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64 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dem Unheil entgegen, 10. Februar 2004
Herman Melville hat in seinem großartigen Werk wahrscheinlich etwas mehr aussagen wollen als nur die Geschichte des Walfanges aufzuzeichnen.Und allein, wenn er es deswegen getan hätte, es wäre selbst dann wundervoll gewesen. Jeder, der sich in dieses Werk einliest, wird mitgenommen in eine eigenartige Stimmung. Schon die ersten Worte: "Nennt mich Ismael. Vor Jahren - fragt mich nicht, wann es war - wollte ich wieder einmal für eine Weile unter Segel gehen...." usw. malen die Stimmung einzigartig. Dann hebt eine Erzählung an, die es in sich hat und eigenartiger nicht sein kann, wenn dann bald der herrliche tätowierte Harpunier mit seinen Schrumpfköpfen erscheint. Die Geschichte mit dem Kapitän Ahab aber hat es im Verlauf der Handlung wirklich in sich. Kenner der literarischen Szene behaupten, diese Sache mit Ahab und dem Wal (Moby Dick), die gnadenlos ausgefochten wird, diese Sache sei ein Kampf mit dem Schicksal schlechthin, vielleicht auch mit dem Unheil gewesen. Und dieses Unheil droht, so meine ich, nicht geringer heutzutage auf dieser Erde und in den Meeren. Diese Natur zu erhalten, dieses doch emfindliche großartige Geschöpf, dieses Wunder für uns alle, wodurch wir wiederum Wunder geworden sind und immer wieder werden, das ist auch die Botschaft des Autors, so meine ich, und daß er es mit derartiger Spannung zu Papier brachte, ist eine großartige Sache und ein gefundenes Fressen für die Leseratten, die vielleicht dann sogar modernere Werke, allerdings voller Mysterien (huhu!)bedauernd zur Seite würden. Aber das sind vielleicht nur Träume?
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