Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine der besten Übersetzungen der letzten Jahre, 30. August 2003
Von Ein Kunde
Wer den Moby Dick in seiner Jugend als reinen Abenteuerroman gelesen und sich dabei ausschließlich vom Plot hat in den Bann schlagen lassen, sollte sich selbst den Gefallen tun, dieses sprachlich vielgestaltige Meisterwerk noch einmal richtig zu genießen. Die Möglichkeit zu diesen Lektüre-Genuss ist Mathias Jendis zu verdanken, der, unterstützt von dem Melville-Experten Professor Daniel Göske, eine sowohl sprachlich als auch philologisch tadellose Übersetzung erstellt hat, die zurecht mit einem renommierten Übersetzer-Preis bedacht wurde. Und an jeden, der sich noch nie zusammen mit Kapitän Ahab an Bord der Pequod begeben hat, ergeht die Aufforderung, dieses schleunigst nachzuholen. Ich verspreche: die Reise lohnt sich.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Roman, den man nie mehr vergisst, 3. Februar 2007
Zeit sollte man sich nehmen für Melvilles mächtiges Werk. Zwischen Abenteuererzählung und Dokumentation schwankend, steht immer die poetische Ausdrucksweise des Autors (und des Übersetzers Matthias Jendis) im Vordergrund.
Ein Zitat: (Kap. 96, S. 656)
"...wie der Wind heulte und die See wogte und das Schiff ächzte und stampfte und doch stetig seine rote Hölle weiter und weiter in die Schwärze der See und der Nacht warf und trotzig den weisslichen Knochen in ihrem Maule zerbiss und wütend die Gischt nach allen Seiten spie, befrachtet mit Wilden, beladen mit Feuer, mit einem brennenden Leichnam an Bord auf dem Weg in die schwärzeste Finsternis..."
Ja, so sieht's aus, liebe Lese-Kollegen.
Aber auch nach 5 oder 6 anderen Büchern denke ich immer noch an die Erlebnisse der Männer auf der PEQUOD.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gipfel der Erzählkunst, 5. November 2008
"Melvilles berühmtester Roman, durch den sein Name wohl heller vom Sternenhimmel der Weltliteratur strahlt als der jedes anderen amerikanischen Schriftstellers des 19. Jahrhunderts", NZZ
..heißt es auf der Buchrückseite, und fürwahr, hier wird nicht übertrieben.
Wer hier einen schlichten Abenteuerroman erwartet, irrt. Viel mehr ist es eine Mischung aus eben solchem Abenteuerroman, Dokumentation, Prosa und philosophischen Exkursen. Bunt durcheinandergewürfelt werden hier verschiedenste Stilrichtungen, immer wieder wechselt die Erzählperspektive, so folgen wir zwar den Großteil des Buches den Betrachtungen Ismaels, aber auch der dämonische Kapitän Ahab, seine Steuermänner oder andere Besatzungsmitglieder werden uns nahegebracht.
Das Buch lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Zum einen die Geschichte Ismaels, der auf der Pequod anheuert zur einer mehrjährigen Fahrt über die Meere, die im Kampf mit Moby Dick endet; und verschiedenste Exkursen zu dem Walfang an sich, zu den Abläufen an Bord, zu der Beschaffenheit und Erscheinung von Walen, die sehr ausführlich daher kommen und der Autor so ein sehr ausführliches Bild vom Walfang im 19. Jahrhundert schafft.
In jeder Szene merkt man dem Autor an, das er selber jahrelang auf der See unterwegs war, so detailliert sind seine Umschreibungen, und er wartet mit allerlei Anekdoten auf. Bisweilen ist es so ausführlich, das sich bei dem ungeduldigen Leser Langeweile einstellen könnte. Aber die immer kurzen Kapitel können problemlos übersprungen werden.
Besonders hervorzuheben sind Melvilles philosophische und metaphysische Betrachtungen, und seine ungeheure Sprachgewalt. Derart wortgewaltig, zuweilen höchst poetisch vermag er sich auszudrücken, so das es ein wahrer Lesegenuss ist.
Wer einen reinen Abenteuerroman erwartet, dem ist es freigestellt die zahlreichen Beschreibungen des Walfangs etc zu überspringen, es ist aber zu empfehlen, das Werk mit all seinen Ausführungen und Exkursen als Ganzes zu lesen, denn die Welt die er erschafft, ist umso reichhaltiger, je mehr man sich auf sie einlässt.
Zu Lebzeiten wurde Melville kaum Ruhm zuteil, man konnte mit seinem Werk, das seiner Zeit weit voraus war, nichts anfangen. Dabei wies es schon Jahrzehnte vor dem Ulysses viele seiner revolutionären Elemente auf, und erlangte erst viele Jahre nach Melvilles Tod jenen Weltruhm, von dem er bis heute nichts eingebüßt hat. Im Gegensatz zu vielen sogenannten Klassikern, die heute angestaubt und antiquitiert wirken, ist Moby Dick zeitlos, ein Roman der auch in hundert Jahren noch gelesen werden wird.
Für mich persönlich eine der größten Entdeckungen unter den zahlreichen Klassikern der Weltliteratur. Ein Meisterwerk, das mich von der ersten Seite an gepackt und fortan fasziniert hat.
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