Mma Ramotswe, traditionell gebaut, die erste Detektivin in Botswana ermittelt mit ihrer Co-Detektivin Mma Makutsi in verschiedenen Fällen. Es ist nichts weltbewegendes, sie findet kein geheimes Code und retete damit nicht die Welt. Was die beiden machen, hilft den einfachen Menschen bei ihren Problemen.
Es sind kleine Sachen, die sich beide Detektivinnen vornehmen. Aber, aufgepasst, das bedeutet nicht, dass bei der Arbeit nicht ganz nach dem Motto aus dem Buch des Hr. Clovis Anderson geht- und nach Mma Ramotswe Prinzipien.
Diesmal kommt eine junge Frau, die ihre Wurzeln sucht. In Botswana (eigentlich überall in der Welt) ist es sehr wichtig zu wissen, wo unsere Vorfahren lebten oder noch leben (nicht vergessen, AIDS hat die Bevölkerung des Landes stark dezimiert und ist noch immer sehr präsent). Beide Damen lösen auch diesen Fall, die Lösung wird dem sicher gefallen. Verraten wird nichts.
Da kommen zum ersten Mal auch anonyme Briefe an beide Damen. Neid? Hass? Auf jeden Fall für die Detektei keine gute Reklame, besonders weil Mma Makutsi kurz vor der Hochzeit mit ihren Verlobten Mr. Radiphuti steht. Der sähe seine Verlobte nicht gerne in der Gefahr. Mr. J.L.B. Matekoni, der beste Automechaniker Botswana's hat andere Sorgen un Wünsche. Auch wenn diese (noch) nicht lösbar sind, hat man den Eindruck, der herzensgute Mann der Mma Ramotswe wird die Flinte nicht in Korn werfen.
Es ist nicht mehr zu sagen, weil es bei JEDEM Buch über Mma Ramotswe und ihre Freunde besonders um eine Sache geht. MAN SOLLTE DAS BUCH EIN-, ZWEIMAL LESEN. Oder öfters. Jeder Dialog ist ein Teil der Liebe, die der Autor in die Bücher fliessen lässt. Und das kann man nicht beschreiben.
Schon bei zweiten Buch aus dieser Serie hatte ich den Eindruck, ich bin angekommen. In ein fremdes Land zwar, aber zu Freunden. Ich könnte mir vorstellen schon heute zu Mma Ramotswe zu gehen und sie mit Respekt und Hochachtung um etwas bitten. Sie würde mir helfen.
Dies ist für uns Leseratten ein Zeichen, dass man einen Juwel gefunden hat. Wie schon oft, schreibe ich auch diesmal: nehnem Sie sich Zeit. Dort, in Botswana warten wunderbare Freunde auf sie. Dabei kann man die Schlechtheit (die auch Mma Ramotswe sehr gut kennt) irgendwie vergessen oder für einen Augenblick was Gutes tun. Die Sterne über Botswana sind hell, die Zahl ist eigentlich überflüssig. Mma Ramotswe ist meine Freundin geworden.