während neuere Verfilmungen technischen Schnickschnack benutzen, um die Atmosphäre des Walfangs und die Dramatik der Ereignisse zu schildern.
Leider ist die Qualität der DVD sehr schlecht. Das aber ändert nichts an der Güte des Films.
Kapitän Ahab ist vom Kampf mit dem Wal Moby Dick schwer gezeichnet. Er hat ein Bein verloren, Narben im Gesicht und schlimme Verletzungen seiner Seele erlitten. Dafür will er sich rächen. Seine Besessenheit ist so gewaltig, dass er dafür das wirtschaftliche Ziel seiner Expedition, sein Schiff und die Besatzung aufs Spiel setzt.
Der Matrose Ismail und sein Freund Queequeg werden vor der Reise vom alten Elias gewarnt. Aber Menschen sehen in der Regel, was sie sehen wollen und schlagen Warnungen in den Wind. Auf hoher See wird dem ersten Maat Starbuck klar, wie die Fahrt enden wird. Er versucht zunächst Ahab zu besänftigen und dann der Mannschaft die kommenden Ereignisse vor Augen zu führen. Als beides ohne Erfolg bleibt, beschließt er, Ahab zu töten. Dieser sinnvolle Widerstand wäre seine einzige Möglichkeit gewesen, sich selbst und alle anderen zu retten. Aber er findet dafür nicht die Kraft. Und so kommt es, wie es immer kommt, wenn Fanatismus und Rachsucht am Steuer sind: Es gibt keine Sieger.
Die sich ewig wiederholende Geschichte ist viel älter als der Roman. Und der Roman wird nichts an ihrer ewigen Wiederholung ändern. Denn merkwürdigerweise denken sogar wissende Menschen, dass in ihrem Fall alles anders ist.
Fazit.
Der Film mit Gregory Peck in der Hauptrolle ist die beste Verfilmung des Romans von Herman Melville. Leider ist die Qualität der DVD sehr schlecht. Dies ändert aber nichts an der Güte des Films. Dafür die Sterne.