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Mobbing: Roman [Taschenbuch]

Annette Pehnt
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 2008
Joachim machte seine Arbeit gut, die Kollegen schätzten ihn. Wenigstens das stand doch außer Frage. Denn mit der neuen Chefin blieb für ihn nichts, wie es war. So kam der Briefumschlag mit der fristlosen Kündigung beinah wie eine Erleichterung. Aber für Joachims Familie war das Glück längst flüchtig wie das Vertrauen, das sie in sich und das Leben gehabt hatte. Mit »Mobbing« gelingt Annette Pehnt in der Verbindung aus Anteilnahme und literarischer Distanz ein glänzender Roman um ein drängendes Thema.

Hinweise und Aktionen

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Wird oft zusammen gekauft

Mobbing: Roman + Haus der Schildkröten: Roman + Chronik der Nähe: Roman
Preis für alle drei: EUR 35,93

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (1. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492252893
  • ISBN-13: 978-3492252898
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 141.439 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie als Dozentin und freie Autorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Freiburg. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis. 2011 erschien ihr Roman "Chronik der Nähe", im selben Jahr erhielt sie den Solothurner Literaturpreis sowie den Hermann Hesse Preis.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mobbing ist Krieg 1. März 2009
Format:Taschenbuch
Mobbing ist inzwischen ein in Deutschland längst etablierter, griffiger Anglizismus für die gezielte Ausgrenzung einzelner Mitarbeiter aus einer Beschäftigtengruppe. In ihrem gleichnamigen Roman "Mobbing" beschreibt Annette Pehnt diesen Prozess anhand der Figur Jo, einem Verwaltungsangestellten, den eine unbedachte Äußerung zum Hassobjekt seiner neuen Vorgesetzten macht. Mit seinen Anpassungsschwierigkeiten verschärft Jo seine Lage, doch ist er ohnehin längst in einem Strudel gefangen, aus dem es für ihn keinen Ausweg mehr gibt. Jo wähnt sich in einem Kriegszustand, der sich nur schwer in die gängigen Kategorien dieses Begriffs einordnen lässt. Im Laufe der Handlung kommt es zur fristlosen Kündigung, gegen die er erfolgreich prozessiert. Doch sein Sieg ist kein Happy-End, sondern ein Pyrrhussieg, da er zwar das Arbeitsverhältnis wiederherstellt, aber nicht die Ausgrenzung beendet, die sogar noch eine Zuspitzung erfährt. Der Krieg geht in die zweite, offene Runde, für die Jo die Mittel auszugehen drohen.

Pehnt interessieren nicht die arbeitsrechtlichen Details, die vielleicht auch nur schwer mit der Geschichte in Übereinstimmung zu bekommen sind. Sie betrachtet aus der Perspektive von Jo's Ehefrau ausschließlich die psychologische Ebene des Mobbing-Vorgangs und seiner Ausläufer, die sie über den ganzen Roman hinweg nicht verlässt und vermittelt so dem Leser, wie sich im Laufe der Geschichte die beiden Partner voneinander entfremden, sich der Freundeskreis verständnislos distanziert und beklemmende Zukunftsangst in die Familie einzieht.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erzählung über einen Abstieg 21. November 2007
Von Wolfgang Stroebl TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nach außen ist es das typische Mittelstandsidyll: Ehepaar mit zwei kleinen Kindern, Reihenhaus, Freunde. Doch die Idylle ist gefährdet: der Mann kommt an seinem Arbeitsplatz unter Druck, er wird sukzessive gemobbt und gedemütigt, letztlich auch gekündigt.
Annette Pehnts "Mobbing", leicht und gut lesbar, nimmt sich eines aktuellen Themas an, das sich in der Literatur gar nicht so häufig findet.
Oberflächlich betrachtet ist der Text Hausfrauen- und Mütterprosa: selten liest man derart ausführliche Beschreibungen des Alltagslebens mit kleinen Kindern. Doch rasch wird klar, dass das Festhalten an den Ritualen der "Kinderaufzucht" das Einzige ist, was dem Ehepaar in den Zeiten der Krise bleibt, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Indem sie ihren Alltag durchorganisiert bewältigen, fühlen sie sich als Teil der Gesellschaft, die sie allerdings immer mehr meidet. Die berufliche Krise wird zu einer privaten.
Annette Pehnts Prosa ist flüssig fakturiert, mit kurzen Sätzen und Dialogen ohne Anführungszeichen. Gesagtes, Gedachtes und Getanes geht fließend ineinander über - das Ganze liest sich wie aus einem Guss. Selten hat mich ein scheinbar leicht konsumierbarer Text so nachdenklich gestimmt.

