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Moby Dick: Oder Der Wal
 
 
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Moby Dick: Oder Der Wal [Gebundene Ausgabe]

Herman Melville , Richard Mummendey
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 710 Seiten
  • Verlag: Artemis & Winkler; Auflage: 2 (1. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3538063109
  • ISBN-13: 978-3538063105
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,2 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 510.066 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Herman Melville
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Meer der Weltliteratur hätte Herman Melville mit seinem fulminanten Roman Moby Dick oder Der Wal beinahe Schiffbruch erlitten. Als das Buch um den grausamen Rachefeldzug Kapitän Ahabs 1851 erschien, blieb es weitgehend unbeachtet und wurde von amerikanischen Kritikern gar als "übel zusammengeschusterte Mischung aus Abenteuerroman und Tatsachenbericht" verrissen. Damals hätte man sich wohl eher einen Schmöker wie Taipi. Ein Blick auf polynesisches Leben während eines viermonatigen Aufenthalts über Melvilles Kannibalenabenteuer gewünscht. Da half es auch nichts, dass Moby Dick jenseits des Atlantiks viel wohl wollender aufgenommen wurde: Die positiven Rezensionen drangen zu Melville nicht vor. 1891 starb Melville, der längst im Strudel der Kritik untergegangen war, völlig verarmt und nahezu vergessen in New York.

Auch wenn Moby Dick eine traurige Wendemarke darstellt in Melvilles Karriere, so ist der Roman heute als eines der größten Epen der amerikanischen Literatur allgemein anerkannt. Dementsprechend groß ist inzwischen die Flut der Übersetzungen: Zwischen 1944 und 1956 erschienen allein vier bedeutende Fassungen auf Deutsch. Matthias Jendis hatte das Glück, sie alle -- neben ausgewählten Versionen in anderen Sprachen -- für seine neue Übertragung zurate ziehen zu können. Und er hatte das Glück, auf den vollständigen und gesicherten Ausgangstext von Moby Dick zurückgreifen zu können, der erst 1988 in Chicago erschien. So hat man hier zu Lande erstmals Gelegenheit zur Lektüre des wuchtigen Romans ohne Verstümmelung. Und da Jendis darauf verzichtet hat, die Klippen und Sandbänke der teils gar holperig wirkenden Sprache Melvilles zu umschiffen, kann man Moby Dick erstmals auch ohne die störenden Glättungen früherer Übersetzer in seiner ganzen kraftvollen Rauheit lesen.

Viel Enzyklopädisches ließ Hermann Melville einfließen in Moby Dick, und oftmals wirken seine Einschübe eher als Demonstration seines biblischen, literarischen oder walkundlichen Wissens denn als romaninterne Notwendigkeit. Diesen Fehler hat sich der Herausgeber Daniel Göske nicht zu Schulden kommen lassen: Sein umfangreicher Kommentar nimmt in klugen Hinweisen und bedacht gewählten Zitaten jederzeit angemessen zu Melvilles Text und seinem Umfeld Stellung. So kommt auch etwas Klarheit selbst in die gewaltigen Tiefen (und Untiefen) von Melvilles grandiosem Meisterwerk. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2001
Sehr lang, sehr ausführlich und sehr kundig in der Interpretation, der Übersetzungs- und der Rezeptionsgeschichte widmet sich Uwe Pralle zwei neuen Übersetzungen von Moby Dick - eines der meistgelesenen Bücher der Weltliteratur. Die eine Übersetzung, die von Matthias Jendis, findet der Rezensent überaus gelungen. Die zweite von Friedhelm Rathjens, die lediglich auszugsweise in der Zeitschrift "Schreibheft" erschienen ist, stößt bei Pralle auf einige Kritik. Melvilles Klassiker erlaubt dem Leser, so Pralle, verschiedene Arten des Herangehens. Man kann dieses beeindruckende Buch, das bei seiner Ersterscheinung Ende des 19. Jahrhunderts für Verstörung sorgte, als Abenteuerroman, Essay oder Parabel lesen. Viel steckt in diesem Roman über die wahnwitzige Sucht des Kapitäns Ahab, Natur und Raum beherrschen zu wollen - für Pralle eine deutliche Anspielung auf den Größenwahn der USA, die Welt beherrschen zu wollen. Melville selbst hat den Roman als "Entwurf eines Entwurfes" bezeichnet, als Provisorium, eine Bewertung, die Pralle doch etwas bescheiden vorkommt. Etwas provisorisch allerdings, zumindest sehr sperrig, ist Melvilles Sprache, an der sich Generationen von Übersetzern abgearbeitet haben, berichtet der Rezensent. Die nun vorliegende Übertragung von Matthias Jendis erntet größtes Lob vom Rezensenten. Sie sei hervorragend lesbar, weder habe Jendis das Sperrige von Melvilles stilistischen Anstrengungen ausgelöscht, noch zugunsten einer modernen Lesart gewagte Arabesken und Sprachlabyrinthe des geradezu avantgardistischen Autors geopfert. Und der ausgezeichnete Kommentarteil der Hanser-Ausgabe löst für Pralle vieles ein, was man sich für eine deutschsprachige Ausgabe von "Moby Dick" nur wünschen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2001
Die Neuübersetzung von Herman Melvilles "Weltbuch" kann Rezensent Joachim Kalka natürlich nicht besprechen, ohne noch einmal die herausragende Bedeutung des Originals hervorzuheben. Das "Singuläre" dieses Romans sieht er in der Verflechtung des "grellen und profunden Mysterienspiels" mit einer "fast wissenschaftlichen Präzision der Meteorologie, Zoologie, Soziologie". Auch sei "Moby Dick" eines der großen Bücher des Satanismus "neben dem Faust, das wichtigste zwischen Milton und Dostojewski". Matthias Jendis Neuübersetzung findet Kalka gelungen. Sie beziehe sich erstmals "auf einen gesicherten Originaltext". Übersetzer Jendis beeindruckt den Rezensenten durch "eine genaue Herauspräparierung der vielen Einzelformen und Sprachfelder", derer sich Melville bedient habe. Zu Einzelheiten findet man Kalka zufolge auch "einen wertvollen, über hundert Seiten langen Kommentaranhang von Daniel Köske", dem Herausgeber der Werkausgabe. Trotzdem ist in den Augen des Rezensenten vieles "unpräzise geblieben". Melvilles Shakespeare-Anspielungen blieben wohl manchmal ebenso unerkannt, wie dessen "versteckte Blankverse". Recht ausführlich widmet sich Kalka auch Friedhelm Ratjens Übersetzung, ("die zweite (Neuübersetzung, die ursprünglich mal die erste war") Viele Leser, glaubt Kalka, werden diese "vertrackte" Übersetzung als "Stimulans" empfinden. Kalka selbst bevorzugt die Jendis-Version; weil sie sich auf die Seite der Lesbarkeit stellt, wohingegen Ratjen "gelegentlich geradezu zum Zweck der Illustration" seiner Theorie übersetze, manchmal am Rand des Törichten.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Geschichte von Ahab und dem "Weißen Wal" kennt irgendwie jeder, aber es lohnt sich, mal die Zeit zu nehmen und sie zu lesen. Denn das Buch ist weit mehr als die Geschichte des manischen Kapitäns, der seine Mannschaft und sein Schiff seinem Wahn opfert. Im Wechsel mit kleinen essayartigen Berichten über die Geschichte des Walfanges oder die Anatomie von Walen aus der Sicht eines Erzählers des 19. Jhdts nimmt er immer wieder den Faden der Erzählung auf und treibt die Geschichten mit ihren teils mystischen Zügen in seiner exakt und detailliert beschreibenden und unheimlich kraftvollen Erzählweise fort bis auf ihren Höhepunkt. Nicht zuletzt das umfangreiche seemännische Vokabular und die Schilderung der Naturgewalten lassen dem Leser die See fast schmecken.
Freundschaft, Religion, Wahn, Naturgewalten, Seemannschaft, Jagd und Loyalität aber auch die Bewunderung für den Wal als Geschöpf Gottes werden in dieser Erzählung zum Thema und lassen das Buch auch heute immer noch aktuell erscheinen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
der entwurf eines entwurfs sei sein moby dick, schreibt melville; sicher nicht ganz ohne untertreibung, denkt man sich. aber der gute lugt so oft bescheiden und freundlich zwischen den zeilen dieses buches hervor, dass man ihm sein understatement letztendlich doch abnimmt. der wahre künstler zweifelt eben, denk man sich.
gemusst hätte er das trotzdem nicht. sicher, sein roman ist nicht einfach, ist keiner, den man binnen einer woche durchgelesen hat (was schon dem schieren umfang von knapp 1000 seiten geschuldet ist), nein, aber er ist einer, der ungeheuer angenehm zu lesen ist.
bringe geduld auf, o leser, oder lass es bleiben. aber wenn du geduld hast, wirst du belohnt: man wird (ohne zeigefinger) belehrt über nautisches und walfängerisches, bekommt einblicke in den umgang auf see und in geschundene seelen, spürt freundschaft, kann lachen und ist bisweilen tief erschüttert. man lernt und versinkt, man schwankt und betrinkt sich an unerhört klugen metaphern und betrachtungsweisen. man liest ein buch, dass so tief und umfangreich ist, wie das meer selbst.

ich ärgere mich, dass ich nicht schon früher den mut (denn den braucht man, angesichts der vielen menschen, die einen vor diesem langweiligen schinken warnen) aufbrachte, dieses buch zu lesen. aber vielleicht habe ich ja auf diese übersetzung gewartet? sie ist ausgesprochen gut gelungen und gibt sich auch im anhang große mühe, einem dieses immense werk näher zu bringen.
wer etwa über die seefahrer-begriffe stolpert, schlägt einfach im anhang nach, da gibt es ein glossar (kleines wörterbuch) der nautischen sprache, da wird alles erklärt.

noch eine sache: hier gibt es immer wieder rezensenten, die sich über die altertümliche sprache beschweren -- nun ja -- da das buch um 1850 geschrieben wurde, kann man da vielleicht nochmal ein auge zudrücken, oder? ;-)

und zuletzt noch ein wort an die buchbinder: großartige arbeit! jeder cent lohnt sich hier! die fadenheftung, der gute einband, das gilb-resistente dünndruckpapier, machen bestimmt noch in hundert jahren eine gute figur. übrigens: durch das dünndruckpapier sehen die tausend seiten aus wie höchstens 400. vielleicht ein grund mehr, keine angst vor diesem "roman-ungetüm" zu haben...
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
moby-dick ist unbestreitbar eines der größten werke der weltliteratur. überraschend modern in seinem avantgardistischen umgang mit sprache und prosaformen. die übersetzung ist von ausserordentlicher qualität und ist die erste, die lesern deutscher zunge das roman-untier in seiner atemberaubenden größe ahnen läßt.
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