NB: Ärgerlich: wieso wird ein Buch wie Annette Pehnts "Mobbing" vom Verlag und/oder der Autorin eigentlich als ROMAN klassifiziert? Ein Text in einem kleinformatigen Büchlein, knapp 160 Seiten, in großen Lettern gedruckt. In einem "normal" gedruckten Buch würde das Ganze höchstens 60, 70 Seiten füllen. Von den Verlagen hört man, dass im deutschen Sprachraum Novellen bzw. Erzählungen kaum zu verkaufen sind.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zerfall einer Familie durch Mobbing 5. April 2010
Von goat TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Besondere an diesem Roman ist die Sicht aus der er geschrieben ist. Nicht der Gemobbte Joachim Rühler erzählt seine Geschichte, sondern seine Ehefrau.
Allerdings geht die Autorin weniger auf das Mobbing selbst ein, als auf die Probleme innerhalb Joachims Familie. Sie zeigt auf, was für immense Auswirkungen das Mobbing auf das nahe Umfeld haben können.

So werden zum Beispiel Freunde der Familie erwähnt, die sich zu Anfang von Joachims Kündigung noch bei ihm melden und ihre Hilfe anbieten. Aber je größer die finanzielle Not der Eheleute wird oder das Bedürfnis Überhand nimmt, über diese Probleme mit jemandem zu reden, umso mehr ziehen sich die Freunde zurück. Das ständige "Gejammer" und die Tatsache, dass man aufgrund des fehlenden Geldes nicht mehr alles zusammen unternehmen kann, führen dazu, dass Jo und seine Frau automatisch isoliert werden.

Durch die Hilflosigkeit, die seine Frau durch die Situation empfindet, eskaliert die Situation soweit, dass sie im Beisein ihrer fünfjährigen Tochter zu dem Verkäufer der Zooabteilung sagt: "Sollen wir die Meerschweinchen in den Mülleimer schmeißen? Dann sind sie weg, und wir haben Platz für ein nagelneues Kaninchen. Und wenn das uns zu langweilig wird, schmeißen wir es weg und kaufen ein anderes Tier."
In einer anderen Szene möchte ihre Tochter gerne an einer Sandburg eines kleinen Mädchens mitbauen. Als es das nicht möchte, hockt sich Jos Frau neben die Burg und zischt das kleine Mädchen an: "Weißt du was, du bist ein gemeines Stück, bloß keinen mitspielen lassen, großartig, ganz großartig, mach nur so weiter".
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Wenn das Schlimmste passiert ist, muss man sich endlich nicht mehr...
Und für Joachim trifft diese Situation ein: er erhält seine fristlose Kündigung.
Und damit tritt ein Kreislauf in Gang, der die gesamte Familie in seinen... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von unbekannt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Psychoterror
Was mich an diesem Buch von Anfang an fasziniert hat, ist die Perspektive. Berichte von Betroffenen kennen wir sicher alle und jeder einzelne ist einfach nur furchtbar. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Peggy B. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Beklemmend gut
WORUM GEHT ES?
Johannes ist Mitarbeiter einer städtischen Behörde. Er war für den internationalen Bereich zuständig - Jugend- und Kulturaustausch - bis... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Tom Kadi veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen einfach nur schlecht
Selten habe ich so ein langweiliges, schlechtes Buch gelesen. Sowohl inhaltlich auch als vom Schreibstil her. Einfachstes Deutsch, ein Buch, das ein Kind im 1. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Marc veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Irreführender Titel
Bei einem Buch mit dieser Überschrift erwartet man eine gewissenhafte Auseinandersetzung mit diesem Thema. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juli 2010 von Xirxe
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch über unser Heute!
Ich habe das Buch durch Zufall in die Hände bekommen, war zunächst ein wenig abgeschreckt von dem (angeblichen) "Thema" (über das alle reden bei diesem Buch), dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2009 von Therese Kreis
5.0 von 5 Sternen Mobbing, Annette Pehnt
Ein außerordentliches Buch. Man fühlt mit den Personen im Buch und kann vieles sich durch die gute Sprache bildlich vorstellen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2009 von Angela
2.0 von 5 Sternen Brisantes Thema verschenkt
Das Thema ist aktuell wie noch nie, die Verarbeitung der Autorin zu einem Roman hat es aber leider "verschenkt".
Vielleicht ging ich auch mit zu großen Erwartungen u. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2008 von gigunelsa
3.0 von 5 Sternen Gut geschriebene Erzählung mit einigen Unwahrscheinlichkeiten
Ich habe das vorliegende Buch "Mobbing" mit großem Interesse begonnen, denn wie es auf den ersten Seiten den Anschein hat, erzählt es eine Geschichte wie tausendfach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2008 von ludwigwitzani
5.0 von 5 Sternen so lebensnah wie ein Ratgeber
Dieser Roman vermittelt das Problem Mobbing so lebensnah und echt wie sonst nur Sachbücher oder Ratgeber, z.B. das Buch "Mobbing - Frauen steigen aus".
Veröffentlicht am 28. April 2008 von Ulli
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